27 neue Wohnungen entstehen am Holländer See
Bauprojekt geht mit dem Spatenstich in die nächste Phase
Angesichts dessen, dass man einigen Wohnraum der Wohnungsgenossenschaft Geldern (GWS) vom Markt habe nehmen müssen, sei es laut Bürgermeister Sven Kaiser erklärtes Ziel, nun wieder etwas zur Entlastung der Wohnsituation beizutragen – mit Blick auf die Barrierefreiheit auch für Senioren, die heute noch in den älteren, nicht-barrierefreien GWS-Wohnungen leben. Mit dem Ansatz, den nicht-profitorientierten Wohnungsbau voranzutreiben, sehen die Verantwortlichen – neben der Stadt Geldern als Grundstückseigentümerin gehört dazu die Gelderner Baugesellschaft – auch eine Gelegenheit, die Mietpreissteigerung einzugrenzen.
Mit dem Bauvorhaben soll es zügig vorangehen: Als erstes beginnen nun im Februar die übrigen Kampfmittelsondierungen, Baugrundverbesserungsmaßnahmen und Erschließungsarbeiten auf dem Gelände. Die Rohbauarbeiten für das erste Wohngebäude sollen nach den Osterferien im April starten. Die übrigen Häuser würden sukzessive folgen, erklärt Jan Spickmann von der Gelderner Baugesellschaft. „Ende 2027 wollen wir mit dem Projekt fertig sein.“
Die Gesamtwohnfläche beträgt circa 1.692 Quadratmeter. Auf jedes Gebäude kommen fünf zwei-Zimmer-Wohnungen von 46 bis 64 Quadratmeter und vier Drei-Zimmer-Wohnungen mit 71 bis 75 Quadratmeter. Neben der erwähnten Barrierefreiheit – jedes Gebäude hat unter anderem einen Aufzug – kommen die Gebäude mit rot-braunem Klinker, Balkonen, einem Flachdach mitsamt PV-Anlage und Wärmepumpen daher. Neben Parkplätzen und Fahrradunterständen ist zudem ein Spielplatz geplant.
Auch an die Schallisolierung sei gedacht. Vor allem die benachbarte Feuerwehr habe sich im Schallgutachten in Gestalt einer entscheidenden gesetzlichen Schutzaufgabe bemerkbar gemacht, verrät Thomas Mutz von der Baugesellschaft. „Dagegen müssen wir die Mieter also schützen.“ Das Kuriose: Die angrenzende Bahnlinie hat diese dringliche Einstufung nicht erhalten.
Gleichzeitig verweisen die Verantwortlichen auf die Standortvorteile. Dazu gehören die (mitunter relativ) kurzen Wege zu den umliegenden Kitas, weiterführenden Schulen, zum nächsten Supermarkt, zum Bahnhof und die Innenstadt.
In die Vermarktung der neuen Wohnungen möchte die Stadt Geldern etwa sechs Monate vor ihrer Fertigstellung gehen, verrät Britta Biela vom städtischen Immobilienbetrieb. Schon jetzt kann man sich aber auf eine Interessentenliste setzen lassen, um über den Beginn der Vermarktung informiert zu werden: per Mail an vermietung@geldern.de.
Da es sich um geförderten Wohnungsbau handelt, wird nicht nur der Mietpreis günstiger ausfallen, die Wohnungen stehen außerdem nur Menschen mit Wohnberechtigungsschein zur Verfügung. Die Fördersumme aus Bundes- und Landesmitteln beträgt 5,2 Millionen Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 7,4 Millionen Euro.
Das Bauprojekt am Holländer See ist nicht das einzige seiner Art in Geldern. Für die acht neuen Wohnungen über der St.-Raphael-Kita habe die Stadt die Zusage für den vorzeitigen Maßnahmenbeginn erhalten. TLMit dem Spatenstich gehen die Arbeiten für das Projekt „Wohnen am Holländer See“ in die nächste Phase. NN-Foto: T. Langer