Brückenschlag zwischen Kultur und Wissenschaft
Ministerin Ina Brandes informiert sich im Museum Goch über kulturelle Arbeit
GOCH. Die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Ina Brandes, MdL, hat kürzlich das Museum Goch besucht, um sich vor Ort über die niederrheinische Museumslandschaft zu informieren. Begleitet wurde sie vom CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Günther Bergmann.
Begrüßt wurden die Besucher von Bürgermeister Stephan Luyven. Museumsdirektor Dr. Stephan Mann stellte der Ministerin die aktuelle Ausstellung, das Konzept des Hauses sowie gegenwärtige Entwicklungen vor.
Das Museum Goch versteht sich als besonderer Kulturort mit einem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Kunst. Gezeigt werden Wechselausstellungen, vorwiegend mit Arbeiten junger Künstler.
Ein Thema des Gesprächs war die Neubesetzung der Volontariatsstelle im Museum. Künftig wird ein Doktorand die Position übernehmen. Damit werde, so die Beteiligten, eine Verbindung zwischen intensivem wissenschaftlichem Arbeiten und praktischem Einsatz im Kulturbereich geschaffen. Die befristete Stelle wird vom Land finanziert. Museumsleiter Dr. Mann zeigte sich dankbar für diese Unterstützung.
Dr. Günther Bergmann lobte die Ministerin dafür, dass sie den Kreis Kleve und seine kulturelle Szene gut kenne. Brandes ist Vorsitzende des Kuratoriums von Schloss Moyland, kennt das Museum Kurhaus Kleve und war im vergangenen Jahr bei der Wiedereröffnung des B.C. Koekkoek-Hauses anwesend. Zugleich engagiere sie sich ausdrücklich auch für kleinere Museen. So unterstützt das Landesprogramm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ Einrichtungen, die sonst wenig Förderung erhalten, wie etwa das Schlösschen Borghees in Emmerich.
Brandes würdigte in Goch insbesondere die Arbeit kleiner Teams. Sie betonte, dass sie sich sich gerne für Unterstützung einsetze, etwa in Form von Ausbildungsprogrammen, die sowohl dem wissenschaftlichen Nachwuchs als auch den Einrichtungen vor Ort zugutekämen. „Es gelingt damit ein Brückenschlag zwischen Kultur und Wissenschaft“, sagte sie.
Bürgermeister Stephan Luyven hob hervor, dass der Besuch der Ministerin die Sichtbarkeit Gochs in Düsseldorf erhöhe und zeige, dass vor Ort gute Arbeit geleistet werde. Eine lebendige Kultur- und Veranstaltungsszene mache die Stadt auch für Auswärtige interessant. Mit neuem Personal werde daher verstärkt auf Stadtmarketing gesetzt. Museen, Kirchen, die Landschaft und Veranstaltungen böten sowohl für die Region als auch für Touristen vielfältige Anknüpfungspunkte.
Thematisiert wurde zudem eine mögliche kulturelle Neuausrichtung im Zuge der Überplanung eines Quartiers rund um die frühere Liebfrauenkirche. Im vergangenen Jahr war die Idee bekannt geworden, in der entweihten Kirche perspektivisch ein kulturelles Zentrum mit Museum, Bücherei und Café einzurichten. Der Ort soll als Raum für Begegnung niedrigschwellig angelegt sein und alle Bevölkerungsschichten sowie Gäste von außerhalb ansprechen.
Brandes würdigte in Goch insbesondere die Arbeit kleiner Teams. Foto: Gerhard Seybert - 47608 Geldern
Besuch im Museum Goch (v.l.): Dr. Günther Bergmann, MdL; Bürgermeister Stephan Luyven; Ministerin Ina Brandes und Museumsdirektor Dr. Stephan Mann. Eine neue Installation mit fotografischen Werken von Horst Wackerbarth zeigt das Museum Goch aktuell(Bild). Zudem ist kürzlich auch die Ausstellung „Ekkehard Neumann. Aufscheinen. – Wasserfarbenblätter und Wandfelder“ eröffnet worden. Sie ist nun bis zum 19. April zu sehen. NN-Fotos: Gerhard Seybert