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Freuen sich auf den Musiksommer (v.l.): Markus Toppmöller, Jan van Egmond, Marianne Derksen, Dr. Kurt Kreiten, Melissa Schade, Boguslaw Strobel und Kristien Roels. NN-Foto: Rüdiger Dehnen
3. Juli 2025 · Heiner Frost · Kleve

Vierzehn Tage, 143 Konzerte

Am 21. Juli startet in der Wasserburg Rindern der 18. Internationale Musiksommer Campus Cleve

NIEDERRHEIN. Muss man’s noch erklären? Zugereisten vielleicht, oder Urlaubsgästen. Also: Da gibt es diese Veranstaltung mit dem Namen „Internationaler Musiksommer Campus Cleve“ ...

Klingt irgendwie raumgreifend und – ist es auch. 143 Konzerte dies- und jenseits der Grenze in vierzehn Tagen. Okay, Quantitäten sind nicht notwendigerweise Qualitäten, aber die Erfahrungen der letzten 17 (!) Ausgaben lehrt: Was da geboten wird, kann sich hören lassen.

Alle Konzerte zum Nulltarif. Zeit fürs Aufräumen mit einem Vorurteil, das da lautet: wenn’s nix kostet, ist es auch nix. Quatsch. Das Publikum zahlt keinen Eintritt – kostenlos ist die Sache keineswegs. Die da an den Start, beziehungsweise auf die Bühne gehen, sind Teilnehmer des „Heinrich Neuhaus“ Meisterkurses für Klavier; eine irgendwie handverlesene Tastenelite, allesamt besessen genug, die vorlesungsfreie Zeit mit Unterricht zu füllen. Und das noch: Der Unterricht allein ist es nicht – hinzu kommt das Üben. Und ein Teil des Übens ist das Auftreten vor Publikum. Eben das bietet der Kurs seinen Teilnehmenden: tägliche Feuertaufen.

Die Konzerte: geliefert in handlichen 60-Minuten-Portionen. Ganz wichtig: Wem’s gefällt, der verleiht seiner Begeisterung zuerst durch kräftigen Applaus und wenn möglich anschließend durch eine Spende für die jungen Künstler Aus- und Nachdruck. Neu in diesem Jahr: Wer den Geldbeutel zuhause vergessen haben sollte, kann „elektrisch“ spenden.

Ein 80-seitiges Programmheft verschafft Überblick über Dozenten, Teilnehmer, Programme, Aufführungsorte – eben über alles, was man bereits im Vorfeld gern wüsste. Für manchen liegt ja der Reiz im zu hörenden Programm, in der Auswahl der Stücke also – andere interessieren sich für die Ausführenden, deren Heimatländer in einem zusätzlichen (zweisprachig angelegten) Flyer mit Flaggen angezeigt werden. Die Spielstätten: in Deutschland und in den Niederlanden. Alles steht zu Buche, pardon: zu Flyer.

Denkt man über die Zahl der Konzerte nach, landet man zwangsläufig beim Thema Logistik: Alle Künstler müssen ja auch „bewegt“ werden: von der Wasserburgrindernhomebase zum Spielort und zurück. Boguslaw Strobel, künstlerischer Leiter des Kurses: „Wir sind besonders stolz auf unsere ehrenamtlichen Unterstützer, die den Fahrbetrieb übernehmen.“ Wichtig zu wissen: Alle Fahrten sind versichert. Was muss, das muss.

Und wer Appetit hat und sich auf Auswählen freut oder herausfinden möchte, wo überall gespielt wird, der steuert die Website www.musiksommer-cleve.eu oder www.pianofestival-nrl.eu an. Stattfinden werden die 143 Konzerte im Zeitraum zwischen dem 21. Juli und dem 2. August. Beginn ist, mit Ausnahme des Eröffnungskonzertes in der Kapelle der Wasserburg Rindern (19.30 Uhr am Montag, 21. Juli) immer um 19 Uhr. Ab dem 22. Juli bis zum 2. August (Ausnahme: 27. Juli) finden dann täglich Konzerte ab 19 Uhr statt. Das lässt sich merken. Diagnose: bemerkenswert.

Parallel zum Internationalen Musiksommer findet zum 35. Mal der Klevische Klaviersommer in der Konzertmuschel im Forstgarten statt. Veranstaltet wird er vom Klevischen Verein für Kultur und Geschichte/ Freunde der Schwanenburg. Zum Auftakt am Sonntag, 20. Juli, spielt Anna Malikova, am Sonntag, 27. Juli, ist Christian Fritz zu Gast. Schaghajegh Nosrati gestaltet das Konzertprogramm am Sonntag, 3. August, und zum Abschluss konzertiert Nino Gvetadze am Sonntag, 10. August. Die Konzerte des Klevischen Klaviersommers beginnen jeweils um 17 Uhr. Ein besonderes Highlight ist das Nocturne-Konzert, das von Teilnehmern des Internationalen Musiksommers bestritten wird. Es findet am Sonntag, 27. Juli, ab 22 Uhr statt. Allerdings nur bei gutem Wetter. Auch für die Konzerte des Klevischen Klaviersommers gilt: Eintritt frei. Spenden sind aber ebenfalls sehr willkommen.

Konzerte (Auszug): Alpen, Evangelische Kirche, Burgstraße 43a: 23. und 24. Juli, 29. und 30. Juli, jeweils ab 19 Uhr; Emmerich, Stadttheater, Grollscher Weg 6: 22. bis 24. Juli, 28. Juli bis 1. August, jeweils ab 19 Uhr; Geldern, Refektorium, Ostwall 22: 22., 24., 26., 29., 31. Juli, 2. August, jeweils ab 19 Uhr; Goch, Kastell, Kastellstraße 1: 25. und 26. Juli, 29. Juli, 1. August, jeweils ab 19 Uhr; Issum, Evangelische Kirche, Geldernerstraße 20: 29. und 31. Juli, jeweils ab 19 Uhr; Kalkar, Rathaussaal, Markt 20: 22. und 23. Juli, 30. und 31. Juli, jeweils ab 19 Uhr; Kevelaer, Clemenskapelle, Klostergarten 1: 22. bis 24. Juli, 29. bis 31. Juli, jeweils ab 19 Uhr; Rees, Bürgerhaus, Markt 1: 30. Juli bis 1. August, jeweils ab 19 Uhr; Sonsbeck, St. Bernardin, St. Bernardin Straße 65: 23., 25. und 30. Juli, 1. August, jeweils ab 19 Uhr; Straelen, DietrichBonhoeffer-Kirche, Bahnstraße 23: 23., 25. und 30. Juli, 1. August, jeweils ab 19 Uhr; Xanten, Rathaus, Karthaus 2: 23. und 24. Juli, 29. und 30. Juli, jeweils ab 19 Uhr.

Freuen sich auf den Musiksommer (v.l.): Markus Toppmöller, Jan van Egmond, Marianne Derksen, Dr. Kurt Kreiten, Melissa Schade, Boguslaw Strobel und Kristien Roels. NN-Foto: Rüdiger Dehnen

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