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Laden zum Mitfeiern auf dem K-Vibez ein: (v.l.) Markus Bertino, Max Lehnen, Thomas Meyer und Vivienne Vesper. Nicht im Bild: Stephan Osterkamp. NN-Foto: Thomas Langer
13. August 2025 · Thomas Langer · Kevelaer

Street-Culture für die ganze Familie

Das 4. K-Vibez-Festival vereint am 23. August Skaten, Graffiti-Kunst und mehr

KEVELAER. Mit dem 4. K-Vibez im Skatepark an der Gesamtschule vermengt der Verein Skate Aid Kevelaer wieder Skaten mit Graffiti-Kunst, Livemusik, Partystimmung und erstmals den Lowrider-Bikes der Cursed Kings zu einem Street-Culture-Festival für die ganze Familie. Ganz nebenbei zeigen die Veranstalter mit dem Event am Samstag, 23. August, dass die Vorurteile vom unruhestiftenden Skater und vandalierenden Graffitikünstler längst passé sind.

Bei aller Vielfalt im Programm: Den Kern des K-Vibez bildet auch 2025 wieder das Skaten. Im Mittelpunkt steht dabei der Skateboard-Contest, bei dem gewissermaßen der inoffizielle westdeutsche Meister ermittelt wird. Bei diesem Wettbewerb handelt es sich zudem um die größte der fünf Haltestellen im Grenzland Cup, der sich aus Events in den Niederlanden und Deutschland zusammensetzt. In Kevelaer warten verschiedene Kategorien auf die Teilnehmer: neben Ladies und Adults, die Teil des Grenzland-Cups sind (Beginn ab circa 13 Uhr), gibt es noch die Kategorien Kids (von circa 10 bis 12 Uhr, inklusive Siegerehrung) und Profis (ab circa 16.30/17 Uhr). Anreize für die Teilnahme gibt es nicht nur in Form von Anerkennung und einer Menge Spaß, talentierte Skateboarder können dabei auch Geldprämien und viele Sachpreise einheimsen.

Welchen Stellenwert das K-Vibez mittlerweile in der Szene genießt, zeigt die mitunter illustre Teilnehmerliste, zu der auch zahlreiche Skater von Rang und Namen gehören. „Wir haben unter anderem einige der besten deutschen Skater, aber auch den belgischen Meister und Candy Jacobs, die holländische Olympiateilnehmerin, dabei“, nennt Thomas Meyer, einer der Organisatoren, Beispiele.

Namhafte Künstler

Ähnliches gilt für den Graffiti-Bereich des K-Vibez. Auch hier arbeiten viele bekannte, teils internationale Künstler wie „Oldhouse“ Seite an Seite. Sie werden von Donnerstag bis Sonntag ein weiteres Mal reichhaltige Streetart erschaffen. „Jeder Graffiti-Maler möchte seine eigene Botschaft rüberbringen“, erklärt Mitorganisator Markus Bertino. Das Schönste dabei sei es zu sehen, wie gestandene Maler dadurch auch den Nachwuchs inspirieren.

Statt ihre gewohnten Gagen zu verlangen, die auch schnell die 5.000 Euro-Marke bei weitem übersteigen können, nehmen die Graffiti-Künstler am K-Vibez nur aus Spaß an der Sache und der Atmosphäre wegen teil. Die einzige „Bezahlung“ dient der Kunst an sich: Sprühdosen, Hebebühnen und Essen.

Damit leistet Skate Aid Kevelaer nebenher auch der Stadt einen Dienst: Die zumeist bereits bemalten Flächen werden von den Veranstaltern mithilfe der Sponsoren und Spenden in Eigenregie frisch gestrichen, um anschließend wieder von den Künstlern verziert zu werden – alles zum Nulltarif.

So sollen bald weit mehr als 60 Maler die Dreifach-Turnhalle – abgesehen von der Front – vollständig bemalen, genauso wie zum Teil das Hallenbad und die Kroatenhalle auf der Schulhofseite ein Makeover erhält. Dabei haben die Verantwortlichen vor allem in der Nähe der Schule die Kinderfreundlichkeit der Motive im Blick. Insgesamt gibt es dieses Jahr mehr Flächen für die Maler als noch 2024.

Kinderfreundlich ist auch die Möglichkeit für die jungen (und älteren) Besucher, sich an ausgewiesenen Wänden selbst einmal an Graffitikunst versuchen zu können. Kinder bekommen aber auch darüber hinaus im Kids-Bereich viel geboten, dank Sponsoren wie der Volksbank, Allianz, Westenergie, Kamps oder der Stadt: Zum Angebot gehören ein Street Art Event, Familienstände mit Hüpfburg, eine Klatschwand oder auch ein Ballonkünstler.

Egal ob Alt oder Jung: Wer zwischen den Contests einmal selbst auf ein Skateboard steigen möchte, kann das gerne tun: Einfach einen der Veranstalter ansprechen. Diese helfen gern bei den Fahrversuchen.

Selbiges gilt ebenfalls für die Lowrider-Bikes, mit denen die Cursed Kings anreisen werden. Neben einer Lowrider-Bike-Show und dem Meet and Greet mit vielen getunten Bikes wartet ab circa 19.30 Uhr die „critical mass“, die große Ausfahrt durch Kevelaer, auf die Besucher. Hier machen sich Skater und Biker gemeinsam auf den Weg – interessierte Bürger sind herzlich eingeladen, sich mit ihren Fahrrädern anzuschließen. „Der ADFC schließt sich dem Event ebenfalls an“, sagt Thomas Meyer. „Wir machen etwas in Kevelaer für Kevelaer. Wir wollen etwas Allgemeintaugliches bieten, aber damit auch auffallen“, erläutert er.

Das Angebot hat sich damit aber noch nicht erschöpft: Auf der Shopping-Meile bieten rund zehn Händler Kunst und fachspezifische Produkte an. Die bekannte Schuhmarke Vans wird gratis Waffeln verteilen, ein Tätowierer bietet seine Dienste an und sogar eine eigene K-Vibez Schokolade aus den Niederlanden wird dem Event seinen leckeren Stempel aufdrücken. „Es gibt auch eine riesige Tombola mit über 1.000 Preisen“, sagt Mitorganisator Max Lehnen. „Den gesamten Erlös werden wir an Skate Aid in Münster spenden.“ Damit werden Skateparks auf der ganzen Welt finanziert.

Anmeldungen noch möglich

Ein Wermutstropfen trübt aber doch die Vorfreude auf das Street-Culture-Event: Skateboard-Legende und Skate-Aid-Gründer Titus Dittmann wird dieses Jahr nicht persönlich vor Ort sein können. Dafür kann das Veranstalter-Team aber schon jetzt die Vorfreude auf 2026 schüren: Am 25. April soll im Bühnenhaus die K-Vibez-Night-Edition stattfinden, um die Party mit Live-Hip-Hop und DJs fortzusetzen.

Das K-Vibez findet am Samstag, 23. August, von 10 bis 22 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es unter https://kvibez.de. Hier kann man sich auch noch bis zwei Tage vor dem Event für den Skate-Wettbewerb anmelden.

Laden zum Mitfeiern auf dem K-Vibez ein: (v.l.) Markus Bertino, Max Lehnen, Thomas Meyer und Vivienne Vesper. Nicht im Bild: Stephan Osterkamp. NN-Foto: Thomas Langer

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