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Peter Hinze, Bürgermeister der Stadt Emmerich. Foto: MVO
21. Dezember 2024 Von NN-Online · Emmerich

„Zeit der Besinnung und der Dankbarkeit“

Grußworte zu Weihnachten vom Emmericher Bürgermeister Peter Hinze

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Weihnachtsfest steht vor der Tür, und das Jahr 2024 neigt sich seinem Ende zu. Es ist eine Zeit, innezuhalten und zurückzublicken, auf das, was war, aber auch auf das, was vor uns liegt. In diesem besonderen Moment möchte ich Sie einladen, mit mir auf die wichtigsten Ereignisse des Jahres in Emmerich zu schauen und einen Ausblick auf das kommende Jahr zu wagen.

2024 war ein Jahr, das uns in vielerlei Hinsicht gefordert, aber auch gestärkt hat. Besonders bewegend war der 80. Jahrestag der Bombardierung Emmerichs am 7. Oktober. In einer würdigen und eindringlichen Gedenkveranstaltung haben wir in der Martinikirche gemeinsam der Opfer gedacht und die Erinnerung an dieses dunkle Kapitel unserer Stadtgeschichte wachgehalten. Solche Momente des Innehaltens zeigen mir, wie wichtig es ist, dass wir die Lehren aus der Vergangenheit bewahren und für eine friedliche Zukunft eintreten.

Zwei weitere besondere Momente des Jahres waren für mich die Verleihung der Ehrenplakette der Stadt an Rüdiger Helmich und Herbert Kleipaß. Mit ihrem langjährigen Engagement für das Rheinmuseum, den Geschichtsverein und den Schwimmclub Hellas haben diese beiden Persönlichkeiten im wahrsten Sinne des Wortes „Vorbildliches“ geleistet. Ihre Hingabe zeigt, dass Ehrenamt nicht nur ein Pfeiler unserer Gesellschaft ist, sondern auch das Herzstück unseres städtischen Lebens. Ihre Geschichten sind eine Erinnerung daran, wie wertvoll es ist, sich für die Gemeinschaft einzusetzen, und ich hoffe, dass ihr Beispiel viele von uns inspiriert.

Auch der Blick auf die Entwicklung unseres Hafens gibt Anlass zur Zuversicht. Der Abbau der alten Kranbrücke markierte in diesem Jahr den Beginn eines der zentralen Infrastrukturprojekte für Emmerich. Mit der neuen Brücke wird nicht nur die Leistungsfähigkeit unseres Hafens gesteigert, sondern auch die Grundlage für zukünftiges wirtschaftliches Wachstum gelegt. Gerade in Zeiten, in denen wir immer wieder vor finanziellen und strukturellen Herausforderungen stehen, ist es wichtig, mutige Schritte in die Zukunft zu gehen und die Weichen für kommende Generationen zu stellen.

Doch 2024 war nicht nur von Fortschritt geprägt. Es war auch ein Jahr voller Krisen und Unsicherheiten, die uns als Gesellschaft vor Herausforderungen gestellt haben. Die globale Lage – von anhaltenden Konflikten wie dem Krieg in der Ukraine bis hin zu den Folgen des Klimawandels – führt uns vor Augen, wie zerbrechlich Frieden und Stabilität sein können. Auch in Deutschland stehen wir mit den bevorstehenden Bundestagswahlen vor wichtigen Entscheidungen. In Zeiten wie diesen müssen wir uns fragen, was wirklich zählt: Solidarität, Gemeinschaft und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – nicht nur für uns selbst, sondern auch für die, die weniger haben oder weniger stark sind.

Diese Prinzipien sollten auch unser Handeln hier in Emmerich leiten. Für das kommende Jahr 2025 stehen große Projekte an, die sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich bringen. Besonders hervorheben möchte ich die Sanierung des Geistmarktes und des Rathausvorplatzes. Weniger Verkehr, mehr Grün und eine höhere Aufenthaltsqualität – dieses Projekt wird nicht nur das Gesicht unserer Innenstadt verändern, sondern auch das Zusammenleben in unserer Stadt bereichern. Natürlich wissen wir, dass solche Vorhaben angesichts knapper finanzieller Mittel keine leichte Aufgabe sind. Doch mit Kreativität und dem Engagement aller können wir es schaffen, Impulse für Wirtschaft, Handel und Gesellschaft zu setzen.

Sehr gefreut hat mich, dass es gelungen ist, dass es für das St. Willibrord-Spital in Emmerich eine Perspektive gibt. Das ist ein wichtiger Meilenstein für die Gesundheitsversorgung in der Stadt und der gesamten Region. Ich habe selbst erleben dürfen, dass sich zahlreiche Menschen – ob Landrat, Mitarbeitende und Bürgerinnen – mit großem persönlichen Einsatz für den Erhalt des Krankenhauses eingesetzt haben. Ihnen muss unser aller Dank gelten.

Für mich persönlich ist dieses Weihnachtsgrußwort ein Besonderes, denn es wird mein letztes in meiner Funktion als Bürgermeister sein. Nach zehn Jahren endet meine Amtszeit im Oktober 2025. Diese Jahre waren eine Zeit des Lernens, des Gestaltens und des gemeinsamen Wachstums. Es waren nicht immer einfache Zeiten, aber sie waren erfüllt von Momenten, die mich tief berührt und geprägt haben. Ich bin dankbar für das Vertrauen, das Sie mir entgegengebracht haben, und werde die vielen Begegnungen mit Ihnen stets in guter Erinnerung behalten.

In dieser besonderen Zeit des Jahres möchte ich auch an jene Menschen denken, die die Feiertage nicht in Gesellschaft verbringen können. Weihnachten ist für viele eine Zeit der Freude, doch für manche kann es auch eine Zeit der Einsamkeit sein. Ein Sprichwort, das ich sehr passend finde, lautet: „Die größten Geschenke des Lebens sind die kleinen Gesten, die von Herzen kommen.“ Vielleicht können wir uns alle in diesen Tagen fragen, ob es jemanden in unserem Umfeld gibt, dem wir ein wenig Licht und Wärme schenken können – sei es durch einen Anruf, eine Einladung oder einfach ein freundliches Wort. Es liegt oft in den kleinen Dingen, Großes zu bewirken.

Zum Abschluss dieses Grußwortes möchte ich Sie dazu einladen, die Weihnachtszeit für das Wesentliche zu nutzen: Zeit mit Familie und Freunden, ein Moment der Besinnung und der Dankbarkeit. Mögen die festlichen Tage von Frieden, Freude und Zuversicht erfüllt sein. Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen vor allem Gesundheit, Glück und viele schöne Begegnungen.

Lassen Sie uns gemeinsam in ein neues Jahr starten – mit Mut, Hoffnung und dem festen Glauben an das, was wir zusammen erreichen können.

Frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr!

Herzlichst

Ihr Peter Hinze

Peter Hinze, Bürgermeister der Stadt Emmerich. Foto: MVO

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