Wirtschaftskraft stärken
Windpark Eyller Bruch – Stellungnahme von Bündnis90/Die Grünen Kerken
KERKEN. Auf der Aldekerker Platte in Kerken erzeugen acht moderne Windenergieanlagen (WEA) seit Strom. Darüber hinaus gibt es dort acht alte Anlagen, die durch Repowering ertüchtigt werden sollen. Im Eyller Bruch ist nun ein zweiter Windpark mit sechs Anlagen geplant. Nach den bisherigen Planungen bleibt damit der gesamte Bereich zwischen der Heronger Straße (L 140) und der Straelener Straße (L 479) frei von Windenergieanlagen.
„Für den Eyller Bruch wird eine Ausweisung weiterer Windenergieflächen in Form einer Positivplanung seitens der Investoren beantragt“, erklärt der Grüne Ortsverein Kerken. „Der Verweis darauf, dass in Kerken schon deutlich mehr Strom aus Windkraft erzeugt als verbraucht wird geht fehl, da in den Ballungsräumen an Rhein und Ruhr eben vielfach überhaupt keine WEA möglich sind. Das Flächenziel ist für NRW einzuhalten. In Kerken sollte da durchaus deutlich mehr möglich sein. Im noch durchzuführenden Genehmigungsverfahren werden alle relevanten Aspekte behandelt. Insbesondere werden artenschutzrechtliche Sachverhalte abgeprüft. Darüber hinaus werden gegebenenfalls erforderliche Ausgleichsmaßnahmen festgelegt, sodass von einem ungeordneten Wildwuchs von WEA keine Rede sein kann.“
Aus den vorgenannten Gründen werben die Grünen für die Akzeptanz weiterer WEA. Mit WEA in Kerken stärke man lokal die Wirtschaftskraft. Allein die sechs WEA im Eyller Bruch würden an Gewerbesteuereinnahmen und der Kommunalabgabe etwa 350.000 Euro pro Jahr zur Stabilisierung der Gemeindehaushaltes beitragen. Angesichts der klammen Haushaltslage könnte Kerken zusätzliche Einnahmen gut gebrauchen. Durch die vorgesehene Bürgerenergiegenossenschaft von zwei der sechs Anlagen würde es Kerkener Bürgern zudem erstmals ermöglicht, als Genossen unmittelbar an Erträgen teilzuhaben.