Marco Plum, Geschäftsführer des Sankt Josef-Hospitals (l.), und der Landtagsabgeordnete René Schneider vor dem Sankt Josef-Hospital Xanten. Foto: Louisa Meyer von Bremen
22. Oktober 2026 Von NN-Online · Xanten

Besuch im Sankt Josef-Hospital Xanten: Plum und Schneider sprechen über Erweiterung der Palliativstation und Reformpläne der Bundesregierung

XANTEN. Das Sankt Josef-Hospital Xanten möchte seine Palliativstation erweitern. Dazu hat die Klinik eine entsprechende Förderung bei der zuständigen Bezirksregierung beantragt. Bei seinem Besuch im Xantener Krankenhaus sagte der örtliche Landtagsabgeordnete René Schneider zu, sich beim Düsseldorfer Regierungspräsidenten und beim nordrhein-westfälischen Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann für die Bewilligung der Förderung einzusetzen. „Unsere Krankenhäuser sind mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Wer nun investieren möchte, braucht eine pragmatische und verlässliche Unterstützung. Das habe ich in einem Schreiben an den Minister noch einmal deutlich gemacht“, sagt Schneider. Marco Plum, Geschäftsführer des Sankt Josef-Hospitals, betont: „Die Palliativmedizin gehört mittlerweile auch zu unseren Schwerpunkten. Das möchten wir weiter stärken.“

Plum thematisierte ebenso das geplante Beitragssatzstabilisierungsgesetz der Bundesregierung. Diese Reform hätte massive Auswirkungen auch auf die Finanzierung von Krankenhäusern. „Dass Reformen notwendig sind, daran besteht kaum Zweifel“, so Plum. Dabei verweist er auf den demografischen Wandel, den Fachkräftemangel und die finanziellen Herausforderungen des Gesundheitssystems. Bei allen Reformplänen seien die Krankenhäuser auf Planungssicherheit angewiesen, mahnt Plum an. Es brauche „Verlässlichkeit und ein langfristiges Zielbild“. „Nur so lassen sich Investitionen, Personalentwicklungen und medizinische Innovationen verantwortungsvoll gestalten“, sagt Plum.

Schneider erklärt zu den Plänen der Bundesregierung: „Tatsächlich müssen wir über Parteigrenzen hinweg endlich festlegen, wie wir uns die medizinische Versorgung in Zukunft vorstellen. In Xanten und im Kreis Wesel insgesamt haben wir gute Häuser, die wir unbedingt stärken müssen.“ Mit der geplanten Reform des Bundes würden jedoch pauschale Kürzungen drohen. „Das ist auf allen Ebenen kurzsichtig. Die gesellschaftlichen und finanziellen Folgekosten sind regelmäßig deutlich höher als die notwendigen Investitionen in eine gute Versorgung“, sagt Schneider. Daher müsse der Bund nachbessern.

Marco Plum, Geschäftsführer des Sankt Josef-Hospitals (l.), und der Landtagsabgeordnete René Schneider vor dem Sankt Josef-Hospital Xanten. Foto: Louisa Meyer von Bremen

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