Austauschschülerinnen mit Rotary-Mitgliedern; Fleur van Cuijlenborg, Janneke und Frederike Haps, Dirk Untied, Christian Görtzen.
2. September 2026 Von NN-Online · Kalkar

Ein Jahr voller Abenteuer

Frederike, Janneke und Fleur starten mit Rotary ins Ausland

KALKAR. Für Frederike und Janneke Haps beginnt ein besonderes Jahr. Die 16 Jahre alten Zwillinge aus Kalkar sind Schülerinnen des Gymnasiums Aspel in Rees und verbringen jeweils ein Schuljahr im Ausland – allerdings nicht am selben Ort. Frederike ist bereits in Brasilien angekommen, ihre Schwester Janneke lebt für ein Jahr in Mexiko.

„Ich möchte eine neue Sprache lernen, selbstständiger und selbstbewusster werden und eine andere Kultur kennenlernen“, sagt Frederike Haps. Seit dem 25. Juli lebt sie in Cachoeiro de Itapemirim im brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo. Auch Janneke ist inzwischen in Mexiko angekommen. Sie möchte eine neue Sprache und Kultur kennenlernen, selbstständiger und selbstbewusster werden – und dabei auch als eigene Person wahrgenommen werden. Beide Schwestern turnen beim TV Kalkar in den Bereichen Gerätturnen und TGW und sind dort als Trainerinnen aktiv. Nun gehen sie für ein Jahr bewusst getrennte Wege: neue Umgebung, neue Sprache, neue Menschen.

Frederike und Janneke sind zwei von insgesamt drei Jugendlichen, die der Rotary Club Kleve im Austauschjahr 2026/27 ins Ausland vermittelt. Auch Fleur van Cuijlenborg (16) aus Kalkar geht für ein Jahr nach Argentinien. Ende August ist auch sie aufgebrochen. Vor ihrer Abreise sagt sie: „Ich durfte bereits Teile der Welt entdecken. Jetzt möchte ich einen neuen Weg gehen, Erinnerungen sammeln, neue Orte kennenlernen und herausfinden, wer ich außerhalb meiner vertrauten Umgebung bin.“

Im Gegenzug begrüßt der Rotary Club Kleve drei Jugendliche: Cheng-Jun Lin aus Taiwan, Cristóbal Dysli aus Chile und Priya Meagher aus Kanada. Sie leben inzwischen in den Gastfamilien der Outbounds und besuchen zum neuen Schuljahr das Jan-Joest-Gymnasium in Kalkar. Für Christian Görtzen, Jugenddienstbeauftragter des Rotary Clubs Kleve, ist dieser gegenseitige Austausch ein wichtiger Bestandteil des Programms: „Die Jugendlichen gehen in die Welt, treffen Menschen aus anderen Kulturen und lernen, sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden. Gleichzeitig kommen junge Menschen aus aller Welt zu uns. So entsteht Verständigung nicht nur über Ländergrenzen hinweg, sondern ganz persönlich.“

Das Rotary-Jugendaustauschprogramm steht allen Jugendlichen offen. Beim Jahresaustausch verbringen 15- bis 18-Jährige rund elf Monate im Ausland, besuchen dort eine Schule und leben in mehreren Gastfamilien. Für Frederike war die intensive Vorbereitung ein wichtiger Grund, sich für Rotary zu entscheiden. Janneke wurde durch einen Bekannten aufmerksam. „Man ist während des Austauschs nicht allein“, sagt sie. Bei Problemen gibt es Ansprechpartner vor Ort und im Rotary-Netzwerk. Auch Präsident Dirk Baumann sieht darin eine besondere Chance: „Internationale Verständigung beginnt mit persönlichen Begegnungen. Der Rotary-Jugendaustausch gibt jungen Menschen die Möglichkeit, andere Kulturen nicht nur kennenzulernen, sondern selbst Teil davon zu werden.“

Wer selbst ein Jahr ins Ausland möchte, kann sich jetzt für das Austauschjahr 2027/28 bewerben. Die Programme richten sich an Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren. Drei Wunschländer können angegeben werden, höchstens eines davon darf englischsprachig sein. Rotary bietet auch kürzere Austauschprogramme an. Der Rotary Club Kleve nimmt derzeit Bewerbungen entgegen. Ansprechpartner sind Jugenddienstbeauftragter Christian Görtzen und Präsident Dirk Baumann. Kontakt: kleve@rotary.de. Weitere Informationen gibt es unter www.rotary-austausch.de.

Sie gehen in die weite Welt: Die Austauschschülerinnen Fleur van Cuijlenborg (l.) und die Zwillinge Janneke (Mitte) und Frederike Haps (2.v.r.) mit Past-Präsident Dirk Untied (2.v.l.) und Jugenddienstbeauftragten Christian Görtzen (r.). Foto: Rotary Club Kleve

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