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"Zigarettenstummel im Aschenbecher schützt Umwelt und Gewässer vor Verschmutzung, Stadt Rheinberg."
4. Mai 2026 Von NN-Online · Rheinberg

„Der giftige Rest“

Achtlos weggeworfener Zigarrettenstummel tötet Tierwelt

RHEINBERG. Die abschreckenden Bilder auf den Zigarettenschachteln deuten auf die Gesundheitsgefährdung für Raucher hin. Zigarettenkippen sind laut der World Health Organization (WHO) das am häufigsten weggeworfene Abfallprodukt weltweit. Schätzungen zufolge landen jährlich etwa 3,7 bis 4,5 Billionen Zigarettenstummel in der Natur. Durch das achtlose Wegschnippen der Kippen wird neben Tieren auch die Umwelt in Mitleidenschaft gezogen. Zigarettenkippen enthalten Tausenden von Chemikalien, eine einzige Kippe kann mehrere hundert Liter Wasser mit Giftstoffen wie Nikotin, Arsen und Schwermetallen verunreinigen. Die Filter bestehen aus Kunststoff, die viele Jahre brauchen, bis der Zersetzungsprozess beendet ist. Zigarettenstummel sind weit mehr als nur ein optisches Problem; sie stellen eine massive Gefahr für die Tierwelt dar. In nur einem Liter Wasser kann ein Stummel die Hälfte der darin lebenden Fische töten. Viele Tiere, darunter Fische, Wale und Meeresschildkröten, verwechseln die Stummel mit Nahrung. Das Verschlucken führt zu Vergiftungen, DNA-Schäden, Verhaltensstörungen oder zum qualvollen Tod durch Verstopfung der Verdauungsorgane. Manche Vogelarten nutzen Zigarettenfilter sogar zum Nestbau, da das darin enthaltene Nikotin Parasiten abwehrt. Dies ist jedoch ein gefährlicher Schutz: Die Chemikalien können die DNA der Küken schädigen oder zu Langzeitvergiftungen führen. Wasserflöhe reagieren extrem empfindlich auf Nikotin. Schon geringe Konzentrationen führen zu Lähmungserscheinungen oder töten ganze Populationen ab, was das gesamte ökologische Gleichgewicht. Zigarettenstummel gehören ausschließlich in die Restmülltonne, dieser Müll wird beim Abfall- und Energiezentrum (AEZ) Asdonkshof verbrannt und gelangt somit nicht mehr in den Kreislauf.

Jeder „Stummel“ zählt – im negativen wie im positiven Sinne. Wer seine Kippe nicht achtlos wegschnippt, sondern im Aschenbecher entsorgt, rettet damit im Zweifel tausende Liter Wasser und schützt die Tierwelt vor dem schleichenden Gifttod. Es ist eine kleine Handbewegung, aber ein riesiger Gewinn für die Natur. Man kann zum Beispiel Taschenaschenbecher nutzen und Verantwortung für die Umwelt zeigen. Im Rahmen der Aktion „Mchs‘s richtig – Frag Mike“ stellt das Abfall- und Energiezentrum Asdonkshof kostenlose Taschenaschenbecher zur Verfügung, die beim DienstLeistungsBetrieb der Stadt Rheinberg, Bahnhofstraße 160, zur Verfügung stehen (solange der Vorrat reicht).

Jeder „Stummel“ zählt – im negativen wie im positiven Sinne. Wer seine Kippe nicht achtlos wegschnippt, sondern im Aschenbecher entsorgt, rettet damit im Zweifel tausende Liter Wasser und schützt die Tierwelt vor dem schleichenden Gifttod. Foto: Stadt Rheinberg

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