Veranstalter, Kreis-Vertreter, Sponsoren und Kalkars Bürgermeisterin Alexandra Schacky freuen sich gemeinsam auf den achten Niederrhein Triathlon am Wisseler See. NN-Foto: SP
18. Juni 2026 · Sabrina Peters · Kalkar

Wissel: Niederrhein Triathlon zieht zum Fingerhutshof um

Neue Wechselzone, direkter Wasserstart und 1250 Teilnehmer: Beim Triathlon am Wisseler See stehen 2026 zahlreiche Neuerungen bevor

WISSEL. Der Herbrand Niederrhein Triathlon am Wisseler See hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht, was nicht zuletzt auch an der professionellen Organisation durch die Ehrenamtlichen des TriFun Kleve liegt. Das ganze Jahr über sind diese mit der Vorbereitung der Veranstaltung beschäftigt. „Wir mussten bislang jedes Jahr den Wettbewerb neu anpassen, weil zum Beispiel Strecken geändert werden mussten“, sagt André Bors, einer der Organisatoren. Die wohl größte Neuerung steht aber in diesem Jahr bevor: Denn zum ersten Mal wird der Austragungsort am Sonntag, 28. Juni, mit dem Start- und Zielbereich sowie der Wechselzone nicht auf dem Gelände des Freizeitzentrums Wisseler See liegen, sondern auf dem quasi benachbarten Fingerhutshof.

„Der Triathlon hat dort sein neues Zuhause gefunden“, sagt Bors, der den Fingerhutshof als „Juwel“ bezeichnet, „die Möglichkeiten und die Infrastruktur am Fingerhutshof sind sehr gut geeignet. Wir setzen damit auch ein dickes Ausrufezeichen für den Sport.“ Gemeinsam mit dem Kreis Kleve, der den Fingerhutshof betreibt, habe man ein „sehr gutes Konzept gefunden“. Hierfür sei der Verein dem Kreis Kleve auch sehr dankbar.

„Es wird ziemlich viele Neuerungen geben“, sagt Bors. Die vielleicht größte betrifft gleich die erste Disziplin: das Schwimmen. Denn die Sportler werden sich am 28. Juni erstmals vom Fingerhutshof aus in den Wisseler See begeben. Damit feiert der direkte Wasserstart seine Premiere beim Herbrand Niederrhein Triathlon. „Die Wechselzone wird zudem auf eine Rasenfläche verlegt und die Laufstrecke rund um den Wisseler See angepasst. Unsere schnelle und komplett gesperrte Radstrecke bleibt dagegen jedoch unverändert. Sie war im vergangenen Jahr sehr beliebt“, sagt Bors. Auf der Radstrecke seien definitiv Bestzeiten möglich.

Besonders die Wechselzone werde im Vergleich zu den vergangenen Jahren auch eine positive Veränderung darstellen. „Dadurch, dass sie auf der Rasenfläche sein wird, können Zuschauer die Athleten immer im Blick behalten“, sagt Bors. Die Zuschauer können sie aus dem Wasser kommend sehen und dabei zuschauen, wie sie anschließend in ihre Fahrradklamotten wechseln und sich auf die Radfahrstrecke begeben. Gleiches gelte auch für den Wechsel vom Fahrrad auf die Laufstrecke.

Beim N3T Triathlon 2026 stehen jedoch wie auch in den Vorjahren wieder vier Distanzen zur Auswahl: Die N3T-Distanz umfasst 1,5 Kilometer Schwimmen, 76 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen und eignet sich besonders als Vorbereitung auf eine Mittel- oder Langdistanz. „Diese Distanz ist sehr beliebt“, sagt Bors.

Für Sportler, die es kompakter mögen, ist die Sprintdistanz mit 500 Metern Schwimmen, 19 Kilometern Radfahren und 5 Kilometern Laufen ideal. Für alle, die erste Triathlon-Erfahrungen sammeln möchten, ist die Schnupperdistanz mit 200 Metern Schwimmen, 10,5 Kilometern Radfahren und 2,5 Kilometern Laufen ein guter Einstieg.

Anmelden für eine der vier Distanzen kann man sich allerdings nicht mehr. „Wir sind mit 1250 Teilnehmern schon komplett ausgebucht“, verrät Bors. Gut organisierte Wettbewerbe sprechen sich im Triathlon-Bereich eben schnell herum.

Nach dem Ausscheiden des Campingsparks muss sich der TriFun Kleve allerdings in diesem Jahr in Eigenregie um die Speise- und Getränkeversorgung kümmern. Dafür werde der Verein mit externen Anbietern zusammenarbeiten, die gemeinsam einen Foodcourt stellen werden. Problematischer zu planen sei hingegen die Parkplatzsituation gewesen. Denn der Parkplatz am Fingerhutshof kann nicht zum Parken genutzt werden, da der Veranstalter die Fläche anderweitig braucht. Da auf der Straße am Fingerhutshof bis zum Camping nur begrenzt Parkflächen zur Verfügung stehen, habe TriFun Kleve schon früh nach weiteren Parkmöglichkeiten gesucht und viele Gespräche geführt. „Wir haben wirklich überall Klinken geputzt und bei Landwirten nachgefragt, ob wir ihre Flächen als Parkplätze nutzen können. Es hat nichts genutzt“, sagt Bors.

Nun stelle das Wunderland Kalkar am 28. Juni einen großzügigen Bereich zum Parken zur Verfügung. Für die Sportler bedeutet das ebenso wie für Zuschauer allerdings einen rund zwei Kilometer langen Fußweg. „Die Triathleten haben aber ja ohnehin ihr Fahrrad dabei“, sagt Bors, der damit rechnet, dass die Fahrräder somit schon vor dem offiziellen Start zum Einsatz kommen werden. Besuchern, allen voran aus Kalkar und den umliegenden Kommunen, rät er, mit dem Fahrrad und nicht mit dem Auto anzureisen. Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen sei dennoch vor allem in Hönnepel zu erwarten. Denn die Anreise zum Wunderland kann aufgrund der Streckensperrungen am Morgen nur über Hönnepel erfolgen. „Das ist aber nur bei der Anreise so. Bei der Abreise werden alle Zufahrten offen sein“, verspricht Bors.

Veranstalter, Kreis-Vertreter, Sponsoren und Kalkars Bürgermeisterin Alexandra Schacky freuen sich gemeinsam auf den achten Niederrhein Triathlon am Wisseler See. NN-Foto: SP

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