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Der Generationenwechsel auf Schloss Wissen ist vollzogen. Raphaël (2.v.r.) und Nicola von Loë (r.) haben die Verantwortung für das Familienunternehmen an ihre Schwiegertochter Felicitas (l.) und ihren Sohn Seraphim (2.v.l.) weiter gegeben. Sie repräsentieren die 17. Generation auf Wissen. NN-Fotos (3): Gerhard Seybert
10. Juni 2024 · Kerstin Kahrl · Kevelaer

Was für ein Geschenk, was für eine Herausforderung

Generationenwechsel auf Schloss Wissen vollzogen

WISSEN. Nach rund dreieinhalb Jahrzehnten haben Raphaël Freiherr von Loë und seine Frau Nicola die Führung des Familienunternehmens Schloss Wissen „in die Hände, Köpfe und Herzen“ ihres Sohnes Seraphim und dessen Frau Felicitas gelegt. Zur offiziellen Übergabe der Geschäfte hatte die Familie zahlreiche Gäste nach Schloss Wissen eingeladen.

Der Schlosshof bot bei „Kaiserwetter“ die gelungene Kulisse für dieses denkwürdige Ereignis. Denkwürdig deshalb, so Raphaël von Loë, weil auch sein Vater Fritz, der ihm am 5. Juli 1990 die Unternehmensführung übergeben hatte, die aktuelle Übergabe im „zarten Alter von 97 Jahren“ miterlebte. Inez (†) und Fritz von Loë, die Eltern von Raphaël von Loë, sind vielen Weezer Bürgern durch ihre Bescheidenheit, Mitmenschlichkeit und ihren Familiensinn in bester Erinnerung. Unter anderem diese Qualitäten gaben ihren Kindern und Kindeskindern Orientierung. Und so passt der Satz, den Fritz von Loë anlässlich seines 90. Geburtstages sagte, auch für die aktuelle Unternehmensübergabe: „Die Erinnerung und die Bindung sollen nicht vergessen werden und der wirtschaftliche Erfolg soll einem Höherem dienen.“ Weezes Bürgermeister Georg Koenen bescheinigte Raphaël von Loë, er könne „mit Freude und Stolz zurückblicken.“ Zwischen allen fünf Weezer Bürgermeistern und Raphaël von Loë habe stets ein vertrauensvolles Verhältnis bestanden.

Der scheidende Chef des „Gemischtwarenladens“, so bezeichnet Raphaël von Loë oft scherzhaft das breit aufgestellte Unternehmen Schloss Wissen, dankte seinen Wegbegleitern aus den verschiedenen Bereichen und seinen Mitarbeitern für ihre Begleitung, ihre Verlässlichkeit, ihr Vertrauen. Sichtlich ergriffen richtete er sich an seine Frau Nicola - „sie bleibt am liebsten ungenannt“: „Du bis unser stiller Held.“ In diese Würdigung stimmte auch der neue Hausherr auf Wissen Seraphim von Loë ein. „Liebe Mami, was du geleistet hast, bleibt den Meisten verborgen. Deine Kinder haben erst als Erwachsene zu schätzen gelernt, was du auf dich genommen hast, um uns ein behütetes Aufwachsen zu ermöglichen. Du hast uns in Liebe getränkt, von der wir von Tag zu Tag zehren.“ Seine Frau Felicitas und er seien „unendlich dankbar für den Strauß an Chancen und Perspektiven“, die sie mit der Übergabe der Unternehmensführung erhalten, so Seraphim von Loë. „Was wir vorfinden beeindruckt uns. Der Betrieb ist in seiner Vielfältigkeit eine wahre Freude. Wir dürfen Zukunft gestalten und Stärken entfalten. Wir haben Respekt vor dem Spektrum der Dinge.“ Ausdrücklich betonte er: „Wir sind aus freien Stücken hier. Ich habe mich immer frei in meiner Entscheidung gefühlt.“ Am Tag seiner Verlobung mit Felicitas, einer studierten Historikerin, sei die Frage aufgetaucht: „Wann kommt ihr nach Hause?“ Jetzt ist die junge Familie - Seraphim, Felicitas und die kleine Dorothée - nach Hause gekommen. Sie haben ihre „Lebensaufgabe“ angetreten. „Was für eine Herausforderung. Was für ein Geschenk“, so der neue Hausherr auf Wissen sichtlich bewegt. Und alle Gäste wünschen dem jungen Paar Glück. Und Gottes Segen.Kerstin Kahrl
Graf Fritz von Loë freute sich, an der Unternehmensübergabe teilnehmen zu können.

Graf Fritz von Loë freute sich, an der Unternehmensübergabe teilnehmen zu können. Foto: Ruediger Bechhaus

Für Raphaël von Loë war die Unternehmensübergabe mit vielen Emotionen verbunden.

Für Raphaël von Loë war die Unternehmensübergabe mit vielen Emotionen verbunden. Foto: Ruediger Bechhaus

Der Generationenwechsel auf Schloss Wissen ist vollzogen. Raphaël (2.v.r.) und Nicola von Loë (r.) haben die Verantwortung für das Familienunternehmen an ihre Schwiegertochter Felicitas (l.) und ihren Sohn Seraphim (2.v.l.) weiter gegeben. Sie repräsentieren die 17. Generation auf Wissen. NN-Fotos (3): Gerhard Seybert

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