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Wollen die Wohnraumsituation für Frauen in aktuten Notlagen verbessern: (v.l.n.r) Katrin Geraths, Verena Pichmann, Nicole Zigan und Christiane Peulen. Foto: SkF
12. Juni 2025 Von NN-Online · Kevelaer

Wohnen in Sicherheit

Kevelaer: Die Suche nach Lösungen für wohnungssuchende Frauen läuft

KEVELAER. Die Wohnraumsituation für Frauen in akuten Notlagen spitzt sich weiter zu. Immer mehr Betroffene von häuslicher Gewalt, aber auch Frauen nach Trennungen oder Eigenbedarfskündigungen stehen vor dem existenziellen Problem: Sie finden keine bezahlbare Wohnung.

Vor diesem Hintergrund traf sich in der vergangenen Woche Christiane Peulen, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kevelaer, mit Mitarbeiterinnen des Sozialdienstes katholischer Frauen im Kreis Kleve (SKF): Nicole Zigan und Verena Pichmann von der Frauenfachberatungsstelle, Katrin Geraths Mitarbeiterin im Projekt „Endlich ein Zuhause“, und Karin Schlebusch, Mitarbeiterin vom Ambulant betreuten Wohnen (BeWo).

Die Mitarbeiterinnen des SKF berichten von einem deutlich gestiegenen Bedarf an sicherem Wohnraum, insbesondere bei Frauen, die nach erlebter Gewalt dringend aus ihrer Wohnung fliehen müssen. Aber auch Frauen, die sich nach einer Trennung neu orientieren oder von Eigenbedarfskündigungen betroffen sind, geraten zunehmend unter Druck. „Wir beobachten eine besorgniserregende Entwicklung“, so Nicole Zigan vom SKF. „Ohne bezahlbaren Wohnraum geraten viele Frauen in existenzielle Notlagen. Unsere Beratung endet oft dort, wo wir keine Wohnperspektive anbieten können.“

Der SKF ruft Vermieter in der Region Kevelaer dazu auf, Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Auf Wunsch begleitet der SKF den gesamten Vermittlungsprozess, steht beiden Seiten als vermittelnde Ansprechperson zur Verfügung und sorgt für ein verbindliches, wertschätzendes Miteinander.

„Wir möchten Vertrauen schaffen“, betont Katrin Geraths. „Vermieter, die uns Wohnraum anbieten, können sicher sein, dass wir die Frauen eng begleiten und im Bedarfsfall unterstützen. Es braucht dieses Netzwerk, um Chancengleichheit und Sicherheit für Frauen zu ermöglichen.“

Interessierte Vermieter können sich direkt an Katrin Geraths wenden. Sie ist Ansprechpartnerin im Projekt „Endlich ein Zuhause“, das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie dem Kreis Kleve gefördert wird. Mit Unterstützung des Kreises Kleve wurde das Projekt Endlich ein Zuhause kürzlich verlängert. In Kevelaer steht derzeit das Übergangswohnhaus „Hopes“ zur Verfügung, in dem Frauen in geschütztem Rahmen unterkommen können. Doch mit lediglich sechs Wohnungen ist die Kapazität bei weitem nicht ausreichend, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden.

„Es ist ein Anfang – aber längst nicht genug“, sagt Verena Pichmann. „Wir brauchen die Mithilfe der Gesellschaft, damit Gewaltbetroffene einen sicheren Neuanfang wagen können.“

Kontakt für Vermieter: Katrin Geraths, Projekt Endlich ein Zuhause – SKF im Kreis Kleve, Telefon 02832/9748481, E-Mail: k.geraths@skf-kleve.de.

Kontakt für hilfesuchende Frauen: Nicole Zigan, Frauenfachberatungsstelle, Telefon: 02832/9763565, E-Mail: n.zigan@skf-kleve.de.

Der SkF lädt darüber hinaus am Mittwoch, 25. Juni, ab 14 Uhr interessierte Vermieter sowie Frauen mit ihren Kindern zum Picknick in den Solegarten ein und beantwortet Fragen und informiert über die Angebote. Weitere Informationen: www.skf-kleve.de.

Wollen die Wohnraumsituation für Frauen in aktuten Notlagen verbessern: (v.l.n.r) Katrin Geraths, Verena Pichmann, Nicole Zigan und Christiane Peulen. Foto: SkF

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