KREIS KLEVE. Nach über 20 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Geschäftsführer der Museums-Gastronomie im Schloss Moyland kommt es für Udo Holtmann zu einer Rückkehr nach Bedburg-Hau. Nicht beruflich, aber politisch. In der Aufstellungsversammlung der Vereinigten Wählergemeinschaften Kreis Kleve wurde er Anfang April in Uedem einstimmig zum Kreistagskandidaten für Bedburg-Hau gewählt.
BEDBURG-HAU. Das ArToll Kunstlabor lädt im Rahmen des Projektes Traces am Mittwoch, 7. Mai, um 19.30 Uhr zum Vortrag „Zeitzeugen 1939-1945: Menschen aus der Region erleben den Zweiten Weltkrieg“ von Clemens Reinders ein. Der aus Haldern stammende Autor zeigt Fotografien aus dem Zweiten Weltkrieg und erzählt dazu die Erlebnisse von Zeitzeugen. Zusammengefasst sind diese in dem jüngst im Agenda-Verlag erschienenen Buch „Zeitzeugen 1939 – 1945“. Mia Blazy erinnert sich beispielsweise an ihre Tätigkeit als Schwesternhelferin im Feldlazarett. Der Emmericher Hans Doerwald erzählt von einer denkwürdigen Nacht als Flakhelfer und Richtschütze. Walter Günther berichtet vom Kampf im Reichswald 1945. Und Hilde Jürgensen überlebt einen Tieffliegerangriff bei Wesel. Hochbetagte Menschen versetzen sich noch einmal in den Alltag im Deutschen Jungvolk der HJ bzw. in Erlebnisse beim Bund Deutscher Mädel. Vorweg: die Perspektive zweier Verfolgter des NS-Regimes. Der Jude Erich Sander flieht vor den Nazi-Häschern in einem Fußmarsch über die Pyrenäen, sein Cousin Helmut Sander überlebt die Hölle von Riga. Über die frühe Präsenz von NS-Organisationen referiert der Weseler Stadtarchivar Dr. Martin Roelen. Grundlage aller Texte sind Interview-Protokolle. Die Berichte schildern das Erlebte im exakten Wortlaut der Zeitzeugen. Der Vortrag im ArToll Kunstlabor, Zur Mulde 10, dauert etwa 90 Minuten. Der Eintritt ist frei. Traces ist ein Kunstprojekt, das im Kontext der Gedenkfeier „80 Jahre Freiheit“ den Spuren des Krieges nachgehen möchte. Traces ist eine Kooperation zwischen De Nieuwe Gang und ArToll Kunstlabor und wird von der Gemeinde Beuningen, der Provinz Gelderland und dem Interreg-Programm Deutschland-Niederlande und seinen Programmpartnern ermöglicht und von der Europäischen Union (EU) kofinanziert.
HAU. Bei strahlendem Sonnenschein und mit bester Laune waren am vergangegen Sonntag viele Menschen im Ortsteil Hau unterwegs: Der 6. Dorftrödelmarkt, organisiert vom Förderverein St. Antonius alte Kirche Hau und der KG Funkturm Hau, war ein voller Erfolg. Viele gebrauchte Stücke wechselten an dem Tag den Besitzer und bekamen ein zweites Leben geschenkt und der rege Handel und das bunte Treiben fühlte sich an wie ein großes Nachbarschaftsfest im Dorf. Wer die Vereine bei der ehrenamtlichen Organisation des Marktes unterstützen möchte, kann via Spenden oder mit dem Mitgliedsbeitrag viel bewegen. Die jeweiligen Informationen findet man schnell unter www.altekirchehau.de oder unter www.funkturmhau.de. Im nächsten Jahr findet der Dorftrödelmarkt, wie bisher, am Sonntag nach Ostern, also dem 12. Juni 2026, statt.
MOYLAND. Bei dem Familien-Workshop „Metallisches Experimentieren“ am Samstag, 24. Mai, um 11 Uhr im Museum Schloss Moyland erkunden Kinder zwischen vier und sieben Jahren und ihre Familien mit Alexandra Eerenstein den Schlosspark und seine unterschiedlichen Skulpturen aus Metall. Welche Metalle das sind, welche Eigenschaften Metalle haben und was man daraus machen kann, wird hier ausprobiert. Dieser Workshop ist Teil einer Kooperation des Museums Schloss Moyland mit dem Montessori Kinderhaus Familienzentrum Kleve-Kellen. Hinweis: Kinder können nicht alleine am Workshop teilnehmen und müssen von einer erwachsenen Person (Eltern, Großeltern) begleitet werden. Eintritt und Teilnahme am Workshop sind kostenfrei. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung bis zum 19. Mai mit Namen und Alter des Kindes, Anschrift, E-Mail und Telefonnummer per Mail an besucherservice@moyland.de erforderlich.
BEDBURG-HAU. Der internationale Tag des Baumes am 25. April ist seit langem ein fester Termin im gemeinsamen Kalender der Gemeinde Bedburg-Hau und der LVR-Klinik. In diesem Jahr pflanzten Bürgermeister Stephan Reinders und der Kaufmännische Direktor Holger Höhmann zwei Roteichen. Der Baum des Jahres 2025 gilt als besonders robust und klimaresistent. Aufgrund seiner Größe von bis zu 35 Meter Höhe wurde als Standort eine große Wiese am südlichen Rand des Klinikgeländes gewählt. Hier haben die Bäume perfekte Bedingungen, um zu wachsen. Die LVR-Klinik Bedburg-Hau betreibt einen nachhaltigen Garten- und Landschaftsbau, um den Charakter des parkähnlichen Geländes zu erhalten und heimischen Tieren einen wichtigen Lebensraum zu bieten. Dazu wurden in den letzten vier Jahren rund 10.000 insektenfreundliche Stauden gesetzt. Zudem beteiligt sich die Klinik an der Initiative „Mehr Bäume jetzt“, die wilde Setzlinge aus dem Klinikwald entnimmt, um sie andernorts einzupflanzen.
BEDBURG-HAU. Im Rathaus der Gemeinde Bedburg-Hau fand jetzt ein konstruktiver Austausch zwischen den Führungskräften der Freiwilligen Feuerwehr Bedburg-Hau und der Kreispolizeibehörde Kleve statt. Die Veranstaltung wurde initiiert von Klaus Elsmann, dem Leiter der Feuerwehr, und dem stellvertretenden Leiter Tobias Lamers sowie dem Pressesprecher der Kreispolizeibehörde, Polizeihauptkommissar Stefan Sparberg.