„Wir sollten Persönlichkeit zeigen“
Kilian Peters ist neues Mitglied der IHK-Vollversammlung
NIEDERRHEIN. Die Niederrheinische IHK hat eine neue Vollversammlung. Dieses „Parlament der Unternehmer“ gestaltet die Arbeit der IHK für die nächsten fünf Jahre. Fast die Hälfte der Mitglieder ist neu dabei. Unter ihnen Kilian Peters, der seit 2024 in fünfter Generation die Schlossbergkellerei in Kleve leitet. Der junge angehende Sommelier und Weinwirtschaftsexperte hat neben der fast 140-jährigen Tradition des Weinhauses auch Bedürfnisse junger Leute im Blick. Für Kleve wünscht er sich eine lebendigere City und den Ausbau des Tourismus.
„Wir stehen als Einzelhandel in Kleve vor einigen Herausforderungen. In unserem eigenen Betrieb habe ich die Zukunft im Blick und versuche neue Wege zu gehen, ohne unsere Tradition zu leugnen“, sagt Peters. In der Vollversammlung möchte er Sprachrohr für den Einzelhandel und die Stadt Kleve sein. Insgesamt wünscht er sich mehr Aufbruchstimmung, eine stärkere Belebung der Innenstadt und des Tourismus für den Niederrhein. Peters: „Wir sollten Persönlichkeit zeigen und verstehen, was die Leute interessiert und antreibt. Das Erlebnis und das Vertrauen in unser Können steht im Vordergrund.“ Um die Wirtschaft am Niederrhein voranzubringen, benötige man aus seiner Sicht mehr attraktive Programme für junge Gründer, mehr Innovation und Mut zur Veränderung. „Außerdem hemmt uns der Rattenschwanz an Bürokratie, der häufig unnötig ist“, sagt Peters. Gute Aktionen wie ein Stadtfest machen die Region insgesamt attraktiver und alle profitieren davon. An den Genehmigungsverfahren für die Stände könne man allerdings noch viel verbessern. Durch die Landesgartenschau 2029 habe man jetzt die Gelegenheit, nachhaltige positive Veränderungen für Kleve auf den Weg zu bringen. „Diese Chance sollten wir unbedingt nutzen“, findet Peters. Das Thema Fachkräftemangel beschäftige viele in Einzelhandel und Gastronomie, immer mehr Geschäfte hätten beispielsweise montags geschlossen, einfach, weil es an Personal fehle. Peters: „Um das zu ändern, müssen Politik und Wirtschaft eng zusammenarbeiten. Es gibt also viel zu tun – aber auch noch viele Chancen, die wir nutzen können. Da bin ich gerne dabei.“