Bürgermeister Sebastian Hense nahm den „Zwangsarbeiter-Penning“ entgegen. Foto: Stadt Rees
5. Dezember 2024 · Rees

Stadt Rees erhält einen „Zwangsarbeiter-Penning“

Anerkennung für die gemeinschaftliche Aufarbeitung

REES. Es ist ein zunächst unscheinbares Metallplättchen mit einer tiefgreifenden Geschichte: die „Penninge“. Das waren Identifikationsmarken für die Zwangsarbeiter im Lager in Rees zum Ende des zweiten Weltkrieges. Die „Stichting Dwangarbeiders Apeldoorn 1940-1945“ (Stiftung Zwangsarbeiter Apeldoorn 1940-1945) hat nun solch einen Penning der Stadt Rees überreicht.

„Das ist ein besonderes Geschenk. Wir fühlen uns geehrt, dieses Zeugnis der Geschichte zu erhalten und die Erinnerung weiter zu bewahren“, sagte Bürgermeister Sebastian Hense, der den Penning stellvertretend für die Stadt Rees vom Stiftungsvorsitzenden Arend Disberg entgegengenommen hatte. „Es ist auch ein Zeichen der gemeinsamen Zusammenarbeit und Freundschaft.“ Seit rund 20 Jahren hält Tina Oostendorp vom Stadtarchiv den Kontakt zu den ehemaligen Zwangsarbeitern von Rees sowie deren Angehörigen und fördert stets den Dialog.

Der Penning mit der Nummer 1585 gehörte einem Niederländer, der im Jahre 1944 in seiner Heimatstadt Apeldoorn von der deutschen Wehrmacht zwangsrekrutiert wurde. Er war gerade einmal 17 Jahren alt, als er ins Zwangsarbeiterlager nach Rees kam. Die traumatischen Erlebnisse begleiteten ihn sein ganzes Leben. Inzwischen ist der Niederländer verstorben.

Gemeinsam mit vielen Deutschen und niederländischen Partnern veranstaltet die Stadt Rees im kommenden Jahr über 18 Veranstaltungen unter dem Titel „80 Jahre Freiheit“. Die Reihe wird durch das Interreg-Programm Deutschland-Nederland sowie seinen Programmpartnern ermöglicht und von der Europäischen Union (EU) kofinanziert.

Weitere Informationen und das gesamte Veranstaltungsprogramm zu „80 Jahre Freiheit“ gibt es unter www.stadt-rees.de/80jahrefreiheit.

Bürgermeister Sebastian Hense nahm den „Zwangsarbeiter-Penning“ entgegen. Foto: Stadt Rees