MOYLAND. Eins, zwei, drei – ein Kurator (Dr. Alexander Grönert), zwei Ausstellungen und drei Künstlerinnen. Ein strammes (und höchst unterschiedliches) Programm für Kopf und Augen, das im Museum Schloss Moyland ab Sonntag zu sehen ist.
MOYLAND. Für den Langen Donnerstag am 20. März haben die Museumsvolontärinnen Anna Sexton und Annika Hardy ein Murder-Mystery-Spiel entwickelt. Spannend und ein bisschen gruselig, passend zur aktuellen Ausstellung „There is a ghost in the room. For sure!“. Bevor alle auf Mörderjagd gehen, geben Janine Weigel, Leiterin des Joseph Beuys Archivs und der Museumsbibliothek, sowie Sarah Lampe, Leiterin der Abteilung Bildung & Vermittlung, den Besuchern Informationen über die Geschichte des Schlosses. Bei dem fiktiven Murder-Mystery-Spiel wird der Mörder von Henriette Jeanne Christine Baronesse van Neukirchen gen. Nijvenheim gesucht. Sie wurde tot in den unteren Gemächern des Schlosses aufgefunden. War es ihr Ehemann, die Gouvernante oder doch der Schlossverwalter? Es gibt viele Verdächtige, aber nur einen Täter oder eine Täterin. Die Besucher werden zu Detektiven: Sie bekommen Hinweise in Form eines Rätsels und Fragen, die sie beantworten müssen, um so den Mord aufklären zu können. Alle Teilnehmer, die das Rätsel lösen, bekommen ein Ausstellungsplakat geschenkt. Die Person, die das Rätsel zuerst löst, bekommt zwei Kombitickets für freien Eintritt in die Museen Moyland, Goch und Kurhaus Kleve. Der zweite Preis enthält einen Gutschein für Kaffee und Kuchen im Museumscafé Rocco‘s. Das Programm startet ab 18 Uhr. Die Bar Mezzogiorno hat ab 17 Uhr geöffnet. Hier erhalten Besucher ein Freigetränk. Der Eintritt und die Teilnahme am Programm sind frei. Das Museum ist bis 20 Uhr geöffnet.
BEDBURG-HAU. Am Sonntag, 23. März, lädt die Gemeinde Bedburg-Hau um 11 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung „Ziemlich sonnige Ansichten“ von Dr. Margot Berghaus im Rathaus ein. Die Vernissage verspricht ein inspirierendes Erlebnis, das den Gästen bis 13 Uhr einen ersten Blick auf die Werke ermöglicht, die anschließend bis zum 16. Mai im Rathaus ausgestellt sein werden. Das Meer, Landschaften, Tiere, menschliche Portraits, daneben allerlei Skurriles – das sind die Motive in den Fotografien und Gemälden. Vieles in den Bildern ist naturgetreu eingefangen und wiedergegeben, so in den stimmungsvollen Darstellungen vom Meer und von der niederrheinischen Landschaft. Daneben sind aber auch fantastische, sur-reale Arbeiten zu sehen. Da fliegt der Dackel im Möwenschwarm, der Baum im Garten Eden (eigentlich an der Niers fotografiert) strotzt von Früchten aller Art, und die gemalten Vogelfrauen tragen echte, ins Bild geklebte Vogelfedern im Haar. Für all das nutzt die Künstlerin ein breites Spektrum an darstellerischen Techniken: einerseits Fotografie, andererseits Ölmalerei, schließlich beides in Varianten und Kom-binationen. Dazu gehören digitale Bildbearbeitung und Fotomontagen am Computer sowie Vermischung von Fotografie und Malerei. Manchmal sind Motive aus klassi-schen Gemälden eingebaut: Albrecht Dürer im Selbstbildnis hat einen Hund mit ähnlicher Frisur auf dem Schoß und die lächelnde Mona Lisa ein grinsendes Äffchen; Caspar David Friedrichs Wanderer blickt nun nicht aufs Nebelmeer, sondern auf die Schwanenburg. Insgesamt bietet die Ausstellung ein breites Spektrum an Bildern und Motiven voll Farbe und Lebensfreude – durchweg ziemlich sonnige Ansichten.
MOYLAND. Am Freitag, 28. März, um 15 Uhr lernen Kinder im Grundschulalter mit der Kunstvermittlerin Ilka Sulten die Perspektive als spannendes Gestaltungselement kennen. In dem Workshop „Blickwinkel“ entdecken gehen sie zuerst gemeinsam in der Ausstellung „Marianne Pohl – Raum und Zeit“ auf Entdeckungstour und tauchen in die faszinierende Welt dieser Künstlerin ein. Sie lernen ihre einzigartigen Werke kennen. Im Anschluss gestalten die Kinder ein eigenes Kunstwerk mit ganz neuen Blickwinkeln. Marianne Pohl (1930–2010) studierte an der Kunstakademie Düsseldorf zunächst Malerei bei Gerhard Richter, bevor sie 1974 in die Klasse des „Universalkünstlers“ Klaus Rinke wechselte. Es lohnt sich, den großformatigen Zeichnungen, Büchern und Fotografien der Künstlerin Aufmerksamkeit zu schenken. In den 1970er Jahren wechselte Marianne Pohl von der Illusionskunst der Malerei zur Installation im Raum, um mit ihrer Kunst einen direkten Bezug zu den Dingen und Räumen ihrer Umgebung herzustellen. Heute, angesichts der fortschreitenden Virtualisierung unseres Alltags, scheinen die Beweggründe ihrer Entscheidung mehr denn je nachvollziehbar. Die Kosten betragen elf Euro, zehn Euro für Museumskids (jeweils inklusive Material). Anmeldung bis 20. März mit Namen und Alter des Kindes, Anschrift, E-Mail und Telefonnummer per Mail an besucherservice@moyland.de.
BEDBURG-HAU. In Bedburg-Hau konnte am Sonntag ein friedvoller Tulpensonntagszug gefeiert werden. Das Bedburg-Hauer Tulpensonntagskomitee möchte allen Zugteilnehmern, Besuchern und Unterstützern für die Teilnahme danken. Ein großer Dank gilt den Einsatzkräften der Feuerwehr Bedburg-Hau und des Roten Kreuzes aus Kleve. Ein ganz besonderer Dank gilt in diesem Jahr der Firma Biermann, die es dem BTK möglich machten, die erforderlichen mobilen Straßensperren am Wegesrand, zu stellen. Die Firma Biermann hat die Fahrzeuge zur Verfügung gestellt, die zur Absicherung des Zugweges dienten. Ebenfalls bedanken möchte sich das BTK bei der Lohnunternehmung Nielen und den freiwilligen Helfern, die die Fahrzeuge entsprechend platziert und bemannt haben. Ohne diese Hilfe hätte der Tulpensonntagszug nicht stattfinden können.
BEDBURG-HAU. Das Leben – was macht es lebenswert? Dieser spannenden Frage widmet sich „Gelungenes Leben – Eine musikalische Lesung“ am Samstag, 8. März, im Theater Mini-Art in Bedburg-Hau. Mit Passagen aus Axel Hackes Buch „Wozu wir da sind“ und einem vielfältigen musikalischen Programm schaffen Peter Eckartz und das Musiker-Duo Klara (Klaus Willwacher und Ralf Nieder) einen Abend voller Tiefe, Humor und Musik. Die Lesung folgt den Gedanken von Walter Wemut, einer Romanfigur, die seit Jahrzehnten Nachrufe schreibt und nun über das „gelungene Leben“ nachdenkt. Wemut reflektiert über Freunde, Popstars wie Leonard Cohen, seinen Friseur und das Glück ohne Glück. Die deutschsprachigen Songs und Chansons, darunter Stücke von Udo Lindenberg, Hildegard Knef, Wolf Biermann, Stoppok und Element of Crime, greifen die Texte auf und schaffen eine intensive Verbindung zwischen Literatur und Musik. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, Karten gibt es unter info@mini-art.de oder telefonisch 02821/ 811570, weitere Infos unter www.kle-musik.de.