Stadt Geldern setzt ein Zeichen für mehr Inklusion
Beteiligung an „Socken-Aktion“ zum Welt-Down-Syndrom-Tag am 21. März
GELDERN. In Deutschland leben etwa 50.000 Menschen mit Trisomie 21 – besser bekannt als Down-Syndrom. Am Freitag, 21. März, findet der Welt-Down-Syndrom-Tag statt und das nimmt auch die Stadt Geldern als Anlass, um ein Zeichen für Menschen mit dieser Erkrankung zu setzen.
Auf Initiative der Inklusionsstelle der Stadt Geldern beteiligt sich die Verwaltung an der sogenannten „Socken-Aktion“, die 2013 von einer libanesischen Down-Syndrom-Gruppe ins Leben gerufen wurde. „Viele Menschen tragen am 21. März verschiedene Socken, um am Welt-Down-Syndrom-Tag die Individualität und Vielfalt aller Menschen zu unterstreichen. Wir sind alle verschieden und das symbolisieren wir durch das Tragen der unterschiedlichen Socken“, erklärt Tanja Angenendt, Inklusionsbeauftragte der Stadt Geldern. Ein weiterer Grund, weshalb die Socken das Zeichen am Welt-Down-Syndrom-Tag sind: sie haben dieselbe Form wie Chromosomen. Bei Menschen mit Trisomie 21 ist das 21. Chromosom dreifach vorhanden, was die Behinderung verursacht. „Als Gelderner Stadtverwaltung möchten wir für das Thema sensibilisieren und zeigen, dass wir bei all den Unterschieden doch alle gleich sind,“ so die Inklusionsbeauftragte.
Tanja Angenendt möchte daher ganzjährig die Inklusion in der Stadt Geldern weiter fördern. Der erste Schritt dahin ist die Gründung eines Inklusionsbeirates, der die Interessen von Menschen mit einer Behinderung noch weiter verstärken soll. „Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung werden in unserer Gesellschaft noch viel zu häufig überhört“, so Angenendt. „Wir möchten ihnen ermöglichen, sich noch mehr in die Gestaltung der Stadt sowie in die Verbesserung der Inklusion in Geldern einzubringen.“ Der Inklusionsbeirat soll noch in diesem Jahr ins Leben gerufen werden. Ende des vergangenen Jahres hatte dazu ein Workshop stattgefunden, in dem über weitere Verbesserungsmöglichkeiten für Menschen mit einer Einschränkung diskutiert wurde. Häufig genannte Themen waren dabei die Mobilität und der Zugang zu Informationen. Diese Punkte anzugehen, wird Aufgabe des Inklusionsbeirates sein.
„Wir freuen uns natürlich, wenn sich auch weitere Menschen der Aktion anschließen und am 21. März zu zwei verschieden farbigen Socken greifen“, fordert Angenendt die Gelderner zum Mitmachen auf. „Wir brauchen in der Gesellschaft noch viel mehr Verständnis und Akzeptanz und jeder und jede einzelne kann dazu beitragen.“
Tanja Angenendt (v.l., Inklusionsbeauftragte), Nadine Schönfelder (v.r., Gleichstellungsbeauftragte), Markus Grönheim (M.l., zweiter Beigeordneter), Thomas Knorrek (M.r., Kämmerer), Tim van Hees-Clanzett (o.l., erster Beigeordneter) und Sven Kaiser (o.r., Bürgermeister) beteiligen sich an der Socken-Aktion zum Welt-Down-Syndrom-Tag.Foto: Stadt Geldern/Gossens