Zwei Ordnungshüter für die Gemeinde Alpen
Sonja Meyer und Benjamin Statetzny sollen für mehr Sicherheit sorgen
Zuletzt musste sich die Gemeinde Alpen immer häufiger mit diesen Themen beschäftigen. „Das hat definitiv zugenommen“, sagt auch Alpens Bürgermeister Thomas Ahls. Es gab etwa rechtsradikale Schmierereien am Schulzentrum und regelmäßige Vandalismus-Schäden an den öffentlichen Toilettenanlagen am ehemaligen Edeka-Markt im Ortskern Alpen, die deshalb sogar ganz geschlossen werden mussten. Bislang arbeitete die Gemeinde Alpen allerdings nur mit privaten Sicherheitsdiensten zusammen. Der Aufwand sei jedoch immer größer geworden, sodass sich die Gemeinde schließlich dazu entschloss, zwei eigene Sicherheitsmitarbeiter zu beschäftigen.
Meyer und Statetzny sind beide für jeweils 15 Stunden pro Woche angestellt. „Wir werden bei ihren Dienstplänen darauf achten, dass sie immer zu unterschiedlichen Zeiten im Dienst sind und damit nicht immer zur selben Zeit am selben Ort sein werden“, erklärt Fachbereichsleiter Ludger Funke.
In den allermeisten Fällen sollen Meyer und Statetzny zusammen ausrücken. Das sei auch zum eigenen Schutz wichtig, wie Statetzny betont. „Da geht es auch darum, im Zweifel einen Zeugen zu haben“, ergänzt der Gelderner. Zum reinen Knöllchenschreiben, wozu die beiden ebenfalls angestellt wurden, könnten beide zukünftig aber auch allein auf die Straße geschickt werden. Parksünder sollen so in Zukunft häufiger als bisher ermahnt werden.
Beide bringen bereits reichlich Erfahrung im Sicherheitsdienst mit. Meyer war bereits für eine andere Kommune in diesem Bereich tätig, Statetzny für Sicherheitsdienste. Er verfüge unter anderem über den großen Schein im Sicherheitsdienst. Zudem sei bewusst ein Mann und eine Frau angestellt worden. „Das kann man sicherlich nicht verallgemeinern, aber manchmal haben Frauen mehr Fingerspitzengefühl. Gutes Durchsetzungsvermögen können sowohl Männer als auch Frauen haben“, sagt Ahls, der früher selbst Polizist war. Zudem könne eine Frau besser eine andere Frau durchsuchen, falls dies notwendig sei.
Ihren ersten ganz großen Einsatz werden die beiden über die Karnevalstage haben, wo sie an Karnevalsamstag und -sonntag sowie am Rosenmontag bei den jeweiligen Karnevalsumzügen im Einsatz sein sollen. Ihre Kernaufgabe werde aber darin liegen, an berüchtigten Orten wie dem Schulzentrum auch an den Abendstunden nach dem Rechten zu sehen und so Vandalismus und anderen Straftaten in Zukunft vorzubeugen. Dabei dürfen sie zum Beispiel auch Personen festhalten und ihre Personalien aufnehmen. Im Zweifel würden sie aber auch die Polizei zur Hilfe rufen. „Die Polizei hat oftmals nochmal eine andere Wirkung. Sie ist von der Psychologie her für viele etwas Besonderes. Da ist der Respekt größer“, weiß Alpens Bürgermeister Ahls als ehemaliger Polizist natürlich ganz genau. Um den beiden Ordnungshütern aber eine zusätzliche Akzeptanz zu verschaffen, wurden auch ein Fahrzeug für das Ordnungsamt angeschafft. „Damit sollen die beiden auch als Ordnungsbehörde wahrgenommen werden“, betont Ahls.
Mit diesem Fahrzeug werden Sonja Meyer und Benjamin Statetzny in Zukunft vor allem zusammen unterwegs sein. Dabei gehe es allerdings nicht nur darum, für Recht und Ordnung zu sorgen, sondern auch um der Bevölkerung in diesen Zeiten ein sicheres Gefühl zu geben – auch wenn es in der Gemeinde Alpen bislang vergleichsweise immer noch ruhig sei. Sabrina PetersAlpens Bürgermeister Thomas Ahls, Sonja Meyer und Benjamin Statetzny (v.l.) mit dem neuen Fahrzeug des Ordnungsamtes der Gemeinde Alpen. NN-Foto: SP
Redakteurin in Xanten, Kalkar, Rheinberg und Alpen sowie Büderich und Ginderich