Das Griether Hanselädchen rockt auch 2026 weiter
Im Juli wird das zehnjährige Jubiläum gefeiert
GRIETH. Nachdem es dem ehrenamtlichen Team der Griether Dorfladengenossenschaft in den letzten Jahren gelungen ist, ihren Dorfladen, das Griether Hanselädchen, zum beliebten regionalen Treffpunkt für Musikbegeisterte auszubauen, wird dieser Weg 2026 weiter beschritten. Die Musikbegeisterung des Teams ergänzt sich dabei mit der Notwendigkeit, regelmäßig wichtige Zusatzeinnahmen zum Erhalt des Dorfladens zu generieren.
„Wir haben wirklich Spaß an den Veranstaltungen und stemmen sie mit einem gut eingespielten und vielköpfigen ehrenamtlichen Team, aber wir machen kein Geheimnis daraus, dass das für uns wichtige Einnahmen sind, die wir noch dazu ohne zusätzliche Personalkosten erwirtschaften können“ erklärt der geschäftsführende Vorstand Christian Reintjes und verweist auf die stetig steigenden Kosten und die geringen Margen im Lebensmittelverkauf. „Wir sind deshalb sehr glücklich, dass einerseits so viele interessante Bands bereit sind, bei uns zu spielen, andererseits auch, dass die Konzerte immer gut besucht sind, die Resonanz ist wirklich großartig und freut uns sehr“ ergänzt seine Vorstandskollegin Birgit Mosler. Zu einem weiteren Standbein hätte sich daneben in den letzten Jahren zunehmend das Catering für Firmen und Privatveranstaltungen entwickelt, für das überwiegend Küchenchefin Barbara Dickkamp verantwortlich zeichnet.
Die Erfahrungen der letzten Jahre haben dem Team geholfen, das Programm für 2026 zusammenzustellen. Während in den meisten kleinen Konzertlocations im ländlichen Raum hauptsächlich Unplugged-Gruppen auftreten, geht man in Grieth auch weiterhin einen anderen Weg und setzt vor allem auf rockige Töne abseits des Mainstreams, zumeist von Bands mit eigenem Repertoire. Der Grund dafür ist ein einfacher: „Wir veranstalten ja sowieso schon viele Konzerte und wenn wir da zusätzlich noch Unplugged-Konzerte, Volksmusik, Schlager und Techno mit abdecken, würde das ganz sicher auch irgendwann für Unmut bei den anderen Vereinen und Kneipen vor allem in Grieth und Wissel führen. Unsere Devise ist ‚Leben und leben lassen‘, darum beschränken wir unser Programm stilistisch“ erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende Ingmar Kerkhoff, der sich vorrangig um das Konzertprogramm kümmert. Aus diesem Grund sei man auch immer bemüht, soweit möglich die feststehenden Termine der Griether sowie der Wisseler Vereine im Jahreskalender zu berücksichtigen.
Was erwartet die Besucher 2026 in Grieth? Den Schwerpunkt im Jahresplan bilden Konzerte von Bands der Musikrichtung Stoner Rock, die Bluesrock, Grunge und Psychedelic Rock-Einflüsse zu einer schweren, aber tanzbaren Mischung vereinen. Daneben wird es einige Konzerte von regionalen Coverbands geben und mit Gong Wah und Kratzen gleich zwei aufstrebende und bundesweit bekannte Indie Rock beziehungsweise Post Punk Bands aus der Musikmetropole Köln.
Los geht es am Freitag, 9. Januar, mit einem Doppelkonzert ab 20 Uhr (Einlass 19 Uhr): Den Abend eröffnet das 2021 gegründete Trio „Submarine on Mars“ mit einem etwa 45-minütigen instrumentalen Space-Rock-Trip. Anschließend präsentiert das Osnabrücker Trio „Black Charger“ seinen von Bands wie Kyuss oder Fu Manchu beeinflussten Stoner Rock.
Schon am Samstag, 17. Januar folgt dann mit dem regionalen Mittelalter-Folk-Duo „Biermolch“ der maximale Gegensatz: Statt lauter Rockmusik gibt es beste Stimmung bei Gesang mit Dudelsack und Trommelbegleitung. „Das lässt sich nicht beschreiben, da muss man dabei sein“ freut sich Ingmar Kerkhoff bereits auf diesen Abend.
Jahreshöhepunkt wird aber das Mini-Festival zum zehnjährigen Bestehen des Hanselädchens am 4. Juli sein, wo es gleich fünf interessante Bands zu hören geben wird. Der einzige Wermutstropfen sei, dass man inzwischen sehr vielen Bands absagen müsse, weil es einfach zu viele Anfragen gebe, diese hätten aber glücklicherweise alle Verständnis.
Der Eintritt ist für alle Konzertveranstaltungen frei.