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Pfarrerin Sabine Heimann hat die vergangenen 15 Jahre im Dienst der evangelischen Kirche Geldern verbracht. Nun freut sie sich auf mehr Zeit für Hund und Pferd. NN-Foto: J. Kurschatke
11. Februar 2026 · Jacqueline Kurschatke · Geldern

Verabschiedung von Pfarrerin Sabine Heimann

Nach 15 Jahren tritt die Theologin aus Geldern ihren Ruhestand an

GELDERN. Pfarrerin Sabine Heimann nimmt Abschied von ihrer Pfarrstelle in der evangelischen Kirchengemeinde Geldern. 15 Jahre war sie hier Seelsorgerin, Predigerin und für die Menschen da. Nun freut sich die Theologin auf ihren Ruhestand und mehr Zeit zur freien Verfügung. Am Sonntag, 1. März um 11 Uhr wird Sabine Heimann bei einer Messe in der Heilig-Geist-Kirche offiziell aus ihrem Dienst entlassen.

Sich vor Ort verwurzeln, den Menschen persönlich nah sein; das geht am besten in der Gemeinde, findet Pfarrerin Sabine Heimann. Bevor sie ihren Dienst in Geldern antrat, verbrachte sie im Namen der Kirche viele Jahre auf Reisen im Ausland, besuchte Partnergemeinden. In China, Namibia oder Süd-Amerika erlebte Heimann dabei, wie abseits von Deutschland Gottesdienst gefeiert wird. Eine Sache fiel besonders auf: „Hier hält man einen Gottesdienst für gelungen, wenn alles ruhig verläuft. In anderen Ländern wird fröhlich und laut Gottesdienst gefeiert. Das wollte ich von meinen Reisen mitbringen. Diese Lebensfreude und Fröhlichkeit auch hier spürbar machen.“ Eigentlich hat die gebürtige Essenerin, den Niederrhein nie für ihre Arbeit in Erwägung gezogen. Bis ein befreundeter Kollege sie auf eine Stellenausschreibung für den Pfarrdienst in Geldern aufmerksam machte. „Wir haben in unserem Beruf das Glück, das wir uns vorab schon in der Gemeinde umsehen und den Gottesdienst besuchen können. Die Heilig-Geist-Kirche hat sofort einen positiven Eindruck bei mir hinterlassen. Alles wirkte hell, freundlich und offen auf mich“, erinnert sich Heimann. Für sie sei es an der Zeit gewesen nach ihren vielen Reisen sesshaft zu werden. „Ich wusste von Anfang an, dass wenn ich mich auf eine feste Stelle bewerbe, ich dort auch die nächsten 15 Jahre bleiben möchte.“ So zog Heimann schließlich in die Drachenstadt.

Als Referentin für Mission und Ökumene beschäftigt sie sich während ihrer Amtszeit besonders für gesellschaftliche Themen und Feminismus. So reformiert Heimann beispielsweise den Abendtreff „Frau trifft Kirche“ um auch für berufstätige Frauen eine Möglichkeit zum Austausch zu schaffen. Der Glaube und die Beziehung zu Gott bleibt für Heimann eine immerwährende Aufgabe. „Mein Antrieb bestand darin, die Theologie immer wieder selbst zu hinterfragen und auch Dinge in Zweifel zu stellen. Ich fragte mich, was das für meinen Glauben bedeutet, und wie ich ihn näher an die Menschen bringen kann“, erläutert Heimann weiter.

In ihrem Ruhestand freut sich Heimann auf mehr Zeit zur freien Gestaltung, insbesondere mit ihrem Hund und Pferd. Für die Zukunft wünscht sie sich Veränderung. Eine Gemeinde, die in Bewegung bleibe, so wie die Welt. In Ihrem letzten Brief an die Gemeinde schreibt Heimann: „Wie dringend unsere Welt eine Erneuerung braucht, das können wir heute wohl kaum mehr übersehen. So wächst die Sehnsucht stetig nach mehr Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Und so wünsche ich uns allen hier in Geldern, wie auch mir persönlich für die kommende Zeit, dass wir Gott gut zuhören, unsere Ohren und Herzen öffnen und verstehen, dass wir alle gemeinsam auf dem Weg sind und uns an dem Neuen, das Gott verspricht, beteiligen können und dürfen.“

Am Sonntag, 1. März wird Pfarrerin Sabine Heimann ab 11 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche mit einem Gottesdienst verabschiedet. Im Anschluss lädt die Kirchengemeinde ein, bei Suppe sowie Kaffe und Kuchen zusammen zu kommen. Zum Gemütlichen ausklingen lassen des Wochenendes.

Pfarrerin Sabine Heimann hat die vergangenen 15 Jahre im Dienst der evangelischen Kirche Geldern verbracht. Nun freut sie sich auf mehr Zeit für Hund und Pferd. NN-Foto: J. Kurschatke

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