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Studierende der Radboud Universität und der Universität Duisburg-Essen in der Kanadischen Botschaft in Berlin. Foto: privat
8. März 2025 Von NN-Online · Kleve

Der Preis für unsere Freiheit

Studenten bringen Lebensgeschichten von Groesbeek nach Berlin

NIEDERRHEIN. Wer in der deutsch-niederländischen Grenzregion studiert, lebt mitten in Europa – doch wie sehr prägt diese Lage tatsächlich das Bewusstsein der Studierenden? Genau hier setzt Rudesa an: eine einzigartige, auf lokale und transatlantische Wechselwirkungen fokussierte mehrtägige Veranstaltung der Radboud Universität zusammen mit der Universität Duisburg-Essen. Zum 80. Jubiläum der Befreiung bringen Wissenschaftler und Studierende Geschichte zum Leben – mit einer Ausstellung, die Erinnerung und Gegenwart verbindet.

Im Mittelpunkt steht das Projekt „Gesichter und Geschichten der Befreiung“, das sich mit den über 2.600 kanadischen Soldaten beschäftigt, die ihr Leben für die Freiheit Europas gaben. In Kollaboration mit dem Freiheitsmuseum und der Stiftung Faces to Graves machten sich Studierende auf die Suche nach den Menschen hinter den zahllosen Namen auf den Grabsteinen des kanadischen Ehrenfriedhofs in Groesbeek. Ein erster Höhepunkt war die Präsentation der Forschungsergebnisse in der kanadischen Botschaft in Berlin. Dort stellten die Studierenden ihre sechs paradigmatischen Lebensgeschichten als Poster einem internationalen Publikum vor – mit großem Erfolg. Die Reise der Ausstellung ist aber noch lange nicht vorbei: Am 2. Mai wird sie im Freiheitsmuseum in Groesbeek gezeigt, wo auch das Buch „Faces of Liberation“, herausgegeben von Frank Mehring und Jaap Verheul in Zusammenarbeit mit einem internationalen Team, der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Danach geht es weiter nach Wassenaar, wo die kanadische Botschaft die Poster im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung zum Thema Freiheit und Sicherheit in Europa präsentiert.

Ermöglicht wurde Rudesa durch die Euregio Rhein-Waal, das International Office der Radboud Universität und die Universität Duisburg-Essen. Doch es geht um mehr als akademische Fertigkeiten zu erlernen. Hier schlagen Studierende Brücken zwischen Universität und Gesellschaft, indem sie die Lebensgeschichten von gefallenen Soldaten aufbereiten, um die Werte von Freiheit, Demokratie und Bildung gegen heutige Bedrohungen in der Öffentlichkeit zu verteidigen. Denn eines wird in diesem Projekt besonders deutlich: Erinnerung ist keine Last – sie ist ein Auftrag.

Studierende der Radboud Universität und der Universität Duisburg-Essen in der Kanadischen Botschaft in Berlin. Foto: privat

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