Die Geburtsstunde des Vereins
Verein „Unterstützung der Behindertenhilfe in Uganda“ feiert fünfjähriges Bestehen
KLEVE. Der Verein „Unterstützung der Behindertenhilfe in Uganda“ (Ubu) feiert im April 2026 sein fünfjähriges Bestehen – ein Anlass für eine kurze Bilanz.
Siegbert Garisch hat vor fünf Jahren den Verein gegründet. Foto: Ubu
Zentrale Partnerin vor Ort wurde die Sozialarbeiterin Sarah, die trotz fehlender beruflicher Perspektiven in ihrem Fachgebiet die Organisation „Disability Sign World“ (DSW) mit aufbaute. Ziel war und ist es, die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen, insbesondere von Kindern, in der Region Kabale nachhaltig zu verbessern. Erste Hilfsaktionen bestanden aus der Verteilung von Lebensmitteln und Alltagsgütern an betroffene Familien.
Schnell wurde deutlich, dass zur Unterstützung stabile Finanzierungsstrukturen in Deutschland notwendig sind. Am 21. April 2021 gründete sich daher – zunächst virtuell – der Verein Ubu mit 17 Mitgliedern aus dem Raum Niederrhein und Rheinland. Nach Anerkennung der Gemeinnützigkeit konnten erste Spenden gesammelt werden.

Jonathan, stolzer Besitzer eines Regenwassertanks. Foto: EversGarisch
In der Folge gelang es, Fördermittel der „Schmitz Stiftungen“ zu akquirieren. Ein erstes Projekt ermöglichte die Anschaffung eines motorisierten Lastendreirads zur Verbesserung der Mobilität. Ein zweites, deutlich umfangreicheres Vorhaben finanzierte über zwölf Monate die Arbeit einer Sozialarbeiterin und eines Assistenten sowie gezielte Hilfen für 20 Familien mit behinderten Kindern. Dazu gehörten unter anderem Regenwassertanks, Solaranlagen, Haushaltsausstattung und Kleintiere zur Existenzsicherung.
Die Wirkung vor Ort war erheblich: Die Lebensbedingungen der Familien verbesserten sich spürbar, ihre gesellschaftliche Stellung in den Dorfgemeinschaften wuchs. Projekte wie Solarlicht trugen zudem sichtbar zur sozialen Teilhabe bei.
Nach fünf Jahren ziehen die Beteiligten eine positive Bilanz. Die Zusammenarbeit zwischen UBU und DSW gilt als stabil und erfolgreich. Unterstützt wurde die Arbeit unter anderem durch lokale Initiativen und Institutionen am Niederrhein.
Als nächster Schritt ist der Aufbau von Angeboten zur Frühförderung von Kindern mit Behinderungen in Uganda geplant. Entsprechende Konzepte liegen vor – nun gilt es, weitere Fördermittel einzuwerben. Weitere Infos findet man unter www.ubuev.org.