"Realschule an der Fleuth in Geldern, moderne Architektur, Brillux"
22. Juni 2026 Von NN-Online · Niederrhein

141 inspirierende Beispiele für zukunftsweisendes Bauen

Tag der Architektur in Nordrhein-Westfalen – auch im Gelderland

GELDERLAND. Neue Architektur hautnah erleben, Inspiration finden und Ideen für eigene Bauprojekte entwickeln – die Gelegenheit dazu bietet am 27. und 28. Juni wieder der „Tag der Architektur“.

An diesem Wochenende stehen in Nordrhein-Westfalen 141 Wohnhäuser, Quartiere, Gärten und Grünanlagen in 76 Städten und Gemeinden für Besucher offen. Von Wohnungen in einer umgebauten Scheune über neue Wohnkomplexe auf ehemaligen Brachflächen bis hin zu universitären Forschungszentren, einem Campus für Digitalisierung, Kirchenumnutzungen und Experimentalbauten reicht die Vielfalt der Besichtigungsobjekte. Alle Projekte sind mit allen Infos und Fotos in einem kompakten Booklet dokumentiert und in einer Online-Datenbank unter www.aknw.de/tda recherchierbar.

„Was mich an den 141 Projekten dieses Jahrgangs besonders freut: Die Mehrzahl sind keine Neubauten, sondern entwickeln den Gebäudebestand weiter“, sagt Katja Domschky, Präsidentin der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen. „Die Planenden haben Bestehendes weitergedacht – klug, nachhaltig, mit Respekt vor dem, was schon da war. Das ist kein Kompromiss, das ist Haltung.“ So werde graue Energie, die in bestehenden Gebäuden gespeichert ist, sinnvoll weitergenutzt. „Qualitäten erhalten statt abreißen: Das sind die Antworten unseres Berufsstands auf die Herausforderungen unserer Zeit“, unterstreicht die Präsidentin der größten deutschen Architektenkammer.

In Nordrhein-Westfalen jährt sich der Tag der Architektur zum 31. Mal. Seit 1996 zieht das Event alljährliche viele Tausend architekturbegeisterte und bauinteressierte Menschen an, die aktuelle gestalterische Entwicklungen, innovative Planungsansätze und technische Lösungen rund um das Bauen und Wohnen kennenlernen und sich mit den Planenden austauschen wollen.

Friedhofskapelle in Walbeck

In Walbeck präsentiert die Gelderner Bau Gesellschaft am Sonntag, 28. Juni, von 12 bis 14 Uhr die neue Friedhofskapelle an der Kevelaerer Straße 21 in Walbeck. Eine Führung beginnt um 12 Uhr, Treffpunkt ist vor der Kapelle. Die in den 1950er-Jahren errichtete und Ende der 1980er-Jahre erweiterte Friedhofskapelle in Walbeck wurde umfassend saniert und behutsam weiterentwickelt. Die bislang zu klein bemessene Trauerhalle erhielt eine helle, moderne und großzügige Erweiterung, die nun Platz für bis zu 30 Sitzplätze bietet. Durch die offene und zugängliche Gestaltung entstand ein würdevoller Ort mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, der sowohl kleinen als auch größeren Trauerfeiern einen angemessenen Rahmen gibt.
"Friedhofskapelle Walbeck bei Sonnenuntergang, historische Architektur, Foto von Ernst-C. Gerats"

Die Friedhofskapelle Walbeck. Foto: Ernst-C. Gerats Foto: Ernst-Christian Gerats

Neubau einer Realschule

In Geldern öffnet die Realschule Realschule an der Fleuth, Am Rodenbusch 19 b, am Samstag, 27. Juni, von 10 bis 14 Uhr ihr Türen für interessierte Besucher. Der Neubau der dreizügigen Realschule bietet Raum für 540 Schüler mit Fachräumen für Kunst, Werken, Musik, Hauswirtschaft, Chemie, Physik und Informatik. Den zentralen Anlaufpunkt bildet das Foyer, welches gleichzeitig Eingang, Pausenhalle und Veranstaltungshalle ist. Dieses ist offen gestaltet und verbindet die Funktionsbereiche der Schule im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss. Zusätzlich ist im ersten Obergeschoss ein Selbstlernzentrum mit Bibliothek angegliedert. Diese besondere Funktion ist auch von außen am Baukörper deutlich abzulesen.

Jugend- und Verwaltungszentrum Kevelaer

Auch das neue Jugend- und Verwaltungszentrum Kevelaer an der Kroatenstraße 85 präsentiert sich am Samstag, 27. Juni, von 11 bis 14 Uhr. Führungen werden um 11, 12 und 13 Uhr angeboten. Das neue Jugend- und Verwaltungszentrum der Wallfahrtsstadt Kevelaer ist ein Gebäudeensemble, bestehend aus der sanierten ehemaligen Virginia-Satir-Schule und dem sich L-förmig angegliederten Neubau. Der regionaltypisch verklinkerte Altbau mit Satteldach kontrastiert dabei mit der dynamischen Erweiterung mit Holz- und Pfosten-Riegel-Fassade. Funktional teilt sich der Bau auf die städtischen Verwaltungsräume und das Jugendzentrum Kompass.
"Jugend- und Verwaltungszentrum Kevelaer, modernes Gebäude, Foto von Jürgen Schmidt, Köln"

Das Jugend und Verwaltungszentrum Kevelaer. Foto: Jürgen Schmidt, Köln

Die Realschule an der Fleuth in Geldern. Foto: Brillux

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