Zwei preisgekrönte Musiker
Kammerkonzert mit Weltklassegeiger Niek Baar in der Stadthalle
KLEVE. Seit er mit 16 Jahren sein Solodebüt mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra gab, ist der niederländische Geiger Niek Baar ein international gefragter Solist. Er konzertierte in Sälen wie der Philharmonie Berlin, dem Gewandhaus Leipzig, dem Münchner Gasteig, dem Concertgebouw Amsterdam und dem Oriental Centre Shanghai. Am 13. Oktober um 20 Uhr kann man den Weltklassemusiker gemeinsam mit seinem langjährigen Klavierpartner Ben Kim – ebenfalls in renommierten Häusern wie der Carnegie Hall und der Berliner Philharmonie zu Gast – in der Klever Stadthalle erleben.
Die beiden preisgekrönten Musiker bringen vier sehr unterschiedliche Werke des 19. und frühen 20. Jahrhunderts mit. Ein wahrer Wirbelsturm ist die Violinsonate von Francis Poulenc: Der französische Avantgarde-Komponist schrieb sie im Andenken an den Dichter Federico García Lorca, der im spanischen Bürgerkrieg von Francos Faschisten erschossen wurde. Wunderbar klangvoll ist César Francks Sonate A-Dur, ein Hochzeitsgeschenk für Stargeiger Eugène Ysaye, die bis heute zu den beliebtesten Violinsonaten überhaupt gehört.
Auf engstem Raum macht der Schönberg-Schüler Anton Webern spannende musikalische Kontraste hörbar: Seine Vier Stücke op. 7 dauern insgesamt kaum fünf Minuten. Franz Schuberts tiefe und innige Fantasie C-Dur wurde bei ihrer Uraufführung von den Kritikern verrissen, obwohl – oder gerade weil – jede Note unverkennbar seine Handschrift verrät. Um 19 Uhr gibt Daniel Ziegler die Konzerteinführung im Gespräch mit Niek Baar. Das Konzert wird vom WDR mitgeschnitten und live übertragen.
Tickets für 18 Euro (fünf Euro für Schüler und Studierende) gibt es an der Rathaus-Info, an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie online bei Reservix.