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Milan Toups (l.) und Helmut Hartmann (r.) beraten einen Brunnenbesitzer mit Nitratkarte NRW am Labormobil des VSR-Gewässerschutzes. Foto: Ruben Wiltsch
24. April 2025 Von NN-Online · Goch

Brunnenwasser wird gestestet

Labormobil des VSR-Gewässerschutzes kommt am 5. Mai nach Goch

GOCH. Das gelbe Labormobil des VSR-Gewässerschutz ist vielen Brunnenbesitzern bereits bekannt. Im vergangenen Jahr sorgte der Informationsstand in Uedem für reges Interesse, als über 45 Bürger Wasserproben aus ihren Gartenbrunnen mitbrachten.

Auch in diesem Jahr bietet die gemeinnützige Organisation wieder eine Untersuchung an. Am Montag, 5. Mai, haben Brunnenbesitzer von 11 bis 13 Uhr die Gelegenheit, ihre Wasserproben auf dem Platz an der Nierswelle in Goch abzugeben.

Im Sommer, wenn es heiß und trocken ist, wird im Garten viel Wasser benötigt. „Uns ist es wichtig, dass außerhalb des Hauses Brunnenwasser statt des kostbaren Leitungswassers genutzt wird“, erzählt der Ehrenamtler Helmut Hartmann. Er ist zusammen mit Milan Toups im Labormobil unterwegs, um Belastungen im Grundwasser aufzudecken und sich für einen nachhaltigen Umgang einzusetzen. Bereits im vergangenen Sommer kamen viele interessierte Brunnenbesitzer mit ihrer Probe zum Infostand in Uedem. Sie wollten wissen, wofür sie das Wasser im Garten verwenden können. „Eine Belastung ist in den meisten Fällen nicht zu sehen oder zu riechen“, erklärt Milan Toups. Er weist darauf hin, dass im Gegensatz zum Leitungswasser das Brunnenwasser häufig mit Nitraten, Pestiziden und weiteren Stoffen belastet ist. Außerdem können durch verschiedene Einflüsse Krankheitserreger ins Wasser geraten. Milan Toups führt die Grunduntersuchung von Nitrat-, Säure- und Salzgehalt wieder gegen eine Beteiligung von zwölf Euro im Labormobil durch. Nachdem das Analyseergebnis vorliegt, berät er die Brunnenbesitzer darüber, was die festgestellte Belastung für die Nutzung des Wassers bedeutet. Gegen eine Kostenbeteiligung können auch weitere Parameter untersucht werden. „Durch diese ergänzenden Untersuchungen erfahren die Brunnenbesitzer, ob das Wasser zum Gemüsegießen oder sogar zum Befüllen von Planschbecken und Teich geeignet ist. Außerdem können wir auch eine Einschätzung dazu geben, inwieweit das Wasser im Notfall zum Trinken einsetzbar ist“, erklärt Milan Toups. Damit die Ergebnisse auch aussagefähig sind, empfiehlt er, zur Probenahme und zum Transport Mineralwasserflaschen zu nutzen. Besonders geeignet sind dabei bis zum Rand gefüllte 0,5 Liter-Flaschen aus Kunststoff. Die Messwerte bekommen die Brunnenbesitzer in einem ausführlichen Gutachten mit der Post zugesendet. „Für weitere Fragen zu den Messwerten bin ich jeden Donnerstag von 10 bis 14 Uhr unter Telefon 02831/9763342 erreichbar“, informiert Milan Toups.

„Erstmalig haben wir zu unseren Ergebnissen der Grundwasser- und Bach-Untersuchungen aus dem Kreis Kleve eine Bildschirmpräsentation für den Informationsstand vorbereitet“, berichtet Helmut Hartmann. Der VSR-Gewässerschutz möchte mit den Auswertungen der Brunnenwasseranalysen im Kreis Kleve möglichst viele Bürger am Informationsstand erreichen. „Die von uns erstellte Nitratkarte soll die Belastung in Nordrhein-Westfalen verdeutlichen“, erklärt Hartmann. Wer keine Zeit hat zum Informationsstand zu kommen, kann die Ergebnisse auch auf der Homepage vom VSR-Gewässerschutz nachlesen. Zu der Auswertung aus dem Kreis Kleve gelangt man unter vsr-gewässerschutz.de/regionales/nordrhein-westfalen

Der VSR-Gewässerschutz hilft mit einer Wasseranalyse, das Wasser aus dem eigenen Brunnen statt Leitungswasser zu verwenden. Allerdings sollte auch dieses im Garten sparsam genutzt werden. Der VSR-Gewässerschutz gibt am Informationsstand dazu Tipps. „Gießen sollte jeder Gartenbesitzer nur morgens oder abends, weil sonst zu viel Wasser verdunstet“, empfiehlt Helmut Hartmann. Bei der Wahl des Planschbeckens rät er Eltern und Großeltern , ur die Größe zu kaufen, die benötigt wird. „Wenn nur ein Kind darin planscht, braucht man ein kleineres Planschbecken, als wenn mehrere Kinder ins Wasser springen. So kann viel Brunnenwasser gespart werden“.

Der VSR-Gewässerschutz wurde bereits 1980 als Zusammenschluss verschiedener Bürgerinitiativen gegründet und setzt sich seit über vier Jahrzehnten für sauberes Wasser ein. Die gemeinnützige Organisation führt Untersuchungen von Grundwasser und Bachwasser durch. Die Beprobung von Oberflächengewässern kann der VSR-Gewässerschutz selbst durchführen. Bei den Wasserproben vom Grundwasser ist die gemeinnützige Organisation jedoch auf die Mithilfe von Brunnenbesitzern angewiesen.

Milan Toups (l.) und Helmut Hartmann (r.) beraten einen Brunnenbesitzer mit Nitratkarte NRW am Labormobil des VSR-Gewässerschutzes. Foto: Ruben Wiltsch

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