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Die KKG zeichnet in diesem Jahr das Ferienlager aus. NN-Foto: SP
30. Januar 2026 · Sabrina Peters · Kalkar

Das „Organisationsteam des Ferienlagers der Messdiener Heilig Geist Kalkar“ erhält den Goldenen Ochsenorden der Kalkarer Karnevalsgesellschaft

Das Team bereitet jedes Jahr unvergessliche Sommerferien

KALKAR. Sechs Wochen Sommerferien können ganz schön lang sein – nicht nur für Eltern, sondern auch für Kinder und Jugendliche. Doch seit etwas mehr als 30 Jahren sorgt ein Angebot in Kalkar jedes Jahr für Abwechslung in den Sommerferien: Denn das Ferienlager der Messdiener Heilig Geist Kalkar fährt seit Mitte der 1990er Jahre jedes Jahr mit 50 bis 60 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen neun und 15 Jahren in ein zweiwöchiges Ferienlager – jedes Jahr mit einem neuen Ziel. „Dafür ist schon viel Engagement notwendig“, sagt Christian Berendonk, der das Ferienlager – gemeinsam mit Co-Leiter Oliver van Gemmeren – leitet. Für diesen Einsatz erhält das „Organisationsteam des Ferienlagers der Messdiener Heilig Geist Kalkar“ in diesem Jahr den Goldenen Ochsenorden der Kalkarer Karnevalsgesellschaft (KKG).

Bevor die – inklusive des Betreuerteams – bis zu 80 Personen zählende Gruppe aus Kalkar jedes Jahr in den Sommerferien ins neue Ferienlager aufbricht, gibt es für das Organisationsteam immer eine Menge zu tun. „Etwa zwei Jahre vorher beginnen wir mit der Suche nach einem neuen Ort“, berichtet Berendonk. Denn bei der Auswahl des neuen Reiseziels gebe es viel zu beachten. So müsse der Ort in etwa vier Stunden mit dem Bus zu erreichen sein. „1999 sind wir auch noch nach Stralsund an die Ostsee gefahren. Aber die Busfahrt dorthin war einfach zu lang. Das war für alle nicht mehr schön“, sagt Berendonk. Heute sei es zudem auch eine finanzielle Frage: „Die Busfahrt kostet natürlich auch Geld und es ist heute ohnehin nicht mehr so einfach wie früher noch ein Busunternehmen zu finden, das uns fährt.“ Deshalb seien heute etwa Oberursel im Taunus – in der Nähe der hessischen Metropole Frankfurt – oder – wie in diesem Jahr – Bramstedt im niedersächsischen Cuxhaven die Ziele.

Das Reiseziel spiele aber ohnehin nur eine untergeordnete Rolle. „Für uns ist viel wichtiger, dass das Haus, in dem wir für 14 Tage leben werden, und das Drumherum stimmen. Wir achten also darauf, dass das Haus viele Räume und ein gutes Gelände drumherum – sehr gerne auch einen Wald – hat und dass wir darin kochen können. Denn wir sind in der Zeit Selbstversorger“, sagt Berendonk, der die Unterkunft mit einem kleinen Organisationsteam vor dem Start des Ferienlagers zweimal besucht: „Einmal noch vor der Buchung und einmal bevor das Ferienlager ansteht, da sich in der Zwischenzeit an der Unterkunft ja etwas verändert haben kann.“

Wenn es dann in den Sommerferien so weit ist, machen sich jedes Jahr nicht nur ein Bus mit bis zu 60 Ferienlager-Kindern und ihren Betreuern auf den Weg, sondern auch zwei Transporter, die mit allerhand Verpflegung und Equipment für zahlreiche Spiele beladen sind. „Das Fleisch für die zwei Wochen holen wir zum Beispiel vor dem Ferienlager immer schon hier in Kalkar beim Metzger. Es kommt dann tiefgekühlt und mit entsprechender Kühlung mit. Das kommt immer sehr gut im Ferienlager an. Auch andere Produkte wie Kartoffeln von unserem ortsansässigen Bauern nehmen wir mit. Obst und Brot vom Bäcker holen wir aber etwa aber immer vor Ort“, sagt Sabine Seegers vom insgesamt vierköpfigen Küchenteam, das in den zwei Wochen täglich frisch und abwechslungsreich kocht. Dabei gebe es immer zwei feste Rituale: „Am ersten Tag gibt es immer Spaghetti Bolognese und am letzten Tag selbstgemachten Döner mit selbstgemachtem Brot.“ An den anderen Tagen würden die warmen Gerichte immer variieren. Der Tag starte allerdings täglich mit einem reichhaltigen Frühstück und frischem Obstsalat.

Für ein täglich abwechselndes Programm sorgen die Betreuer, die jedes Jahr mitfahren. Komplett festgezurrt sei dieses vorab aber nicht. „Wir müssen auch immer spontan sein und natürlich auch nach dem Wetter schauen. Wenn es den ganzen Tag regnet und wir nicht rausgehen können, müssen wir natürlich auch ein Programm anbieten können, das drinnen stattfinden kann“, sagt Berendonk. Legendär seien aber die vielen Spiele, die im Rahmen des Ferienlagers in den letzten drei Jahrzehnten entstanden seien – und jedes Jahr kämen neue Spielideen dazu.

Für das ganze Team, vor allem aber für die Kinder und Jugendlichen seien die zwei Wochen in den Sommerferien, die nicht immer jedes Jahr im exakt selben Zeitraum der Sommerferien liegen, immer wieder eine ganz besondere Zeit. „Man darf natürlich nicht vergessen, dass das oftmals auch das erste Mal ist, dass die Kinder für zwei Wochen von ihren Eltern getrennt sind. Für viele ist es der erste Urlaub alleine ohne Eltern“, sagt Berendonk. Hinzu komme, dass elektronische Geräte wie das Smartphone oder eine Spielekonsole absolut tabu im Ferienlager seien. „Das ist aber auf der Fahrt schon kein Thema mehr. Es entstehen ganz schnell viele Freundschaften. Da entsteht immer eine ganz tolle Dynamik“, sagt Berendonk. Diese würden manchmal sogar über dem Ferienlager hinaus Bestand haben.

KKG-Sitzungspräsident Christian Görtzen, selbst Vater von drei Kindern, die auch schon am Ferienlager teilgenommen haben oder in diesem Jahr teilnehmen werden, kann als Elternteil selbst davon berichten, wie wertvoll und wichtig die Arbeit des „Organisationsteams des Ferienlagers der Messdiener Heilig Geist Kalkar“ ist: „Eltern vertrauen den Betreuern ja das Wertvollste an, was sie haben: Ihre Kinder. Beim Abschied am Busbahnhof sind manchmal die Eltern trauriger als die Kinder. Meine beiden Söhne mit 18 und 20 Jahren berichten heute noch oft am Essenstisch begeistert von ihren Erlebnissen.“ Die Zeit in den Ferienlagern würden die Kinder und Jugendlich ein Leben lang positiv in Erinnerung behalten – und das vor allem, weil das „Organisationsteam des Ferienlagers der Messdiener Heilig Geist Kalkar“ mit so viel Herzblut dabei sei. Sie würden das Motto des Goldenen Ochsenordens „Ein Herz hat nur, wer ein Herz für andere hat“ damit auf beeindruckende Weise erfüllen.

Der Goldene Ochsenorden wird am kommenden Sonntag, 1. Februar, ab 10.30 Uhr im Ratssaal des historischen Rathauses Kalkar verliehen. Im Anschluss an die Verleihung lädt die Kalkarer Karnevalsgesellschaft (KKG) noch bis etwa 15 Uhr zum traditionellen Prinzentreffen im Pädagogischen Zentrum (PZ) im Schulzentrum Kalkar ein.

Sabrina Peters

Die KKG zeichnet in diesem Jahr das Ferienlager aus. NN-Foto: SP

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