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VHV und Kesseler Bürger kämpfen um den Erhalt des Grundschulstandortes in Kessel. NN-Foto: Archiv/CDS
8. Februar 2023 · Goch

VHV Kessel : „Grundschule Kessel muss bleiben“

Offener Brief wurde nun an die Politik übergeben

KESSEL. „Es ist uns ein ganz wichtiges Anliegen, dass die Grundschule in Kessel erhalten bleibt. Das ist wichtig für die hier wohnenden Familien, für das gesamte Dorfleben und für die Zukunftsfähigkeit unseres Dorfes,“ so Bernd Thönnesen, Vorsitzender des Verkehrs- und Heimatverein Kessel.

Im Sommer letzten Jahres sei die bereits von der Politik beschlossene Sanierung der Grundschule in Kessel überraschend von Bürgermeister Ulrich Knickrehm gestoppt worden. Hintergrund seien wohl neue Erkenntnisse zu den Schülerprognosen und befürchtete Kostensteigerungen gewesen. Die anschließend beim Büro biregio in Auftrag gegebene Aktualisierung und Fortschreibung des Schulentwicklungsplans zeige für das gesamte Stadtgebiet einen zusätzlichen Raumbedarf auf.

Bezogen auf die Niers-Kendel-Schule mit den Standorten in Asperden und Kessel werden verschiedene Optionen aufgezeigt. Eine Variante befasst sich mit einer umfangreichen Vergrößerung der „Niers-Kendel-Schule“ in Asperden und der Schließung der Grundschule in Kessel. Allerdings gebe das Gutachten auch zu bedenken, dass eine Grundschule auch ein wichtiger Standortfaktor für Kessel ist.

„Soweit wir wissen, wird sich die Politik der Stadt Goch in den kommenden Wochen ausgiebig mit der Standortfrage befassen. Ganz Kessel ist über eine drohende Schließung der Grundschule bestürzt. Dies zeigen über 980 Unterschriften und das klare Bekenntnis aller Kesseler Vereine für den Erhalt der Grundschule beim jüngsten ,Runden Tisch‘ am 12. Januar“, betont Bernd Thönnesen. Die Sorgen um die Gesamtattraktivität von Kessel greift auch die von Lars Wagner, (engagierter Kesseler Bürger) erarbeitete Machbarkeitsstudie und Stellungnahme zum biregio-Gutachten auf. Diese Untersuchungen wurden durch die Beauftragung des Architekten Gunnar Ader (Architekturbüro Ader & Kleemann aus Kalkar) ergänzt. Kernthese der Ausarbeitungen ist, dass kleine Erweiterungen in Asperden und Kessel kostengünstiger und flexibler seien, als ein zentraler Neubau in Asperden bei einer einhergehenden Schließung des Grundschulstandorts Kessel. „Die Stärkung beider Schulstandorte in Asperden und Kessel ist nicht nur kostengünstiger – sie entspricht auch dem Willen der Schulkonferenz, die sich eindeutig für den Erhalt beider Standorte ausgesprochen hat. Zudem werden die Fahrten der Schülerinnen und Schüler (unter anderem zur Nutzung der Sporthalle und des Schwimmbades) reduziert. Ein gesundes Wachstum an beiden Standorten bietet überdies die Möglichkeit, in Zukunft flexibler auf möglicherweise weiter steigenden Schülerzahlen zu reagieren,“ hebt Lars Wagner hervor.

„Wir können derzeit keinen Grund erkennen, der für eine Schulschließung in Kessel spräche. Vielmehr kann die Stadt Goch durch eine Stärkung der Grundschulstandorte in Asperden und Kessel ihren Anspruch als familienfreundliche Kommune mit einem wohnortnahen Grundschulangebot festigen,“ so Norbert Wilder vom Verkehrs- und Heimatverein.

Der VHV Kessel appelliert an Bürgermeister und Rat der Stadt Goch: „Beachten Sie die ,Kesseler Argumente‘ und sichern Sie den Grundschulstandort Kessel.“

VHV und Kesseler Bürger kämpfen um den Erhalt des Grundschulstandortes in Kessel. NN-Foto: Archiv/CDS

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