Wind verleiht den Kerkener Vereinen Flügel
73.000 Euro für gemeinnützige Projekte ausgeschüttet
Die Summe speist sich prozentual aus den jährlichen Erträgen des Windparks und wird gemeinsam von den drei Betreibergesellschaften Bürgerwind Kerken-Poelyck, Bürgerenergie Kerken und SL Windpark Kerken-Eyll aufgebracht.
Über die Verteilung unter den antragstellenden Vereinen hat im Vorfeld ein unabhängiges Gremium aus Bürgern gemeinsam mit Bürgermeister Dirk Möcking entschieden.
So können mit dem Geld zum Beispiel Schützen-, Musik- oder Sportvereine unterstützt, in Kirchengemeinden oder in der Jugendarbeit Veranstaltungen finanziert, Vereinsheime modernisiert oder Neuanschaffungen getätigt werden.
„Mit der Entscheidung zur Errichtung von acht weiteren Windenergieanlagen ist eine Win-Win-Situation für die Umwelt und für Kerkener Vereine und Organisationen entstanden. Auf diese Weise wird die Energiewende zu einem Erfolgsmodel für alle“, ist Bürgermeister Möcking überzeugt.
Auch Sebastian Gampe, Projektleiter bei SL NaturEnergie, freut sich über die diesjährige Ausschüttung: „Dass wir nun schon zum vierten Mal lokale Vereine mit Wind-Erträgen unterstützen können, ist großartig! Die Windenergieanlagen produzieren in Kerken nicht nur grünen Strom, sondern gehören richtig mit dazu und alle Bürgerinnen und Bürger profitieren auf diese Weise von ihnen. Hier in Kerken zeigt sich, wie die Energiewende als Gemeinschaftsprojekt funktioniert.“
Da Kerken bereits einen großen Beitrag für die Energiewende leistet, möchte die Gladbecker Unternehmensgruppe den Menschen vor Ort mittels der Stiftung danken und ihnen etwas zurückgeben. Auf diese Weise bleibt nämlich ein wesentlicher Teil der Erträge aus dem Anlagenbetrieb in Kerken und kommt dem Vereinsleben zugute. Das ist Gampe wichtig: „Denn so profitieren auch diejenigen von den Erträgen, die nicht direkt in den Windpark Kerken investieren konnten oder wollten.“
Rund 70 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom produzieren die acht Windenergieanlagen im Jahr. Das reicht rechnerisch für mehr als 20.000 Haushalte. Kerken trägt also maßgeblich dazu bei, dass Nordrhein-Westfalen auch in Zukunft Energieland Nummer eins bleiben kann. „Jede Kilowattstunde zählt“, betont Gampe, „und sorgt für eine unabhängige, stabile und bezahlbare Stromversorgung.“