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Die Schüler des Stiftsgymnasiums freuen sich über eine weitere Zusammenarbeit mit den Schülern des St. Joseph´s Institute aus Nigeria.Foto: J. Kurschatke
18. März 2024 · Jacqueline Kurschatke · Xanten

Stiftsgymnasium fördert interkontinentale Beziehung

Schüler der Klasse sechs starten Brieffreundschaft mit Schülern aus Nigeria/ Fairtrade-AG spendet 200 Euro für ein Volleyballfeld

XANTEN. Das Stiftsgymnasium Xanten engagiert sich schon seit einigen Jahren ehrenamtlich mit sozialen Projekten und seiner Fairtrade-AG. Erlöse der Arbeit verschiedener Schülergruppen kommen zum Beispiel Schulkindern in Afrika zu Gute. Ihre Lebens- und Lernsituation soll dadurch nachhaltig verbessert werden. In Zusammenarbeit mit dem Verein „Freundeskreis Nigeria“ ist nun ein neues Projekt entstanden. Es geht um Brieffreundschaften und ein neues Volleyballfeld.

„Wir haben uns im Rahmen des Religionsunterrichts wieder mit sozialen Projekten beschäftigt. Da wir den Freundeskreis Nigeria schon von früheren Aktionen kannten, fragten wir nach Unterstützung“, sagt Lenya Kersten aus der Q2. Sie und weitere Schüler ihres Kurses hatten die Idee, dass soziale Engagement der Schule wieder auf Nigeria zu richten. Genauer gesagt auf das St. Joseph´s Institute in Enugu. „In der Vergangenheit konnten wir der Schule mithilfe von Geldspenden aus den Verdiensten der Fairtrade AG Solarpaneele für ihre Stromversorgung ermöglichen“, berichtet die Schülerin. Die Fairtrade-Schüler betreiben an der Schule unter anderem ein Kiosk, an dem sie Mitschülern nigerianische Produkte näher bringen.

Nun ist zwischen den Schülern des St. Joseph´s Institute und dem Stiftsgymnasium aber auch ein persönlicher Austausch gestartet. Per Videoanruf konnten sich die Kinder gegenseitig zum ersten Mal kennenlernen. „Es war spannend, mit jemandem aus Nigeria zu sprechen. Wir haben uns über ganz alltägliche Dinge unterhalten. Zum Beispiel wie sie in Nigeria Weihnachten feiern oder wie lange sie zur Schule brauchen, ob sie Geschwister haben“, beschreibt Lenya. „Die Schüler des St. Joseph´s Institute haben für uns ein Lied gesungen. Dafür haben wir ihnen dann auch etwas vorgesungen. Man hatte eine ungefähre Vorstellung, wie die Kinder in Nigeria leben. Aber trotzdem war man von manchen Dingen überrascht. Zum Beispiel dem Aufbau der Schule selbst“, sagt Lenya weiter.

Auch der Freundeskreis Nigeria begrüßt das Engagement der Schüler. „Das ist das schöne an dem Projekt. Man kommt auf eine ganz andere Ebene, wenn man einander persönlich sieht“, erklärt Klaus Wolfertz, Mitglied des Vereins. Er war es auch, der Kontakt zu einem nigerianischen Ansprechpartner herstellte: Mike Chukwuma. „Mike kommt aus Nigeria und hat viel bei dem Projekt der Schüler geholfen“, erklärt Wolfertz. So half Chukwuma nicht nur dabei die Spenden an das richtige Ziel zu übergeben, er nahm auch Briefe mit, die von Xantener Schülern der sechsten Klasse an die nigerianischen Schüler gerichtet wurden. „Wir wollten einen Austausch schaffen und haben die Sechstklässler gefragt, ob sie gerne Briefe nach Afrika senden würden. Ein ähnliches Projekt mit einem Kenia-Austausch gab es bereits“, wie Lenya erläutert. Jeder Schüler bekam somit einen Brieffreund zugewiesen.

Die Antworten erhielten die deutschen Schüler zu Beginn des Monats und ihnen wurde von ihren Briefbekanntschaften einiges über sich erzählt. Der Schüler Samuel des St. Joseph´s Institute berichtete von seinen 13 Schulfächern, die neben Mathe und Englisch auch Fächer wie Landwirtschaft, Technologie oder Informatik beinhalten. Samuel macht gern Sport und spielt in seiner Freizeit Fußball, seine Schule liegt etwa drei Stunden von seinem zu Hause entfernt. Neben den Schulaktivitäten haben er und seine Mitschüler auch Aufgaben wie: Blumen gießen, Fegen, oder den Abwasch erledigen – alles um für eine saubere Umgebung zu sorgen, schreibt er. Gerne würde sich Samuel in seiner Zukunft für Menschen einsetzen, die weniger privilegiert sind oder eine körperliche Beeinträchtigung haben. „Ich möchte helfen, Lehrstrukturen für diese Menschen zu entwickeln, und sie motivieren trotz ihrer Beeinträchtigung positiv zu sein“, schreibt der Junge.

200 Euro konnte die Fairtrade AG nach ihrem ersten Austausch mit den nigerianischen Schulkindern spenden. Das Spendenziel war in diesem Fall ein Volleyballfeld auf dem St. Joseph´s Schulgelände. Bisher haben die Gymnasiasten dieses Volleyballfeld nur auf Fotos gesehen, gerne würden die Schüler der Q2 nach ihrem Abitur aber auch mal persönlich in Enugu vorbeischauen. Ein Schüleraustausch existiert aktuell noch nicht, viele Stimmen der Klasse lassen jedoch verlauten, dass es schön wäre, dies irgendwann zu ermöglichen.

Jacqueline Kurschatke

Die Schüler des Stiftsgymnasiums freuen sich über eine weitere Zusammenarbeit mit den Schülern des St. Joseph´s Institute aus Nigeria.Foto: J. Kurschatke

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