Tafel Geldern positioniert sich klar gegen Rassismus
Organisation legt Hoffnung in politische Entscheidungen der neuen Regierung
GELDERN. Trotz wachsender Herausforderungen schaut die Tafel Geldern optimistisch in die Zukunft. Dank der Unterstützung aus der Gesellschaft kann die Organisation weiterhin vielen Menschen zur Seite stehen, die in Not geraten sind. Gleichzeitig hoffen die Tafel Geldern und ihre Ehrenamtler, dass die anstehenden politischen Entscheidungen die soziale Situation der Tafelbesucher nicht weiter verschärfen.
Ein besonders wichtiges Anliegen der Tafel Geldern ist die Förderung von Vielfalt und Toleranz. Die Organisation positioniert sich entschieden gegen Rassismus und jede Form der Diskriminierung. „Unsere Arbeit basiert auf Solidarität und Menschlichkeit – wir unterstützen Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft oder Religion, solange sie nachweislich auf unsere Hilfe angewiesen sind“, betont Alfred Mersch, Vorsitzender der Tafel Geldern. „Wir erleben täglich, wie wichtig Gemeinschaft und Zusammenhalt sind. Während der Wartezeiten bei der Ausgabe ist die Tafel häufig ein Ort der Begegnung und Kommunikation. Die Tafelbesucher stammen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Herkunftsländer und der Umgang untereinander und uns gegenüber ist stets friedlich und von Respekt geprägt. Deswegen möchten wir ein klares Zeichen setzen: Rassismus hat keinen Platz – weder bei uns noch in unserer Gesellschaft.“
Vor diesem Hintergrund hat die Tafel Geldern bereits im Herbst 2021 einen entsprechenden Passus in ihre Satzung aufgenommen, wonach sie rassistischen, fremdenfeindlichen und diskriminierenden Bestrebungen und Verhaltensweisen entschieden entgegentritt. Die Arbeit der Tafel Geldern wäre ohne das Engagement vieler freiwilliger Helferinnen und Helfer nicht möglich, betont Mersch weiter.
Daher bedankte sich die Tafel Geldern auch in diesem Jahr wieder mit ihrem traditionellen Frühjahrstreffen bei ihren ehrenamtlichen Unterstützern. Die Ehrenamtler kamen zur niederrheinischen Kaffeetafel zusammen und genossen die Zeit zum Austausch. Es verbindet sie das schöne Gefühl, gemeinsam etwas bewegen zu können. Ein weiteres wichtiges Fundament der Arbeit sind die langjährigen Partnerschaften mit Supermärkten, Unternehmen, Spendern und Sponsoren. „Ohne diese Unterstützung könnten wir unsere Arbeit in dieser Form nicht leisten“, so Alfred Mersch weiter. Die enge Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft sorge dafür, dass Lebensmittel gerettet und gleichzeitig dorthin gebracht, wo sie dringend gebraucht würden. „Dieses Engagement zeigt, dass Solidarität lebendig ist. Wir blicken deshalb mit Zuversicht in die Zukunft und werden weiterhin für die Menschen da sein, die auf unsere Hilfe angewiesen sind.“ Damit die Arbeit der Tafel Geldern auch in Zukunft gesichert ist, werden weiterhin ehrenamtliche Helfer gesucht. „Jede helfende Hand ist bei uns herzlich willkommen“, erklärt Mersch. Ob bei der Organisation, der Lebensmittelausgabe oder der Logistik – es gibt viele Möglichkeiten, sich einzubringen und einen Beitrag zu leisten.