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Freuen sich auf den Beginn der Saison: Gartenbesitzer und Organisatoren. NN-Foto: HF
19. März 2025 · Heiner Frost · Kleve

Wir läuten den Frühling ein

Von März bis Oktober sind wieder die „Offene Gärten im Kleverland“ zu sehen

KLEVERLAND. Wenn es um das Einläuten des Frühlings geht, sollte man die „Offenen Gärten im Kleverland“ in jedem Fall zu den Verdächtigen zählen.

Vor 20 Jahren wurde das Event für Gartenfreunde und solche, die es werden wollen, aus der Taufe gehoben und erfreut sich seither – passend zum Thema Garten – wachsender Beliebtheit. Das Prinzip: Private Gartenbesitzer und öffentliche Gärten laden bis in den Spätsommer hinein zu Veranstaltungen ein. 13 private Gärten sind diesmal zu sehen – dazu kommen beispielsweise auch andere Gartenanlagen wie der Kräutergarten von Schloss Moyland, das Tropenhaus der Hochschule Rhein-Waal oder der Künstlergarten des B. C. Koekkoek Hauses in Kleve.

Eröffnet wird die Offene-Gärten-Saison am Sonntag, 30. März, im Haus Eyl sowie im Waldgarten Beyershof, Waldstraße 54, in Bedburg-Hau. Irmgard und Wolfgang Frische vom Waldgarten Beyershof sind seit der zweiten Veranstaltung dabei. Ihr „Naturgarten mit seltenen Bäumen, Sträuchern und Wildpflanzen“, in dem aber auch Skulpturen von Wolfgang Frische zu sehen sind, sei, sagen die Frisches „nichts für Menschen, die es ordentlich mögen“. Als die Frisches den Beyershof in den 90er Jahren kauften, war auf dem drei Hektar großen Gelände kaum ein Baum zu sehen. Jetzt liegt der Hof in einem kleinen Urwald und ist von der Straße aus nicht zu sehen. .

Das dokumentiert ein Foto aus der „alten Zeit“. Schnell wird klar, dass Garten und Gestaltung zwei Dinge sind, die im gleichen Atemzug genannt werden sollten. Und noch eines wird klar: Gärten sind eine Visitenkarte ihrer Besitzer, beziehungsweise Gestalter. Sie spiegeln Vorlieben und gewähren also tiefe Einblicke in die Gärtnerseele. Merke: Kein Garten ist wie der andere und schon allein deshalb lohnt es sich, auf jeden Fall mehr als nur einen der Gärten anzuschauen, die im Flyer vertreten sind.

Und wie der Name „Gärten im Kleverland“ schon andeutet, muss, wer alle Gärten besuchen möchte, auch reisefreudig sein. Im Angebot wären: Die Gärten im „Alten Pflegedorf“ in Bedburg-Hau, das gARTen Atelier Peters in Goch, der Waldgarten Beyershof in Bedburg-Hau, der Kräuter- und Bienengarten von Damiela Dienst-Loth und Stefan Loth in Pfalzdorf, der Garten Deckers in Keeken, der Bauerngarten Deymannshof in Grietherort, Garten Galerie Grunewald in Kessel, der Garten Hakenbeck in Emmerich, Garten Haus Eyl in Huisberden, der Garten Hortulus in Emmerich Praest (Iris und Egon Hoffmann sind erstmals dabei), die Inselgärten Schenkenschanz, der Garten Jagoda in Rees, der Garten am Rheindeich in Kalkar, Museum Schloss Moyland, die Klever Gärten, das Tropenhaus der Hochschule Rhein-Waal und die Künstlergarten des B. C. Koekkoek Hauses in Kleve.

Blättert man durch den Flyer, fällt schnell auf, dass nicht wenige der Gartenbesitzer nicht nur einen Hang zum Gärtnern haben, sondern sich auch künstlerisch betätigen. Die Gartenbesuche werden also zum mehrdimensionalen Ereignis.

Übrigens wird am 29. Juni der „Tag der offenen Gartentür“ begangen. Nähere Informationen hierzu finden sich unter www.heimatpflege-kreiskleve.de.

Die Veranstaltungen der Offenen Gärten im Kleverland finden in der Zeit von März bis Oktober statt, so dass das gesamte Spektrum von Pflanzen, die zu verschiedenen Zeiten blühen, abgedeckt ist. Irmgard und Wolfgang Frische vom Waldgarten Beyershof hoffen, dass bis zum Starttag am 30. März die Kamelien blühen.„Wir haben unzählige Sorten“, erzählen die beiden. Sollte das mit der Kamelienblüte dann aber doch nicht hinhauen, der Waldgarten ist noch an anderen Terminen zu sehen und bestaunen. Das gleiche gilt für die meisten der anderen Gärten natürlich auch. Eintritt wird übrigens pro Person ab zwölf Jahren erhoben. Der Countdown läuft, denn – so sieht es Martina Gellert (Wirtschaft & Tourismus Stadt Kleve): „Wir läuten den Frühling ein.“ Der Flyer mit der Übersicht der Gärten und Termine ist bei den Touristikinformationen des Kreises Kleve sowie in den Rathäusern erhältlich. Ausführliche Infos und Aktuelles gibt es außerdem auf der Internetseite www.gaerten-kleverland.de und auf Facebook.

1992 war der Beyershof weithin sichtbar – heute liegt das Haus in einem Wald versteckt. Foto: privat

1992 war der Beyershof weithin sichtbar – heute liegt das Haus in einem Wald versteckt. Foto: privat

Freuen sich auf den Beginn der Saison: Gartenbesitzer und Organisatoren. NN-Foto: HF

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