"Motorräder beim Jumbo-Run am 27. Juni, Event-Archivfoto von Theo Leie"
20. Juni 2026 · Verena Schade · Sonsbeck

Biker aus ganz Deutschland am Start

Der Verein Unternehmen Zündkerze lädt wieder zum Jumbo-Run

NIEDERRHEIN. Neun Minuten hat‘s gedauert, da waren alle 200 Plätze weg: Wenn sich am Samstag, 27. Juni, der vom Unternehmen Zündkerze initiierte Jumbo-Run auf die 80 Kilometer lange Strecke quer durch den Niederrhein macht, dann strahlen nicht nur die Augen der Teilnehmer, sondern es herrscht auch Volksfeststimmung.

„In vielen Orten wird richtig Party gemacht“, sagt Gregor Joosten von dem gemeinnützigen Verein, der seinen Sitz in Sonsbeck hat. „Issum ist immer der absolute Hammer und in Vynen ist das halbe Dorf auf der Straße und sorgt für Gänsehaut bei den Teilnehmern“, erzählt Joosten, der jetzt schon weiß, dass in Marienbaum diesmal Großes geplant ist. Auch in Sonsbeck würde er sich etwas mehr Volksfeststimmung wünschen. Feuerwehr, Musikvereine, Kindergärten, Schützen – alle können am Streckenrand Stimmung machen. Also merken: Spätestens bei der Rückkehr zwischen 14.30 bis 15 Uhr ist in Sonsbeck Spektakel gewünscht. Natürlich darf auch morgens vor dem Rathaus richtig was los sein.

1999 organisierten einige Aktive den ersten Jumbo-Run, 2013 wurde der Verein gegründet. Worum geht‘s? Um eine freie Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung, um Integration – und darum, gemeinsam einen schönen Tag zu verbringen. Ein Jumbo-Run (der Sonsbecker ist inzwischen bundesweit der größte) ist eine Motorradrundfahrt, die in erster Linie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung gestaltet wird. Auch in diesem Jahr werden wieder Biker aus ganz Deutschland am Start sein und die mitnehmen, die eben nicht selbst fahren können.

Los geht‘s mit der inklusiven Motorradtour an dem Samstag um 11 Uhr vor dem Sonsbecker Rathaus. Die Teilnehmer sollten bis spätestens 10 Uhr vor Ort sein, dann werden die Mitfahrer auf die Bikes, Trikes und Gespanne verteilt. Nach dem Start geht es über den Wildpaßweg, Kevelaerer Straße und Hochstraße in Richtung Labbeck (11.15 Uhr), gegen 11.30 Uhr ist man in Marienbaum, anschließend in Vynen. An Xanten vorbei geht es weiter nach Veen, wo der Korso gegen 12.15 Uhr ankommt. Gegen 12.30 Uhr wird in St. Bernardin in Hamb eine einstündige Pause eingelegt, bevor man weiter nach Issum (14 Uhr) rollt. Über Kapellen geht es dann wieder zurück nach Sonsbeck – inklusive Extrarunde durch den Ort.

Mit dabei sind wieder rund 200 Menschen mit Handicap und ebenso viele Trikes, Gespanne und Motorräder mit Platz für einen Beifahrer haben sich angemeldet. Wer spontan mitmachen möchte, sollte sich, der besseren Planung wegen, trotzdem noch kurz über die Website anmelden. „Aber bitte nur Motorradfahrer, Gespannfahrer und Trikefahrer, die auch wirklich einen Menschen mit Behinderung mitnehmen können“, sagt Joosten: „Solofahrer ohne Beifahrer können leider nicht mitfahren.“

Bereits am Freitag, 26. Juni, können es sich die Teilnehmer auf dem barrierefreien Zeltplatz auf dem Spiel- und Bolzplatz an der Parkstraße gemütlich machen und bis Sonntag bleiben. Abends wird gegrillt und Musik gemacht. Einen detaillierten Lageplan findet man auf der Website (wichtig: neue Einfahrtsroute), ebenso eine Übersichtskarte mit dem genauen Streckenverlauf. Der Jumbo-Run verbindet übrigens nicht nur am Veranstaltungs-Wochenende Menschen. Zwischen vielen Bikern und Beifahrern haben sich über die Jahre echte Freundschaften entwickelt. Das ehrenamtlich auf die Beine gestellte und für alle Teilnehmer kostenlose (dank Spenden) Festival wirkt also auch nach. Alle Infos findet man unter www.unternehmen-zuendkerze.de.

Am 27. Juni findet wieder der Jumbo-Run statt. NN-Foto (Archiv): Theo Leie

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