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Hundeführerin Anne Geuyen und ihr Hund Naika sind ein eingespieltes Team. Foto: Michael Rögels
15. August 2024 Von NN-Online · Geldern

Vierbeinige Jagdbegleiter: So wird ein Hund zum Helfer

Jagdgebrauchshundverein Gelderland beschreibt den Ablauf der Ausbildung

GELDERLAND. „Jagd ohne Hund ist Schund!“ – Ein geläufiges Sprichwort in Jägerkreisen, welches ausdrückt, dass die Jagdausübung ohne Unterstützung von brauchbaren Jagdhunden nicht möglich und sogar verboten ist. Mit diesem Bewusstsein wurde 1978 der Jagdgebrauchshundverein Gelderland gegründet und versteht sich seither, Jagdhunde und deren Besitzer nicht nur auf die Prüfungen, sondern primär auf die jagdliche Praxis vorzubereiten.

Gut ausgebildete Jagdhunde sind nicht nur für die Jagd selber von großer Bedeutung, sie tragen enorm zum Tierschutz und zum Naturschutz bei. Der außergewöhnliche Geruchssinn ermöglicht es den Hunden, verletztes oder verendetes Wild schnell und präzise zu finden. Dies ist unter anderem bei Verkehrsunfällen besonders wichtig, damit verunfallte Tiere rechtzeitig gefunden werden können und nicht unnötig leiden müssen. Dabei zeigen Jagdhunde besonders unter schwierigen Bedingungen, wie Dunkelheit, schlechtem Wetter und unwegsamen Gelände ihre Stärke.

Denn ein gut ausgebildeter Hund arbeitet eng mit seinem Führer zusammen, was zu einer effektiveren und harmonischeren Jagd führt und unnötige Störungen im Lebensraum der Wildtiere minimiert. Der Verein setzt sich mit Leidenschaft dafür ein, dass die Jagdpraxis in der artenreichen Niederwild-Region nachhaltig und verantwortungsbewusst durchgeführt wird. Ein besonderes Anliegen des Vereins ist unter anderem die Nachwuchsförderung. Junge Jäger und angehende Hundebesitzer werden ermutigt, sich nicht nur in den Verein, sondern auch aktiv in die Ausbildung ihrer Hunde einzubringen. „Es ist uns wichtig, die nächste Generation von Jägern und Hundebesitzern zu unterstützen und ihnen das Wissen und die Fähigkeiten zu vermitteln, die sie benötigen“, betont Hans Gellen, erster Vorsitzender des Jgv Gelderland.

Derzeit werden 15 Gespanne unter den kundigen Augen von Arno Gellen und Monique Vollmer bis September wöchentlich auf die wichtige Prüfung vorbereitet, um künftig eine verantwortungsvolle und nachhaltige Jagdpraxis gewährleisten zu können. Nicht nur die Hunde lernen dabei, sondern auch die Hundeführer erhalten wichtige Tipps und Ratschläge. Insbesondere beim Wildschleppen will ein korrektes Ansetzen geübt sein. In diesem Fach muss der Hund einer simulierten Fährte vom verletzten Wild nachgehen, dieses finden und dem Besitzer unverzüglich bringen. „Denkt an den Wind. Ihr dürft die ersten 30 Meter mitgehen und dreht euren Hunden nie den Rücken zu“, gibt Arno Gellen jedem Kursteilnehmer eindringlich mit: „Dann wird das schon.“ In dem letzten halben Jahr fanden neben Grundgehorsam, wie Leinenführigkeit und Schussfestigkeit, auch regelmäßige Trainingsstunden an verschiedenen Gewässern statt. Denn nicht nur am Land muss der Hund mit seinem Führer zusammenarbeiten, sondern verlorenes Wild auch im Wasser auffinden und bringen.

Im September heißt es dann Daumen drücken, wenn die Gespanne ihr erlerntes Wissen unter den strengen Augen der Richter unter Beweis stellen und es dann hoffentlich heißt: „Sie haben einen brauchbar geprüften Jagdhund.“ Weitere Informationen zum Verein finden Interessierte auf der Website des Vereins www.jgv-gelderland.de. Der Jgv kann alternativ auch direkt per E-Mail unter info@jgv-gelderland.de kontaktiert werden.

Hundeführerin Anne Geuyen und ihr Hund Naika sind ein eingespieltes Team. Foto: Michael Rögels

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