Vorträge im Städtischen Museum Kalkar: Von der Wettervorhersage bis zur Dorfvision
Vorträge im Rahmen der Ausstellung „Grieth am Rhein“
KALKAR. Im Rahmen der Ausstellung „Grieth am Rhein“ lädt der Verein der Freunde Kalkars alle Interessierten zu zwei Vorträgen ins Städtisches Museum Kalkar ein.
Im ersten Vortrag am kommenden Montag, 12. Januar, um 18 Uhr macht der bekannte Hobbymeteorologe Hubert Reyers aus Kleve das Wetter und Klimabeobachtungen zum Thema. Ausgehend von persönlichen Erinnerungen schildert Reyers, wie bereits seine Kindheit sein Interesse für das Wetter geprägt hat und wie aus ersten eigenen Beobachtungen eine langjährige Leidenschaft für die Meteorologie entstand.
Im weiteren Verlauf des Vortrags erläutert er anschaulich, wie moderne Wettervorhersagen entstehen und was der aus Grieth gebürtige Wilhelm Jacob van Bebber als ein Wegbereiter moderner meteorologischer Verfahren damit zu tun hat. Dabei geht er auf die zugrunde liegenden Messdaten ein und erklärt, welche Rolle Wettermodelle, Rechenverfahren und Prognoseunsicherheiten bei der Vorhersage spielen. Ziel ist es, die oft komplexen Prozesse hinter Wetterberichten verständlich und nachvollziehbar darzustellen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der regionalen Perspektive: Anhand eigener Auswertungen und Beobachtungen zeigt Hubert Reyers, wie sich das Wetter am Niederrhein in den vergangenen Jahren verändert hat. Temperaturentwicklungen, Niederschlagsmuster und Extremwetterereignisse werden eingeordnet und in einen größeren Zusammenhang gestellt.
Unter dem Titel „Smart Villages – Komm, wir retten dieses Dorf“ spricht Birgit Mosler am Donnerstag, dem 15. Januar, um 18 Uhr über zukunftsorientierte Dorfentwicklung und bürgerschaftliches Engagement. Im Mittelpunkt steht ein Rückblick auf das Projekt Smart Villages der Hochschule Rhein-Waal sowie die daraus hervorgegangenen Ergebnisse in Grieth und in der Region.
Birgit Mosler zeigt auf, wie gemeinsam mit den Griether Bürgerinnen und Bürgern Entwicklungsperspektiven für den Ort erarbeitet wurden und welche ersten Schritte hin zu einer partizipativen Dorfentwicklung erfolgreich angestoßen werden konnten. Dabei werden sowohl konkrete Veränderungen im Ort als auch die hierfür notwendigen Schritte und Prozesse beleuchtet. Thematisiert wird dabei auch, wie Beteiligung gelingen kann und welche Rahmenbedingungen notwendig sind, um aktives Ehrenamt dauerhaft zu stärken. Der Vortrag richtet sich an alle Interessierten aus Bürgerschaft, Kommunen, Initiativen und Vereinen, die sich mit den Themen Dorfentwicklung, Partizipation und Engagement auseinandersetzen möchten.
Beide Vorträge sind als interaktives Format konzipiert. Fragen aus dem Publikum sowie Diskussionen sind während und nach dem Vortrag ausdrücklich erwünscht. Der Eintritt zum Museum und zu beiden Veranstaltungen ist frei.