Xanten: Hotelbau liegt im Zeitplan
Investor informierte Unternehmer beim Netzwerktreffen über das Vorhaben
XANTEN. Das Thema traf anscheinend auf breites Interesse. Zum ersten „Netzwerktreffen Xanten Wirtschaft“ der Wirtschaftsförderung Xanten kamen am Donnerstagmorgen etwa 100 geladene Unternehmer in den Xantener Ratssaal. Sie nutzten zwar auch die Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch, aber im Mittelpunkt der Premieren-Veranstaltung stand aber ein Impulsvortrag von Ralf Wetzler zum aktuell entstehenden Hotelprojekt direkt am Kreisverkehr „Am Rheintor“ in Xanten – und das ist schon weit fortgeschritten.
Bereits im Dezember 2022 hat die Aixact Immobilien GmbH das Grundstück „Am Rheintor“ erworben. Ein Jahr später – im Dezember 2023 – erhielt sie schließlich die Baugenehmigung. Im dritten Quartal des Jahres 2024 erfolgte der erste Spatenstich und mittlerweile lässt das Betongerüst bereits deutlich erkennen, dass hier etwas Größeres entsteht. Rund elf Millionen Euro investiert die Aixact Immobilien GmbH in das neue Hotel in der Domstadt, das sie unter der Marke „IN2 the Hotel“ selbst betreiben wird und aktuell gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Planbar aus dem Saarland, das sich für den kompletten technischen Bereich verantwortlich zeichnet, selbst realisiert. Die 74 Zimmer, die platzmäßig auf Aufenthalte für zwei bis drei Nächte ausgerichtet sein werden, sollen bereits im Frühjahr des kommenden Jahres bezugsfertig sein. „Wir sind voll im Zeitplan“, verkündete Ralf Wetzler, Geschäftsführer der Aixact Immobilien GmbH mit Sitz in Aachen, vor der Xantener Unternehmerschaft.
„Der Hotel-Neubau ist ein Gewinn für unsere Stadt“, betonte derweil Xantens Bürgermeister Thomas Görtz, der es überdies bedauerte, dass die Premiere des „Netzwerktreffens Xanten Wirtschaft“, das auf Wunsch der Unternehmerschaft entstanden ist, nicht im Hotelbau stattfinden konnte. „Der Estrich ist noch nicht trocken“, lautete aber die plausible Begründung dafür. Das „IN2 the Hotel“ sei jedoch eine sinnvolle Ergänzung des bestehenden Angebots in Xanten. „Ein Hotel in dieser Größe – mit 74 Zimmern – haben wir aktuell noch nicht“, sagte Görtz. Dabei werde die Stadt Xanten als Tourismus-Ort immer beliebter: „Die Übernachtungszahlen steigen seit Jahren kontinuierlich“, erinnerte Görtz. Dass die Zahlen nicht noch weiter gestiegen seien, liege ganz einfach daran, dass das bisherige Bettenkontingent ausgeschöpft sei. Das „IN2 the Hotel“ komme also genau richtig. Es stelle aber nicht nur deshalb ausdrücklich keine Konkurrenz für die bisherigen Xantener Unternehmen dar: Die heimische Gastronomie werde von dem Hotel ebenso profitieren wie die gesamte Xantener Innenstadt, war Görtz überzeugt.
Auch Wetzler betonte in seinem Impulsvortrag, dass Xanten der richtige Standort für das neue Projekt seines Unternehmens sei: „Der Standort im Dreieck zwischen der historischen Innenstadt, dem APX und der Xantener Südsee ist ideal für ein Hotel unserer Zielgruppe.“ Zusätzlich zu mehreren PKW-Stellplätzen und PKW-Ladesäulen sind daher auch Fahrradräume mit Platz für bis zu 70 Fahrrädern für sicheres Parken geplant. Der Niederrhein eigne sich einfach „hervorragend für Fahrrad-Ausflüge“, wie Wetzler in seinem Impulsvortrag erwähnte.
Das Hotel-Gebäude werde zur Innenstadt hin zwei- und nach hinten drei-geschossig gebaut sein. Die Zimmer im Erdgeschoss sollen sogar über eine Terrasse zum Garten hin verfügen. Darüber hinaus beinhalte das Gebäude eine großzügige Lobby, einen Empfang mit online Check-In, einen Loungebereich, einen Workingspace, einen Well-Fit Bereich mit Fitnessgeräten und Sauna sowie ein Restaurant für Hotelgäste mit Außenterrasse verfügen, in dem morgens Frühstück angeboten werde. Das komplette Angebot – inklusive des Wellness-Bereiches – richte sich allerdings ausschließlich an Hotelgäste. Das habe auch mit der Klage einer Anwohnerin zu tun, wie Görtz erklärte. Aufgrund dessen habe man Kompromisslösungen finden müssen.
Allerdings ist auf dem Gelände „Am Rheintor“ noch mehr geplant als „nur“ ein Hotel. Momentan laufe ein Planverfahren zur Umsetzung der Idee eines Gesundheitszentrums mit Reha-Angebot, Tagespflege und betreutem Wohnen, wie Görtz ebenfalls berichtete. Dies solle direkt neben dem Hotel gebaut und vom St. Josef-Hospital in Xanten als Pächter geführt werden. Inhaber und Bauträger soll ebenfalls die Aixact Immobilien GmbH sein. Davon könnten auch die Xantener Bürger unmittelbar profitieren. Doch das alles liege noch in weiter Ferne. Zunächst stehe das Hotel im Fokus, das im Frühjahr 2026 eröffnet werden soll. Und dafür liege man gut im Zeitplan. Sabrina Peters
Der Ratssaal in Xanten war zum ersten „Netzwerktreffen Wirtschaft Xanten“ gut gefüllt. NN-Foto: SP
Das Hotel, das derzeit „Am Rheintor“ entsteht, soll im Frühjahr eröffnet werden. NN-Foto: Theo Leie
Redakteurin in Xanten, Kalkar, Rheinberg und Alpen sowie Büderich und Ginderich