Nach drei Stunden Arbeit an der frischen Luft war das Werk vollbracht. Foto: LiKK
20. Januar 2025 Von NN-Online · Bedburg-Hau

Eine Obstsorten-Arche Noah in Louisendorf

Pfadfindet aus Kalkar und der LiKK halfen beim Anlegen eines Obstbongerts

LOUISENDORF. Dieter Hans in Louisendorf kann sich noch gut daran erinnern, dass es vor Jahrzehnten traditionell eine große Obstwiese rund ums Haus gab und er bedauert: „Doch leider ist davon kein einziger Baum übriggeblieben.“ Aber irgendwann reifte bei Dieter und Eva Hans die Idee, auf der kleinen Wiese hinter ihrem Haus, einen neuen „Obstbongert“ anzulegen, um an die alte Tradition anzuknüpfen und der Natur etwas zurückzugeben. Mit fachkundiger und engagierter Unterstützung vom Verein Landschaftspflege im Kreis Kleve (LiKK) wurden die Vorsätze direkt in die Tat umgesetzt: Mit tatkräftiger Unterstützung der Pfadfinder aus Kalkar wurden 15 Obstbäume von seltenen Obstsorten gepflanzt. Im Rahmen der Pflanzung erklärten Peter Haartz und Hubert Lemken vom LiKK den Pfadfindern aus Kalkar viele interessante Dinge rund um die Streuobstwiese und worauf es bei der Pflanzung ankommt, um in den nächsten 100 Jahren einen schöne Obstwiese zu entwickeln. Haartz: „Bei den verwendeten Obstbäumen handelt es sich um sehr seltene Obstsorten. Ein herausragendes Beispiel ist die Kirsche „Amarelle Klatt“ – das ist eine absolute Rarität, von der es vermutlich weltweit nur noch einen einzigen uralten Baum in Louisendorf gibt. Im Rahmen einer großen Kirschkartierung in den Jahren 2023 und 2024 konnte der LiKK diese alte Sorte finden und nun durch Veredelung für künftige Generationen erhalten. So bleibt die Sorte unter anderem auch im Heimatdorf erhalten“. Nach drei Stunden Arbeit an der frischen Luft war das Werk vollbracht: Die fleißigen Pfadfinder aus Kalkar hatten 15 junge Obstbäume fertig gepflanzt, angebunden und mit einem Pflanzschnitt versehen. Zum Schluss erhielten die Bäume noch jeweils ein haltbares Sortenschild, damit die Namen der Obstsorten auch künftig nicht in Vergessenheit geraten. Anschließend freuten sich alle Helfer auf eine Erbsensuppe, die eine Freundin der Familie Hans vorbereitet hatte.

Nach drei Stunden Arbeit an der frischen Luft war das Werk vollbracht. Foto: LiKK

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