Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.OKWeitere InformationenCookies Auflistung
Stadtsportverband Xanten holt Politik an den runden Tisch
22. Januar 2025 Von NN-Online · Xanten

Stadtsportverband Xanten holt Politik an den runden Tisch

Der Zustand der Xantener Sportstätten stand im Fokus

XANTEN. Der Stadtsportverband Xanten (SSVX) hat den Zustand der Sportstätten im Stadtgebiet erneut auf die politische Agenda gesetzt und in einer Stellungnahme an den Rat der Stadt Xanten die dringende Sanierung des Fürstenbergstadions gefordert. Damit bezieht sich der Verband vor allem auf die zentrale Sportstätte, die für Vereine, Schulen und den Leichtathletiksport unverzichtbar ist, jedoch seit Jahren erhebliche Mängel aufweist.

„Uns ist bewusst, dass nicht alle Sportanlagen in Xanten in einem alarmierenden Zustand sind“, erklärte Theo Neu, Vorsitzender des SSVX. „Die meisten Sporthallen befinden sich in einem gut nutzbarem Zustand. Allerdings gibt es dringend notwendige Maßnahmen, insbesondere im Fürstenbergstadion, das eine zentrale Rolle für den Schul- und Vereinssport spielt.“

Das Fürstenbergstadion wird vom TuS Xanten, Breitensportvereinen und allen Schulen der Stadt genutzt. Besonders für Schüler des Stiftsgymnasiums, die ein Sportabitur ablegen möchten, ist es eine wichtige Einrichtung. Dennoch zwingt der Zustand der Anlage die Schule dazu, auf die moderne Sportstätte im benachbarten Sonsbeck auszuweichen. „Diese Situation ist weder für die Schülerinnen und Schüler noch für die Stadt zufriedenstellend und so auf Dauer nicht akzeptabel.“ betonte Xantens Bürgermeister Thomas Görtz, der im Sommer 2024 gemeinsam mit politischen Vertretern eine Ortsbegehung der Anlage unternahm.

Leichtathletiktrainer Werner Speckert vom TuS Xanten kritisierte bei der Besichtigung die Bedingungen im Stadion als „katastrophal“ und betonte, dass das Potenzial der Anlage völlig ungenutzt bleibt: „Das Fürstenbergstadion könnte so viel leisten, doch in seinem aktuellen Zustand ist es ein Armutszeugnis.“

Die angespannte Haushaltslage der Stadt sowie fehlende kurzfristige Fördermittel des Landes erschweren jedoch die Umsetzung notwendiger Sanierungen. Der Bürgermeister hat daher die Verwaltung beauftragt, eine politisch tragfähige Beschlussvorlage zu erstellen, die bei der Ratssitzung am 13. März zur Abstimmung vorgelegt werden soll.

Die Verwaltung betonte, dass die Stadt in den letzten Jahren bereits erhebliche Investitionen in Sportstätten getätigt hat. Dazu gehören die Sanierung des Hallenbades, die anstehende Erneuerung des Bodens in der Sporthalle Bahnhofstraße und die Instandsetzung der Turnhallen in Marienbaum sowie die geplante Maßnahme in der Turnhalle in Vynen. Auch die Problematik der Sporthalle Landwehr wurde bereits behandelt, allerdings verzögert sich die Umsetzung aufgrund der Nutzung der Halle als Flüchtlingsunterkunft.

„Es ist wichtig, die Herausforderungen in ihrer Gesamtheit zu betrachten“, erklärte eine Vertreterin der Verwaltung. „Der Zustand der meisten Sporthallen und Sportplätze in den Ortschaften ist zumindest zufriedenstellend, überwiegend sind lediglich die Kapazität beziehungsweise Trainingsmöglichkeiten in der Winterzeit ein Problem. Das Fürstenbergstadion bleibt jedoch eine zentrale Baustelle, die wir gemeinsam angehen müssen.“

Der Stadtsportverband betont, dass die Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung ein wichtiger Schritt zur Sicherung der sportlichen Infrastruktur in Xanten ist. „Wir erkennen die bisherigen Bemühungen der Stadt an, aber beim Fürstenbergstadion brauchen wir jetzt eine klare Entscheidung“, sagte Theo Neu. „Es geht nicht nur um Sportstätten, sondern um das gesellschaftliche Leben in unserer Stadt.“

Der SSVX wird die weiteren Entwicklungen aktiv begleiten und steht als beratender Partner weiterhin zur Verfügung.

Prospekte
weitere Artikel