Vorträge, Hörsteine und ein neues Buch zur Geschichte
Heimat- und Verkehrsverein Uedem plant für 2024 ein abwechslungsreiches Programm
Unter Organisation von Annette Lettow werden vom HVV monatlich Fahrradtouren und auch zwei Naturexpeditionen organisiert. Auch in der Mühle finden wieder Ausstellungen und Veranstaltungen des Mühlenteams statt.
„Dreiländereck“
Mit Vereinen aus Sonsbeck und Kervenheim plant der Heimatverein, einen Grenzstein an dem gemeinsamen Grenzpunkt an der Schwarzen Straße aufzustellen. Er soll daran erinnern, dass dort bis 1975 die Grenzen der Kreise Moers, Kleve und Geldern bestanden und man hierzu „Dreiländereck“ sagte. Mit der Gemeinde und der Liberation Route NRW werden zwei Hörsteine zu Ereignissen im Zweiten Weltkrieg aufgestellt. Die Liberation Route ist eine Organisation in den Ländern Frankreich, Belgien, Niederlande und Deutschland, die den Weg der Alliierten von der Normandie 1944 bis Berlin April 1945 erinnert. Im Kreis Kleve stehen bereits zehn Hörsteine und nun bald auch zwei in Uedem. Für die Unterbringung alter Schuhherstellungsgeräte hat der Heimat- und Verkehrsverein Uedem dank der Gemeinde einen neuen Raum gefunden, so dass der Umzug im Sommer stattfinden kann. Mit den Uedemerbrucher Vereinen und der Gemeinde wird im Sommer am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen. Im Herbst sind wieder Vorträge zur Geschichte Uedems geplant, mit dem Bürgermeister die Kirmeseröffnung und eine Ausstellung mit Bildern des Uedemer Malers Josef Pauels (1885-1979). Auch ist geplant, im Herbst das Buch „Uedem – eine kleine Stadt im Herzogtum Kleve, Teil 2“ mit Aufsätzen zur Geschichte der Stadt Uedem (1319-1800) zu veröffentlichen.
Im Februar 2025 will man den Opfern und der Zerstörung Uedems vor 80 Jahren, zum Ende des Zweiten Weltkrieges gedenken. Auch will man sich im nächsten Jahr für die Geschichte des Brunnenhauses einsetzen. In den 1930er-Jahren hatte die Gemeinde Uedem eine eigene Wasserversorgung mit dem Brunnenhaus und einen Wasserturm. Zum Ende des Krieges sprengten deutsche Soldaten den Wasserturm und zerstörten die Wasserversorgung. Zum Ende der Versammlung wurde noch ein Film von einem Spaziergang in Uedem um 1975 gezeigt.
Ein Hörstein ist ein großer Findling. Auf der Tafel stehen Hinweise zu dem Hörstein in den Sprachen Deutsch, Niederländisch und Englisch. Die auf der Tafel angegebenen Telefonnummern können angerufen werden, dort kann dann in den jeweiligen Sprachen ein Augenzeugenbericht von circa zwei bis drei Minuten zu den damaligen Kriegsereignissen angehört werden. In Uedem will der HVV auch zwei Hörsteine aufstellen. Foto: privat