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Jürgen Kaiser, Geschäftsführer der Niederrheinischen IHK, im Porträt. Foto von Jacqueline Wardeski.
27. April 2026 Von NN-Online · Niederrhein

„US-Zoll-Chaos verunsichert Unternehmen“

IHK: „EU muss geschlossen auftreten“

NIEDERRHEIN. Die USA müssen rechtswidrige Zölle zurückzahlen. Das hatte der Oberste Gerichtshof im Februar beschlossen. Inzwsichen können Unternehmen Anträge auf Rückerstattung stellen. Allerdings nur auf ausgewählte Waren – und neue Zölle sind bereits angekündigt. Für Unternehmen bedeutet das Unsicherheit, fehlende Planbarkeit und zusätzliche Belastung, sagt Jürgen Kaiser, Geschäftsführer der Niederrheinischen IHK: „Die USA sind weiterhin ein wichtiger Handelspartner für unsere Wirtschaft, aber ein unberechenbarer. Dass nun Zölle zurückerstattet werden sollen, ist die richtige Botschaft. Unternehmen sollten prüfen, ob sie Anspruch auf eine Rückzahlung haben. Doch der Prozess ist kompliziert und bürokratisch“, betont Kaiser. Produktspezifische Zölle auf Stahl, Aluminium oder Kupfer sowie Autoteile oder Pharmazeutika bleiben bestehen. Gleichzeitig hat US-Präsident Trump neue Zölle angekündigt. „Ein Ende des Zollkonfliktes mit den USA ist leider nicht in Sicht. 85 Prozent der Unternehmen in NRW beklagen Belastungen durch die US-Zollpolitik. Eine so unsichere Lage schwächt die Wirtschaft. Die EU muss geschlossen dagegen auftreten,“ so Kaiser.

Jürgen Kaiser, Geschäftsführer der Niederrheinischen IHK. Foto: Niederrheinische IHK/Jacqueline Wardeski

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