Von Uedem nach Australien
Florian Grootens meistert Gravel-WM in Down Under
UEDEM. Von den Feldern des Niederrheins bis in den australischen Busch: Für Florian Grootens führte der Weg in diesem Jahr so weit wie nie zuvor. Am 11. Oktober ging der Fahrer von Sturm 03 Uedem im westaustralischen Nannup bei der Gravel-Weltmeisterschaft an den Start – nach fünf Stunden und zwölf Minuten im Sattel erreichte er das Ziel auf Platz 57 in der Altersklasse 19 bis 34 Jahre.
„Anspruchsvoller als in Europa“
Seine Streckenbilanz fällt eindeutig aus: „Es war ein sehr anspruchsvolles Rennen. Anspruchsvoller als die europäischen Rennen und landschaftlich sehr schön“, sagt Grootens rückblickend. Besonders der rote australische Schotter ist ihm in Erinnerung geblieben: rutschig und fordernd, aber gleichzeitig schnell zu fahren – eine Mischung, die das Rennen zu einer echten Herausforderung machte. Wer beim Begriff Gravel-Rennen zunächst an Mountainbiking denkt, liegt nur halb richtig. Die Fahrer nutzen Rennräder mit breiteren Reifen und sind damit auf wechselnden Untergründen unterwegs – von Asphalt über Feldwege bis zu losem Schotter. Gefragt sind dabei nicht nur Ausdauer, sondern auch Fahrtechnik und ein gutes Gespür für die jeweilige Strecke.
Zweite WM-Teilnahme in Folge
Für Grootens war es bereits die zweite Teilnahme an einer Gravel-Weltmeisterschaft: 2025 war er im niederländischen Zuid-Limburg gestartet, nun also Australien. Den Startplatz sicherte er sich jeweils über internationale Qualifikationsrennen, bei denen sich Fahrer aus aller Welt um die begehrten WM-Tickets messen. Die Austragung in Nannup war zudem eine Premiere für den gesamten Sport: Erstmals fand die Gravel-WM außerhalb Europas statt. Die Strecke verlangte den Teilnehmern mit ständigem Auf und Ab und kaum vorhandenen Erholungsphasen über Stunden hinweg alles ab.
Stolz für den Verein
Mit seiner Teilnahme hat Florian Grootens den Radsportverein Sturm 03 Uedem weit über die Grenzen des Niederrheins hinaus vertreten. Für den Verein ist es ein besonderer Moment, einen Fahrer aus den eigenen Reihen auf internationaler Bühne zu sehen.