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Die Organisatoren von Walk in Freedom am Luftschutzbunker. Foto: Frank Vinkenvleugel
1. März 2026 Von NN-Online · Niederrhein

Walk in Freedom: Mehr als nur eine Wanderung

Unterwegs wird an die Geschichte der Jahre 1940 bis 1945 erinnert

NIEDERRHEIN. Die niederländische Stiftung DinXperience und die deutsche Bürgerinitiative Dinxperwick organisieren am Sonntag, 29. März, erneut die grenzüberschreitende Wanderveranstaltung „Walk in Freedom“. Eine besondere Tour, bei der Wandern, Geschichte und Begegnung miteinander verbunden werden.

Im vergangenen Jahr – genau 80 Jahre nach der Befreiung – wurde mit Walk in Freedom die Route der Befreier von Dinxperlo nachgewandert: von Kleve über den Rhein in Richtung Niederlande. Unterwegs konnten die Teilnehmer einen Podcast mit Geschichten von beiden Seiten der Grenze hören. Das Interesse war groß, die Resonanz durchweg positiv. Das machte Lust auf mehr.

„Deshalb veranstalten wir in den kommenden fünf Jahren jedes Jahr eine neue Wanderung“, erklärt Henk Jan Freriks. „Jedes Jahr steht eine andere, stets grenzüberschreitende Route im Mittelpunkt. 2026 führt der Weg nach Bocholt. In den darauffolgenden Jahren wandern wir nach Aalten, Anholt und Varsseveld. Zusammen ergeben diese Strecken ein Kleeblatt.“ Dieses Kleeblatt ist bewusst gewählt. „Es ist natürlich ein Glückssymbol. Gleichzeitig steht es für Freiheit, Verbundenheit und Hoffnung: Freiheit, Grenzen zu überschreiten, Verbundenheit zwischen Dörfern und Menschen und Hoffnung auf eine Zukunft, in der wir gemeinsam in Frieden und Freiheit unterwegs sein können.“

Geschichte unterwegs

Unterwegs wird an die Geschichte der Jahre 1940 bis 1945 erinnert. „Viele Menschen wissen nicht, dass 85 Prozent von Bocholt durch schwere Bombardierungen zerstört wurden. Gerade heute ist es wichtig, innezuhalten und sich bewusst zu machen, was in der Vergangenheit geschehen ist – und was es uns gebracht hat“, betont Esther Nederlof. Die Route von Dinxperlo nach Bocholt führt an besonderen Orten vorbei. Erik Schuurman hat die Strecke ausgearbeitet. Dabei stieß er unter anderem auf einen Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg – der einzige Bunker in Bocholt, dessen Eingang noch zugänglich ist. Walk in Freedom 2026 bietet vier Distanzen von fünf bis 30 Kilometer. So können sowohl Freizeitsportler als auch erfahrene Wanderer teilnehmen. Sie erhalten ein Routenheft und folgen einer klaren Beschilderung. „In diesem Jahr gibt es keinen gemeinsamen Zieleinlauf“, erläutert Henk Jan. „Den organisieren wir wieder 2030. Am Ziel werden die Wandernden jedoch herzlich empfangen, und es gibt gastronomische Angebote.“

Die Organisatoren freuen sich über die große Begeisterung: Rund die Hälfte der Anmeldungen kommt aus Deutschland, die andere Hälfte aus den Niederlanden. „Gemeinsam erleben, was Freiheit heute bedeutet – darum geht es.“ Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mitzuwandern. Die Anmeldung ist möglich unter www.walkinfreedom.de. Das Projekt Walk in Freedom wird im Rahmen des Interreg-Programms Deutschland–Nederland mit seinen Programmpartnern ermöglicht und von der Europäischen Union (EU) kofinanziert.

Die Organisatoren von Walk in Freedom am Luftschutzbunker. Foto: Frank Vinkenvleugel

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