Unter Volllast überzeugt
Neue Fahrdienststruktur im Notdienst: KV Nordrhein zieht positives Fazit nach dem Osterwochenende
NIEDERRHEIN. Ostern ist traditionell eines der einsatzstärksten Wochenenden im ambulanten Notdienst, also zu der Zeit, in der die Fach- und Hausarztpraxen geschlossen sind. „Gerade an so einem verlängerten Wochenende zeigen sich auch besonders die Vorteile unserer neuen Struktur für den ambulanten Fahrdienst“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KV Nordrhein).
Seit dem 1. April stehen für ärztliche Hausbesuche außerhalb der Praxisöffnungszeiten (abends, nachts, am Wochenende oder feiertags) in Nordrhein spezialisierte Kooperationsärzte bereit. Zentral geplant, digital unterstützt und flexibel eingesetzt durch die KV. Den Auftakt machte im Januar die Pilotregion Düsseldorf/Neuss, dort wurde erfolgreich gestartet. Zum April folgte nun rund um das Osterwochenende der nordrheinweite Rollout. „Die Reform des Fahrdienstes ist für uns der Startpunkt einer zukunftsfähigen und sicheren Gestaltung des ambulanten Notdienstes“, beschreibt Dr. Bergmann die Bedeutung der Fahrdienstreform.
Gleichzeitig sorge die Reform für mehr Qualität in der Versorgung immobiler Patienten. Dr. Bergmann: „Mit unserer neuen Software nehmen wir den Ärztinnen und Ärzten sehr viel Verwaltungsarbeit ab und durch die zentrale Steuerung können wir schneller und flexibler reagieren.“ Im besten Fall könne das auch die Wartezeit für den nächsten Patienten verkürzen, so der Vorstand der KV Nordrhein.
Bisher mussten viele Haus- und Fachärzte für die Hausbesuche noch ihre eigenen PKWs nutzen. Auch das fällt nun weg. „Durch die Kooperation mit einem Dienstleister, der die Fahrzeuge und Fahrer stellt, kann sich der Arzt voll auf die Vorbereitung und Nachbereitung des Hausbesuches konzentrieren. Denn das ist, was für uns alle an erster Stelle steht: eine bestmögliche und gesicherte Versorgung der Menschen in Nordrhein.“ Dazu kommt: Besonders zu den Nachtstunden ist die Begleitung durch einen Fahrer ein Sicherheitsgewinn.
Fazit Osterwochenende
Frank Bergmann: „Wir sind mit dem Start unter dem Strich sehr zufrieden. Unsere Erwartungen, die wir aufgrund der Erkenntnisse der Pilotphase gemacht haben, haben sich erfüllt. Und wir wissen nach diesem Wochenende nun auch, wo und wie wir den einen oder anderen organisatorischen Ablauf proprietär vor Ort in den Bezirken noch anpassen werden.“ Insgesamt gab es rund 3.200 Einsätze am verlängerten Osterwochenende.
Dank an Ärzteschaft und Team
„Dass das erste Wochenende in der neuen Struktur nun trotz einzelner Herausforderungen erfolgreich war, ist der Vorarbeit des Projektteams und den Menschen zu verdanken, die an den Feiertagen im Einsatz waren“, betont der Vorstandsvorsitzende der KV Nordrhein Frank Bergmann. „Das lange Wochenende war sehr arbeitsreich, neben einigen dutzend Ärztinnen und Ärzten waren zudem auch viele Fachleute der KV Nordrhein im Einsatz, um die ambulante Versorgung der Menschen in Nordrhein sicherzustellen. Jeder und jedem einzelnen möchte ich herzlich für das Engagement danken!“
Jetzt werde man die Erfahrungen aus der ersten Einsatzwoche strukturiert auswerten. „Unsere neue Struktur bietet uns jederzeit die Möglichkeiten, weitere Anpassungen – auch kurzfristig im laufenden Betrieb – zu machen.“ Das habe sich am Osterwochenende bereits ausgezahlt. „Wir werden unsere neuen Erkenntnisse nutzen, um wichtige Kleinigkeiten anzupassen, wenn es nötig wird. Heute aber sind wir alle dankbar und zufrieden über das vergangene Osterwochenende“, so der Vorstand der KV Nordrhein.
Die KV Nordrhein lädt ebenso interessierte Ärztinnen und Ärzte ein, Teil des neuen Fahrdienstes zu werden – weitere Informationen unter https://www.kvno.de/praxis/praxismanagement/notdienstorganisation/kooperationsaerzte-im-notdienst