2.000 Euro für die Weezer Wildtierauffangstation
Verein „Unser Reichswald“ spendet für den Tierschutz
Der Verein Unser Reichswald wurde im August 2024 gegründet, um im Rahmen des Bürgerentscheids über die Ausweisung des Reichswalds als Nationalpark die Bürger im Kreis Kleve über die Nachteile einer Nationalparkausweisung zu informieren. Mit der mehrheitlichen Entscheidung gegen die Einrichtung eines Nationalparks hat sich der Zweck des Vereins erledigt. Vorstand und Mitgliederversammlung hatten entschieden, gemäß ihrer Satzung den wesentlichen Teil der verbliebenen Spendengelder an die Wildtierauffangstation mit Sitz in Weeze zu übergeben.
Der Verein „Unser Reichswald“ hat sich nach der Nationalpark-Debatte neu aufgestellt und sich zur Aufgabe gemacht, über den großen Wirtschaftswald im Norden des Kreises Kleve vor allem durch Führungen zu informieren und den Bürgern den Reichswald näherzubringen.
Die Wildtierauffangstation zur Rettung von Wildtieren im Kreis Kleve mit Sitz in Weeze besteht seit nunmehr 28 Jahren. Das Team um den Jäger und Falkner Wilhelm Schnabel setzt sich für den Schutz und die Rettung von Wildtieren ein.
In der Station werden in Not geratene Wildtiere aufgenommen, gepflegt und soweit möglich wieder ausgewildert. Schnabel verfügt als geprüfter zoologischer Tierwirtschaftsmeister über die erforderliche Sachkunde, um eine Wildtierauffangstation zu betreiben. Die Station besitzt ebenfalls eine Zoogenehmigung des Kreises Kleve, um Tiere jeder Art aufzunehmen und zu versorgen.
Die privat betriebene Wildtierauffangstation wird durch den Kreis Kleve sowie dem im Jahr 2017 gegründeten Förderverein Wildtierauffangstation im Kreis Kleve finanziell unterstützt. Mitglieder des Fördervereins sind neben dem Kreis Kleve und der Standortgemeinde Weeze die Kreisjägerschaft, die beiden Kreisbauernschaften, die Bezirksgruppe des Waldbauernverbandes, der Rheinische Fischereiverband sowie einige Persönlichkeiten wie Friedrich Graf zu Eulenburg, der die Örtlichkeit der Station zur Verfügung stellt.
Wilhelm Schnabel als Leiter der Station sowie Max von Elverfeldt als Vorsitzender des Fördervereins appellieren an die Bevölkerung, nur Wildtiere, die offensichtlich verwundet sind oder Jungtiere, die neben einem toten Elterntier aufgefunden werden, zur Wildtierauffangstation zu bringen. Vermeintlich allein gelassene Jungtiere und auch Jungvögel sollte man unbedingt in Ruhe lassen und auf gar keinen Fall anfassen oder gar aufnehmen. Das Elterntier ist meist nicht weit und kümmert sich selbst um sein Junges. Ein Jungtier, auf das menschliche (feindliche) Gerüche übertragen wurde, wird hingegen von seinem Elterntier meist nicht angenommen und muss dann verhungern. Deshalb der Appell: Jungtiere unbedingt in Ruhe lassen. Bei Unsicherheiten kann gerne über die Hotline der Wildtierauffangstation unter Telefon 0049/1709725405 täglich von 8 bis 18 Uhr fachlicher Rat eingeholt werden.
Über 700 Wildtiere werden jedes Jahr aufgenommen und gepflegt. Die Kosten für Futter, Material und Personal sind hoch. Der Förderverein ist auf Spenden angewiesen. Wer dem Förderverein der Wildtierauffangstation eine Spende zukommen lassen will, kann dies gerne tun.
Alle Infos dazu gibt es unter www.wildtierauffangstation-niederrhein.de.