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Vertreter der LVR-Klinik Bedburg-Hau freuten sich gemeinsam mit dem Vorstand der Deutsch-Polnischen Gesellschaft für seelische Gesundheit (DPGSG) auf ein interessantes Symposium (vordere Reihe, v.l.) Karl-Peter Röhl (Vorstand DPGSG, Vorsitzender Verein Papillon Kleve), Lukasz Cichocki (stellv. Vorstandsvorsitzender DPGSG, Ärztlicher Leiter, Babinski-Hospital Krakau), Ralf Aßfalg (Vorstandvorsitzender DPGSG, Pflegedirektor ZfP Südwürttemberg), (hintere Reihe, v.l.) Dr. Elmar Spancken (Vorstand DPGSG), Carsten Schmatz (Pflegedirektor, LVR-Klinik Bedburg-Hau), Holger Höhmann (Kaufmännischer Direktor, LVR-Klinik Bedburg-Hau), Thomas Feld (Vorstand DPGSG). Foto: LVR-Klinik Bedburg-Hau
30. September 2024 Von NN-Online · Bedburg-Hau

Annäherung und Austausch

Symposium der Deutsch-polnischen Gesellschaft für seelische Gesundheit

BEDBURG-HAU. Dieses Symposium ist anders als die anderen – und deshalb etwas Besonderes. „Bei der Tagung der Deutsch-polnischen Gesellschaft für seelische Gesundheit geht es nicht nur um psychiatrisches Wissen, sondern auch um Soziales, um Pflege, Psychologie und Ethik, um soziologische, philosophische und kommunale Aspekte – vor allem darum, wer die Verantwortung für die psychiatrische Versorgung trägt. Es bleibt festzuhalten: Die Entwicklung in der Psychiatrie ist enorm, die Anzahl der forensischen Patienten steigt“, schildert Ralf Aßfalg, Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft für seelische Gesundheit, kurz DPGSG.

Gemeinsam mit der LVR-Klinik Bedburg-Hau und dem Verein Papillon veranstaltete der Verein sein 33. Symposium für deutsche und polnische Teilnehmende aus unterschiedlichen Bereichen der Psychiatrie. Rund 120 Psychiater, Pflegekräfte, Sozialarbeiter, Psychologen und Angehörige reisten dazu in das Gesellschaftshaus der LVR-Klinik Bedburg-Hau. Sie erwartete ein höchst spannendes Programm. Dazu gehörten beispielsweise Texte forensischer Patienten, aber auch die Sicht einer Angehörigen auf die Ausgrenzung psychisch kranker Menschen. Eine der Referentinnen, eine Juristin aus Krakau, beleuchtete forensische Fragestellungen aus polnischer Sicht. Zur Entwicklung der forensischen Psychiatrie im Rheinland sprach Holger Höhmann, Vorstandsvorsitzender der LVR-Klinik Bedburg-Hau. Der Eröffnungsvortrag von Elmar Spancken und Ralf Seidel aus Mönchengladbach trug den Titel „Zwei alte Sozialpsychiater erinnern sich und stellen Fragen.“ Darin ging es um die enorme Entwicklung der Psychiatrie und darum, was aus früheren Ideen und Zielen wurde. Außerdem ist das Symposium dem Zusammenhang zwischen forensischer Psychiatrie, Akutpsychiatrie und Gemeindepsychiatrie auf den Grund gegangen.

Als die Deutsch-Polnische Gesellschaft für Seelische Gesundheit 1990 gegründet wurde, ging es vor allem um Annäherung, Austausch und deutsch-polnische Kontakte auf dem Gebiet der Psychiatrie. Seither veranstaltet die DPGSG in jedem Jahr ein Symposium, abwechselnd an verschiedenen Standorten in Deutschland und Polen. Darüber hinaus entstanden bereits in den Gründungsjahren rund 25 Partnerschaften zwischen Kliniken beider Länder. Im Jahre 1998 war die LVR-Klinik schon einmal Gastgeber für dieses Symposium, bei dem der sozialpsychiatrische Aspekt stets im Vordergrund steht. „Und natürlich spielen die Gemeinschaft, die langjährigen Kontakte und die sozialen Begegnungen ebenfalls eine wichtige Rolle“, freut sich Mit-Organisator und Vorstandsmitglied Karl-Peter Röhl.

Neben Gästen aus Deutschland und Polen nahm übrigens auch eine Delegation aus der ukrainischen Partnerklinik des LVR teil. Seit 2017 wird die Kulparkov in Lviv vom Landschaftsverband Rheinland durch regelmäßige Hilfslieferungen unterstützt. Seit Kriegsbeginn sind diese Spenden wertvoller denn je. Daher war es den ukrainischen Gästen ein besonderes Anliegen, sich persönlich bei LVR-Direktorin Ulrike Lubek zu bedanken.

Vertreter der LVR-Klinik Bedburg-Hau freuten sich gemeinsam mit dem Vorstand der Deutsch-Polnischen Gesellschaft für seelische Gesundheit (DPGSG) auf ein interessantes Symposium (vordere Reihe, v.l.) Karl-Peter Röhl (Vorstand DPGSG, Vorsitzender Verein Papillon Kleve), Lukasz Cichocki (stellv. Vorstandsvorsitzender DPGSG, Ärztlicher Leiter, Babinski-Hospital Krakau), Ralf Aßfalg (Vorstandvorsitzender DPGSG, Pflegedirektor ZfP Südwürttemberg), (hintere Reihe, v.l.) Dr. Elmar Spancken (Vorstand DPGSG), Carsten Schmatz (Pflegedirektor, LVR-Klinik Bedburg-Hau), Holger Höhmann (Kaufmännischer Direktor, LVR-Klinik Bedburg-Hau), Thomas Feld (Vorstand DPGSG). Foto: LVR-Klinik Bedburg-Hau

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