Vollsperrung in Kalkar: Stadteingang wird umgebaut
Die Altkalkarer Straße ist ab dem Parkplatz „Im Schwanenhorst“ gesperrt. Geplant sind unter anderem neue Wege, sichere Übergänge und ein attraktiver Aufenthaltsbereich am Weiher.
KALKAR. Seit fast drei Jahren ist der umgebaute Kalkarer Marktplatz nun fertiggestellt. In dem Zusammenhang wurden auch die Hanselaerstraße sowie die Altkalkarer Straße umgebaut. Nun ist auch der Stadteingang an der Reihe: In dieser Woche hat der Bau der Teilmaßnahmen aus dem Integrierten Handlungskonzept, die „Inszenierung Stadteingang und Verknüpfung Wallbereiche (Altkalkarer Tor)“ und „Wassererlebnis am Stadteingang Altkalkarer Straße“ begonnen.
Seit Mitte der Woche ist die Altkalkarer Straße ab Höhe des Parkplatzes „Im Schwanenhorst“ dazu voll gesperrt. „Wir hatten über eine Teilsperrung nachgedacht. Diese war aber nicht möglich, da die Straße dafür nicht breit genug ist. Außerdem werden wir mit einer Vollsperrung auch schneller fertig als mit einer Teilsperrung“, erklärt Johannes Fehlemann vom ausführenden Straßen-, Tief- und Kanalbau-Unternehmen Völkers Bau aus Kalkar. Eine direkte Zufahrt zur Innenstadt vom Kreisverkehr am Kalkarer Fachmarktzentrum aus ist für Kraftfahrzeuge während der gesamten Bauzeit nicht möglich. Eine entsprechende Umleitung ist eingerichtet. „Das ist dieselbe Umleitung wie auch schon bei der Umgestaltung des Marktplatzes“, sagt Fehlemann. Sie gilt auch für den Parkplatz „Im Schwanenhorst“, der mit dem Pkw – anders als der Parkplatz am Friedhof – ausschließlich über die Straße „Bovenholt“ erreichbar ist. Fußläufig seien der Markt und die Innenstadt aber weiterhin jederzeit auch vom Kalkarer Stadteingang erreichbar. Für den Karnevalszug am Altweiber-Donnerstag im nächsten Jahr wird derzeit an einer alternativen Lösung für den Zugwe in diesem Bereich gearbeitet.
Im Zuge der Arbeiten sollen die Übergänge zwischen Antoniuswall und Georgswall gestärkt und die Wege entlang des Walls durchgängiger gestaltet werden. Ein Schwerpunkt liegt auf sicheren und gut sichtbaren Übergängen für Fußgänger und Radfahrer. Zudem soll der historische Stadteingang stärker hervorgehoben werden. Geplant sind eine bessere Orientierung für ankommende Besucher, eine stärkere Berücksichtigung umweltfreundlicher Verkehrsmittel und eine Entschleunigung des motorisierten Verkehrs.
Ein weiterer Teil der Baumaßnahmen betrifft das Wassererlebnis am Stadteingang an der Altkalkarer Straße. Dort soll ein attraktiver Aufenthaltsbereich am Wasser entstehen. Dafür werden die Blickbeziehungen zum Wall geöffnet und ein Ankunftsort für Fußgänger und Radfahrer geschaffen. Außerdem sind Sitzmöglichkeiten am Weiher vorgesehen, die in den Wallpark integriert werden sollen. Auch bei dieser Maßnahme ist geplant, die Wege entlang des Walls durchgängiger zu gestalten und einen Teilabschnitt der künftigen Fahrradstraße einzubinden.
Die Planung und Bauüberwachung für die Maßnahme „Inszenierung Stadteingang und Verknüpfung Wallbereiche (Altkalkarer Tor)“ übernimmt das Büro ambrosius blanke verkehr.infrastruktur (abvi) aus Bochum im Auftrag der DTP Landschaftsarchitekten GmbH aus Essen. Das Bauvolumen beträgt 506.106,49 Euro brutto.
Die Planung und Bauüberwachung für das Wassererlebnis übernimmt die DTP dagegen alleine. Das Bauvolumen liegt hier bei 122.392,70 Euro brutto. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Februar/Anfang März 2027 abgeschlossen sein. Beide Maßnahmen werden von der Völkers Bau GmbH aus Kalkar ausgeführt. 60 Prozent der Kosten beider Maßnahmen werden durch Mittel der Städtebauförderung finanziert.
Nach Abschluss der Bauarbeiten soll die Fahrradstraße zwischen Bovenholt und Bahnhofstraße eingerichtet werden. Auch die Führung des Radverkehrs auf der Altkalkarer Straße wird dann angepasst: Künftig sollen Radfahrer bereits kurz hinter dem Kreisverkehr auf der Fahrbahn geführt werden. Zudem wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf dem Abschnitt zwischen dem Kreisverkehr und der Innenstadt auf 30 Kilometer pro Stunde reduziert. Bislang gilt dort eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde.
Der Bagger ist schon da: Die Stadt Kalkar und die ausführenden Unternehmen stellten die Maßnahmen vor. NN-Foto: SP
Redakteurin in Xanten, Kalkar, Rheinberg und Alpen sowie Büderich und Ginderich