Stadtfest in Rees: Premiere für den neuen RWG-Vorstand
Buntes Programm für Kinder und viele Aktionen zum verkaufsoffenen Sonntag
REES. Knapp zwei Monate nach der Wahl steht für den neuen Vorstand der Reeser Werbegemeinschaft (RWG) bereits die erste große Veranstaltung an. Am Sonntag, 25. Mai, findet von 12 bis 18 Uhr das Stadtfest mit verkaufsoffenem Sonntag von 13 bis 18 Uhr statt. „Das ist natürlich eine besondere Situation“, verrät die neue 1. Vorsitzende der RWG, Anika Nobel, mit einem Lächeln. „Aber wir bekommen viel Unterstützung vom alten Vorstand und schaffen so einen guten Übergang.“ Ihre Vorgängerin im Amt, Renate Bartmann, die bei der Organisation des Stadtfestes tatkräftig unterstützt, betont: „Das war uns auch wichtig.“
In diesem Jahr werde noch einmal alles „altbewährt“ ablaufen, kündigt Anika Nobel an – für 2026 wolle man sich seitens der RWG „etwas Frisches“ überlegen. Doch dazu später mehr, denn erst einmal geht es um das morgige Fest. Dabei werde man „auf dem Vorhandenen aufbauen. Denn was wir haben, ist gut“, versichert Nobel.
Das bedeutet, dass ein großer Fokus auf dem jungen Publikum liegen wird. So gibt es auf dem Reeser Marktplatz zahlreiche Fahrgeschäfte und Attraktionen für Kinder, etwa Kinderkarussell, Hüpfburg und Schiffsschaukel. „Das Programm haben wir noch ausgeweitet“, sagt Nobel. Die Neustraße wird „zur Malstraße“, ergänzt Renate Bartmann. „Hier können die Kinder mit Kreide auf der Straße malen – natürlich betreut.“ Zudem findet wieder der Kindertrödelmarkt statt, erstmals auf der Fallstraße. Ab 12 Uhr können Kinder und Jugendliche ihre Spielsachen, Bücher, Mode, Filme, CDs und vieles mehr anbieten. Die Teilnahme ist kostenlos, der Aufbau kann ab 11 Uhr erfolgen. „Die Resonanz war in den vergangenen Jahren immer sehr gut“, weiß Nobel. Anmeldung zum Kindertrödelmarkt bei der RWG per E-Mail an kinderflohmarkt@46459rees.de. Nicht zugelassen sind erwachsene Händler sowie der Verkauf von Neuware.
Ein weiteres Highlight des Stadtfestes sind die Trucks von „Holland on Tour“; an acht Ständen gibt es unter anderem Käse, Blumen und Tierbedarf.
Für Musik sorgt die Liveband „Monkey Business“, die in mehreren Sets über den Tag verteilt Rock, Pop, Schlager und mehr spielen. Auch das Tambourcorps Rees ist wieder mit dabei und begleitet unter anderem die Rheinkönigin Jutta Green vom Busbahnhof zur Bühne auf dem Markt, wo um 12.30 Uhr die offizielle Eröffnung des Stadtfestes stattfindet. Dort hält Anika Nobel, nach der Begrüßung durch Bürgermeister Sebastian Hense und die Rheinkönigin, ihre erste Ansprache als neue Vorsitzende der Werbegemeinschaft.
Das seit einigen Jahren geltende Motto des Stadtfestes, „Nostalgie trifft Moderne“, bleibt auch in diesem Jahr erhalten. Für den Nostalgie-Faktor stehen beispielsweise Künstler aus Rees und Umgebung, die ihre Handwerkskunst anbieten. „Den Bereich wollen wir noch ausbauen, viele sind jetzt schon zum ersten Mal dabei“, sagt Nobel. Die Stände der Künstler sind zentral um den Markt herum angeordnet.
Auch das Koenraad-Bosman-Museum beteiligt sich am Reeser Stadtfest. So ist der Eintritt morgen frei. Zudem werden am letzten Tag der Ausstellung „Familienbilder“ zahlreiche Zeichnungen, Aquarelle und Drucke des früheren Stadtplaners Michael Hoffmann (1943-2024) und seiner Mutter Hilde Hoffmann (1909-1982) zu Sonderpreisen verkauft. Das Museum ist von 11 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Derweil sind der Geschichtsverein Ressa und der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) mit einem Gemeinschaftsstand auf dem Stadtfest vertreten. In der Fallstraße informieren beide Vereine über aktuelle Projekte. Ressa verkauft außerdem historische Bücher sowie Pressefotos aus der Wochenzeitung „Rinkieker“ (1978-1982). Auch weitere Vereine und Einrichtungen präsentieren sich in der Reeser Innenstadt.
Zum verkaufsoffenen Sonntag bieten viele Einzelhändler in Rees vor ihren Geschäften besondere Aktionen an und laden zum Shoppen ein. „Für sie ist eine Veranstaltung wie das Stadtfest wichtig, um sich vom Online-Handel abzuheben und zu zeigen, was sowohl sie als auch die Stadt zu bieten haben“, weiß Renate Bartmann. „Und Rees hat viel zu bieten“, betont Anika Nobel, die dabei etwa auch an das Streetfood-Festival und die Feierabendmärkte denkt. „Beim Stadtfest können wir Händler das Einkaufserlebnis unterstreichen, mit Beratung und besonderer Atmosphäre.“ So locke man nicht nur die Reeser in die Innenstadt, sondern auch Gäste aus Emmerich, Kalkar, Bocholt und Borken sowie aus dem Ruhrgebiet.
Da sich die alte Fuball-Weisheit von Sepp Herberger, „nach dem Spiel ist vor dem Spiel“, auch auf die Organisation eines Stadtfestes übertragen lässt, laufen in Rees schon jetzt erste Planungen für 2026. So habe man seitens der RWG bereits darüber gesprochen, das Fest „heimatnäher“ zu gestalten, wie es Anika Nobel formuliert, etwa durch regionale Handwerker, Künstler und Kleingewerbe. „Unser Ziel ist es, alle Straßen hochwertig zu bespielen, ohne Lücken“, sagt Nobel. Eine Möglichkeit sei beispielsweise eine „Handmade-Straße“ um den Marktplatz, „als Variation des Feierabendmarktes“, erläutert Renate Bartmann. Anika Nobel betont schmunzelnd: „Wer sich angesprochen fühlt, kann sich gerne jetzt schon melden.“ Insgesamt wünscht sie sich für das aktuell fünf- bis sechsköpfige Orga-Team noch mehr Unterstützung: „Wir haben in Rees und Umgebung eine so große Händlerschaft, da sollten sich mehr beteiligen.“ Nicht nur um die Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen, sondern auch, um mit „frischen Ideen“ mehr Menschen, nicht zuletzt das jüngere Publikum, zum Stadtfest zu locken.
Freuen sich auf viele Besucher morgen zum Stadtfest in Rees: Renate Bartmann (l.) und Anika Nobel, die neue Vorsitzende der RWG. NN-Foto: MB