„Aufkleber sind kein Spaß, sondern eine Straftat“
Gemeinde Kerken warnt vor Sachbeschädigung an Verkehrsschildern
KERKEN. Im Gebiet der Gemeinde Kerken häufen sich seit geraumer Zeit Fälle von Aufklebern an Verkehrszeichen, Masten und anderen Einrichtungen des öffentlichen Raums. Was manche vermutlich als harmlosen Spaß anse-hen, ist tatsächlich ein ernstzunehmendes Ärgernis und in vielen Fällen sogar eine Straftat.
„Vielleicht ist das Kleben von Stickern für manche ein Trend, schön ist es auf keinen Fall“, erklärt die Gemeinde Kerken. „Denn solche Aktionen verursachen vermeidbare Kosten für alle Bürgerinnen und Bürger und können im schlimmsten Fall sogar gefährlich werden.“ Tatsächlich stellt das Bekleben von Verkehrsschildern eine Sachbeschädigung dar und kann bei teilweise unkenntlich gewordenen Verkehrszeichen als sogenannter gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr gewertet werden. Nach dem Strafgesetzbuch drohen hierfür Geld-strafen in besonders schweren Fällen sogar Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren. Besonders ärgerlich sei neben der rechtlichen Bewertung der hohe Aufwand, den die Beseitigung verursacht, betont die Gemeinde Kerken. „Unser Team vom Bauhof ist regelmäßig mehrere Tage intensiv damit beschäftigt, Aufkleber zu entfernen. Das ist zeitaufwendig und kostet Geld“, heißt es aus der Gemeindeverwaltung. Teilweise müssen Schilder sogar vollständig ersetzt werden, wenn die reflektierende Beschichtung beschädigt ist. Ein Kostenfaktor, der am Ende von der Allgemeinheit getragen werden muss. Die Gemeinde Kerken weist ausdrücklich darauf hin, dass alle festgestellten Fälle konsequent verfolgt und zur Anzeige gebracht werden.