WDR 2-Liga-Live-Moderator Sven Pistor zur WM 2026: „Warum nicht Deutschland?“
Im NN-Interview spricht der WDR 2-Moderator über Deutschlands WM-Chancen, die Torwartfrage um Manuel Neuer, die Magie des Fußballs und sein neues Programm
NIEDERRHEIN/KLEVE. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wirft ihre Schatten voraus: Deutschland träumt vom fünften Stern, die Debatten um den DFB-Kader reißen nicht ab und mit dem XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko betritt der Weltfußball Neuland. Im Gespräch mit NN-Redakteurin Sabrina Peters spricht WDR 2-Moderator und Fußballjournalist Sven Pistor über die Chancen der deutschen Nationalmannschaft, die Rückkehr von Manuel Neuer, die Arbeit von Bundestrainer Julian Nagelsmann, seine Erwartungen an die WM sowie über Fußballromantik, den Wandel des Profifußballs und sein neues Bühnenprogramm „Tore, Punkte, Meisterschaft“, mit dem er im November nach Kleve kommt.
Herr Pistor, die Weltmeisterschaft 2026 wird erstmals in drei Ländern mit 48 Teams und über fünf Wochen und drei Tage ausgetragen. Welche Chancen und Herausforderungen sehen Sie in diesem XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko?
Sven Pistor: Das ist wirklich eine vielschichtige Frage. Die Chance ist natürlich, Menschen grundsätzlich zu unterhalten. Und ich finde, das ist ganz wichtig. Wenn wir gucken, was gerade los ist in der Welt, finde ich schon ganz amüsant zu gucken, was macht denn Haiti jetzt eigentlich bei der Fußball-WM? Diese ganzen bunten Sprengsel finde ich dann schon sehr unterhaltsam. Und Deutschland ist auch mit dabei – Gruß nach Italien. Das sind im Prinzip auch schon die Chancen. Zudem haben wir wahnsinnig viele Spiele. Wir haben, glaube ich, 13 verschiedene Anstoßzeiten. Es wird Fußball satt und ohne Ende geben. Naja, und die Probleme sind ja hinlänglich bekannt – mit den USA als Gastgeberland, Iran als einer der Teilnehmer und Gianni Infantino (FIFA-Präsident, Anm. d. Red.) in einer Rolle, die unwirklich scheint. Man denkt manchmal, man sitzt in einem Science-Fiction-Film, aber es ist die Realität. Also irgendwo ist es ein Riesenspagat – mal wieder nach Katar (WM 2022; Anm. d. Red.) und Russland (WM 2018; Anm. d. Red.). Ich bin gespannt, ob er uns irgendwann zerreißt.
Was trauen Sie der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2026 zu?
Pistor: Alles ist möglich – auch wieder ein frühes Ausscheiden: Ich sage mal, nicht nach der Gruppenphase, aber angenommen, Deutschland würde Gruppenerster und Frankreich auch, dann träfen die ja schon im Achtelfinale aufeinander und dann kann die WM auch schon schnell vorbei sein. Aber es kann auch sehr weit gehen. Ich finde, es ist eine spannende Mannschaft, die sich natürlich wie immer erstmal finden muss. Es ist wirklich keine seriöse Prognose möglich. Ich glaube aber, dass die Mannschaft besser ist, als sie manchmal in Deutschland gemacht wird.
Schon bevor Julian Nagelsmann seinen WM-Kader vorgestellt hat, wurde vor allem über die Torhüter-Personalie viel spekuliert und diskutiert. War Ihrer Meinung nach die Rückkehr Manuel Neuers (40; FC Bayern München; Anm. d. Red.) ins deutsche Tor aufgrund seiner immer noch hervorragenden Paraden folgerichtig? Oder hätte Oliver Baumann (35; TSG 1899 Hoffenheim; Anm. d. Red.) das volle Vertrauen verdient gehabt?
Pistor: Wir wissen natürlich nicht, was für Absprachen hinter den Kulissen getroffen wurden. Ich fand es menschlich hart. Das war eine dicke Kröte, die Baumann da schlucken musste. Kommunikativ war das von Julian Nagelsmann ausbaufähig, das sage ich jetzt mal ganz diplomatisch. Aber sportlich, wenn Manuel Neuer im Vollbesitz seiner Kräfte ist, dann ist es die richtige Entscheidung. Das ist einfach so. Es war auf der einen Seite menschlich schwierig, auf der anderen Seite aber eben auch sportlich nachvollziehbar.
Welche Personalie hat Sie ansonsten am meisten überrascht?
Pistor: Bei der Nominierung, dass Julian Nagelsmann einen Leroy Sané (30; Galatasaray Istanbaul; Anm. d. Red.) mitgenommen hat. Diese Entscheidung hat er ja auch lange erklärt. Er sei wichtig für die Mannschaft und er habe Erfahrung. Er hat jetzt in der Türkei nicht so super performt und Saïd El Mala (19; 1. FC Köln; Anm. d. Red.) ist einer der spannendsten Spieler Deutschlands zurzeit. Er ist noch ganz jung. Warum er nicht neben Lennart Karl (18; FC Bayern München; Anm. d. Red.) dann das Lager der jungen Wilden anführt, ist mir schleierhaft. Das habe ich nicht verstanden und ich halte es für eine Fehlentscheidung des Bundestrainers.
Welche Spieler könnten Ihrer Meinung nach bei der WM 2026 zu den Gesichtern des Turniers werden?
Pistor: Da ist für mich zum einen natürlich Kai Havertz (26; FC Arsenal; Anm. d. Red.), der gestärkt mit der englischen Meisterschaft zur WM fährt. Kai Havertz könnte vielleicht einer sein, der die Lokomotive zieht. Das wäre auch mal langsam Zeit, weil er ja wirklich ein Riesenfußballer ist. Und wenn er dann die Offensive mit Jamal Musiala (23; FC Bayern München; Anm. d. Red.), der aber erst wieder an die hundert Prozent rankommen muss, die anderen mitzieht – ebenso auch ein Florian Wirtz (23; FC Liverpool) – dann ist es, glaube ich, eine Offensivabteilung, um die uns viele, viele Länder beneiden. Also Kai Havertz ist vielleicht nicht der „Natural born Leader“ am Mikrofon oder auch, was das Repräsentieren angeht. Aber er ist vielleicht der Spieler, den man vorne braucht und an dem man sich aufrichtet.
Was macht Julian Nagelsmann aus Ihrer Sicht besser oder anders als seine Vorgänger?
Pistor: Ich finde ihn erstmal mutig. Ich erinnere mich an die Pressekonferenz nach dem Ausscheiden gegen Spanien (im Halbfinale der Heim-EM 2024; Anm. d. Red.). Wir alle wissen, das war ein Handspiel. Deutschland hätte nie und nimmer ausscheiden dürfen. Aber ich war auf dieser Pressekonferenz, als er dann wirklich sehr emotional wurde und sagte: Es ist verdammt hart. Jetzt musst du eben zwei Jahre warten, um Weltmeister werden zu können. Diese Ansage, diese Kampfansage im Moment der Niederlage, das hat mir imponiert. Und er ist schon einer, der mutig ist und der einfach in Themen reinspringt. Das wird ihm auch manchmal vorgeworfen. Wir haben ja diese Kommunikation rund um Neuer schon besprochen. Sicherlich ist das alles nicht glücklich gewesen, auch mit Dennis Undav (29; VfB Stuttgart; Anm. d. Red.) vor ein paar Wochen, als er sich da öffentlich einen kleinen Disput geleistet hat und das dann wieder abräumen musste. Also seine Stärke ist seine Schwäche zugleich, aber ich halte ihn für einen immer noch jungen und spannenden Trainer und wünsche ihm wirklich Erfolg.
Welche Erwartungen haben Sie persönlich an das Turnier 2026?
Pistor: Ich habe die Hoffnung, dass, wenn dann der Ball mal rollt, mich dieses Turnier dann auch reinzieht und ich mich aufs Sportliche konzentrieren kann. Das fiel mir in Russland ehrlich gesagt sehr schwer und in Katar auch. Diese Hoffnung habe ich vielleicht geknüpft auch an die Erwartung, dass der Fußball-Weltverband sowas wieder mal machen kann, dass man sich wirklich wieder naiv der Freude am Fußball hingeben kann. Das wünsche ich mir.
Sie begleiten den Fußball seit vielen Jahren journalistisch. Hat sich der Umgang mit der Nationalmannschaft und im Profi-Fußball generell verändert?
Pistor: Er verändert sich permanent. Zum Beispiel wie die Kommunikation stattfindet. Da hat Social Media natürlich Dinge komplett und radikal verändert, etwa in puncto Schnelligkeit, in puncto Privatsphäre und in puncto Recherchequellen. Wenn man sich jetzt mit Profis unterhält, die vielleicht vor zehn oder 20 Jahren aktiv waren, die sagen: Hey, das war ein ganz anderes Game. Das hat sich verändert und doch bleibt es im Kern Fußball. Im Prinzip hat sich ja unser ganzes Leben verändert – vor allem unser kommunikatives Leben und wie unser Medienkonsum ist. Aber der Fußball an für sich, wenn dann angepfiffen wird, der folgt dann doch relativ klaren Gesetzmäßigkeiten. Am Ende ist es eben wieder Fußball. Da gibt es dann diese Momente der Wahrhaftigkeiten. Nehmen wir mal den 1. FC Heidenheim: Wie sie da drei Jahre in der Bundesliga sein durften und wie sie jetzt abgestiegen sind, mit was für Ansprachen an die Fans und wie die Mannschaft gefeiert wurde. Ich glaube, wir alle sehnen uns nach genau dieser Wahrhaftigkeit. Dafür steht im Idealfall auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, wo es für die Jungs einfach eine Ehre ist, dabei zu sein. Ich glaube, danach sehnen sich alle und ich glaube, wenn man nur genau genug hinguckt, findet man sowas auch immer noch im Fußball. Aber es ist schon ein bisschen schwerer geworden. Allerdings hat der Fußball da auch schon eine hohe gesellschaftliche Bedeutung. Der Fußball ist und bleibt ein Bindestrich der Gesellschaft, die sehr vielschichtig ist. Gott sei Dank ist sie es.
Ihr neues Bühnenprogramm, mit dem sie im November auch in Kleve zu Gast sein werden, heißt „Tore, Punkte, Meisterschaft“. Was erwartet die Zuschauer dort?
Pistor: „Tore, Punkte, Meisterschaft“ ist ja im Prinzip der Titel der Sendung, die ich moderiere. In den 1960er, 1970er und 1980er Jahren war „Tore, Punkte, Meisterschaft“ im Prinzip ein Markenname des Fußballs im Radio. Ich moderiere ja „Liga live“ bei WDR 2 und ich mache das sehr, sehr gerne. Die Leute, die zu meinem Programm kommen, können eine Reise durch die Jahrzehnte des Fußballs erwarten. Auch mit Radioreportagen, einem Best-of und sicherlich auch Hintergrundgeschichten, die man so noch gar nicht kennt. Denn der Fußball hat so viele kuriose Konferenzen geliefert. Ich erinnere mich an 1999, 2000 und 2001 und verrückte Abstiegskämpfe und Meisterschaftsentscheidungen. Aber es geht auch noch weit darüber hinaus. Also „Tore, Punkte, Meisterschaft“ ist für mich so ein roter Teppich für den Fußball im Radio über die letzten Jahrzehnte und ich will vor allem Spaß haben an den Abenden mit den Leuten.
Wie viel Fußballromantik steckt in Ihrem Programm – und wie viel Kabinenhumor?
Pistor: Maximale Fußballromantik! Es kann gar nicht genug sein. Ich bin ein sehr romantischer Mensch in dieser Beziehung. Und ja, es gibt natürlich auch viele lustige Szenen – auch im Hier und Jetzt. Da kann es auch mal bissig werden. Ich erinnere jetzt zum Beispiel an die Meisterfeier der Bayern in diesem Jahr, als die Münchner Löwen das riesige Bayern-Banner reingeschmuggelt haben. Da stand was ganz anderes drauf als FC Bayern München. Ich glaube, das können wir hier gar nicht zitieren. Aber das war natürlich total lustig. Ich habe letztens auch einen Bayern-Fan getroffen, der gesagt hat: Hut ab, dass die das geschafft haben. Wunderbar. Also dieses Game, was da zwischen den Fans läuft, das ist ja total lustig. Und sowas darf auf keinen Fall bei „Tore, Punkte, Meisterschaft“ zu kurz kommen. Sowas ist „Fußball in a Nutshell“. Das zeigt, was der Fußball ist und wo er uns auch wahnsinnig gut unterhält.
Wird es Geschichten geben, bei denen selbst eingefleischte Fußballfans überrascht sein werden?
Pistor: Ja, ich hoffe doch. Ich bin jetzt wirklich in der Recherche. Ich habe ja auch meinen Podcast „Einfach Fußball“ bei WDR 2, wo mir natürlich Woche für Woche Profis Geschichten erzählen, die einfach irrsinnig sind. Also ich erinnere mich zum Beispiel jetzt letztens an Wilfried Hannes (69; Ex-Profi, unter anderem Borussia Mönchengladbach und FC Schalke 04). Klar weiß man, dass er der einzige Bundesliga-Profi mit einem Glasauge war. Aber er hatte ein sehr gutes Auge und er hat vor allem damit wahnsinnig viele Kopfballtore gemacht. Das muss man sich erst mal vorstellen, dass man mit einem Glasauge eine Art Kopfballungeheuer ist. Das ist schon Wahnsinn. Aber er hat mir noch so viele andere Geschichten geliefert und da gehe ich ehrlich gesagt nochmal in meine persönlichen Archive und werde dann die schönsten Geschichten bebildert und vielleicht sogar mit Bewegtbildern zum Besten geben. Da gibt es mittlerweile einen Riesenfundus und da bin ich jetzt gerade in der Recherche. Aber versprochen: Ich versuche natürlich Dinge aus den Geschichtsbüchern rauszukramen, die noch nicht alle kennen.
Ihr Programm verstehen Sie als Hommage an sechs Jahrzehnte Fußball im Radio: „Die Bundesliga war und ist bis heute einfach die beste Daily-Soap Deutschlands und ihre Geschichte muss erzählt werden“, sagen sie. Welche Geschichten und Emotionen faszinieren Sie bis heute am meisten?
Pistor: Da gibt es so viele. Das sind natürlich erstmal die Meilensteine der deutschen Fußballgeschichte. Die Spiele und Ergebnisse, die man da erlebt hat, wie Schalkes 6:6 gegen die Bayern rund um Olaf Thons 18. Geburtstag und sowas. Aber neben dem Großen, was natürlich total spannend ist, das ist ja klar, gibt es auch diese ganz kleinen Beobachtungen. Ich habe mich letztens mit Ex-Köln-Profi Jürgen Glowacz in Köln unterhalten. Das hat mich total bewegt, als der mir erzählte, warum er mit dem Fußball angefangen hat. Es war nämlich so, dass die so arm waren, dass er sagte: Ich bin zum Fußball gegangen, weil ich dort nach dem Training duschen konnte, was zu Hause gar nicht möglich war. Und so einer wurde dann später Fußballprofi. Solche Geschichten bewegen mich dann. Und wenn man guckt, was daraus dann wurde, einer der zum Beispiel beim Pokalfinale gegen Borussia Mönchengladbach für den 1. FC Köln auch auf dem Platz stand, dann finde ich, sollte man solche Geschichten erzählen, weil man dann wirklich vielleicht am Ende auch rausgeht und sagt: Mensch, bei allem, was wir vielleicht manchmal zurzeit blöd finden, guck nur mal ein paar Jahrzehnte zurück, was für Nöte die Leute zu dieser Zeit hatten. Da ging es also wirklich um sowas Triviales wie Duschen. Und das bewegt mich total, muss ich sagen.
Wenn Sie einen Spieler aus der deutschen Fußballgeschichte für die WM 2026 zurückholen könnten, wer wäre das?
Pistor: Das ist eine super Frage. Wenn ich einen zurückholen könnte, dann wäre das wahrscheinlich der ewige Held meiner Kindheit und wir müssten die Torhüterposition nochmal neu besetzen: Denn es wäre Harald „Toni“ Schumacher (72; Ex-Fußballtorhüter, unter anderem 1. FC Köln und FC Schalke 04). Toni Schumacher ist wirklich der Held meiner Kindheit. Ich wollte so sein wie er, wurde es aber nicht. Er hatte Dauerwelle, ich bekam später eine Halbglatze. So viele Dinge liefen auseinander. Er hat sogar mal mit einem gebrochenen Finger ein Finale bei der Europameisterschaft gespielt und hat keinem was davon erzählt. Das ist auch so eine wahnsinnige Geschichte. Manuel Neuer hat natürlich das Torwartspiel revolutioniert. Aber der Fußballromantiker in mir würde sofort sagen: Toni Schumacher wäre der Mann, den ich sofort zurückholen würde.
Und jetzt Hand aufs Herz: Wer wird Weltmeister 2026?
Pistor: Ich schwanke zwischen Panama, Haiti und Curaçao (lacht). Nein, natürlich nicht. Das, was alle sagen würden, Spanien und Frankreich, finde ich fast langweilig. Deshalb sage ich jetzt einfach – und ich habe schon einmal damit vollkommen recht gehabt und sonst habe ich mich eben komplett in den Salat gesetzt: Warum nicht Deutschland? Lasst uns doch mal träumen. Ich weiß, man wird als Spinner abgestempelt, aber ich sage jetzt einfach mal Deutschland.
England räumen sie keine Titelchancen ein? Bayerns Torjäger Harry Kane hat ja nach dem DFB-Pokalsieg der Bayern betont, dass er in diesem Sommer noch unbedingt einen Titel holen möchte.
Pistor: Ja, das kann ja sein. Die Engländer haben schon so vieles behauptet in der Fußballgeschichte. Und als sie Weltmeister wurden, wissen wir ganz genau, was für ein Tor da gefallen ist. Ich sage nur Wembley. Ich bleibe dabei: Warum nicht Deutschland? Jedes Mal, wenn Deutschland Weltmeister wurde, gab es vorher auch schwierige Spiele, schwierige Umstände und einzelne Personalsituationen. Wir haben 2014 mit vier Innenverteidigern in der Viererkette gespielt. Vier Innenverteidiger! Also die Außen waren gar nicht besetzt. Und jetzt diskutieren wir darüber, was jetzt mit Joshua Kimmich (31; FC Bayern München; Anm. d. Red.) und mit David Raum (28; RB Leipzig; Anm. d. Red.) ist. Was wir überhaupt da machen sollen. Dabei brauchen wir mal ein bisschen Selbstvertrauen. Wir müssen nach vorne gucken, improvisieren. Das müssen andere nämlich auch. Und wir haben eine fantastische Offensivabteilung.
Zur Person
Sven Pistor gehört zu den bekanntesten Fußballstimmen im deutschen Radio. Der gebürtige Kölner moderiert seit vielen Jahren die Bundesliga-Berichterstattung bei WDR 2 und ist vor allem als Gastgeber von „WDR 2 Liga Live“ bekannt. Seit 2003 führt er durch die traditionsreiche Bundesliga-Konferenz am Samstagnachmittag und begleitet Fußballfans mit Reportagen, Interviews und Analysen durch den Spieltag.
Neben seiner Arbeit im Radio ist Pistor auch als Podcaster, Buchautor und Bühnenmoderator aktiv. Mit seinen Programmen bringt er Fußballgeschichten, Radiomomente und Anekdoten aus sechs Jahrzehnten Bundesliga live auf die Bühne. Am Dienstag, 3. November, ist er mit seinem brandneuen Programm „Tore, Punkte, Meisterschaft“ ab 19 Uhr (Eintritt 18 Uhr) anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des SV Rindern in der Aula der Gesamtschule im Forstgarten, Wasserburgallee 1 in Kleve, zu Gast. „Das Programm beinhaltet zwei Halbzeiten und für die dritte Halbzeit, ein kühles Getränk und interessante Gespräche, werde ich anschließend noch im Zebra-Club zu Gast sein“, verspricht Pistor. Karten gibt es online unter https://sv-rindern.info/pistor-live-das-clubhaus-special/ oder direkt beim SV Rindern.
Dieses Interview ist in gekürzter Form am 6. Juni 2026 in der NN-Sonderbeilage zur WM 2026 erschienen.
Sven Pistor, langjähriger Moderator von „WDR 2 Liga Live“, kommt im November mit seinem Bühnenprogramm „Tore, Punkte, Meisterschaft“ nach Kleve. Zuvor sprach er im Interview über die WM 2026 und die deutsche Nationalmannschaft. Foto: Guido Schroeder
Redakteurin in Xanten, Kalkar, Rheinberg und Alpen sowie Büderich und Ginderich