Stadt Emmerich treibt Kommunale Wärmeplanung voran
Stadt entwickelt Zielszenario für nachhaltige Wärmeversorgung. Projekt zeigt Potenziale für erneuerbare Energien und setzt auf Bürgerbeteiligung.
EMMERICH. Seit Anfang 2026 arbeitet die Stadt Emmerich gemeinsam mit dem Fachbüro BMU Energy Consulting aus Wuppertal an der Kommunalen Wärmeplanung. Das Projekt ist inzwischen weit fortgeschritten: Als nächster Schritt wird ein Zielszenario entwickelt, dass den Weg zu einer klimafreundlichen, bezahlbaren und zukunftssicheren Wärmeversorgung aufzeigt.
Die Kommunale Wärmeplanung ist gesetzlich vorgeschrieben und dient als strategische Grundlage für die zukünftige Wärmeversorgung in den Kommunen. Sie zeigt auf, welche klimafreundlichen Heizlösungen vor Ort möglich sind und bildet die Basis für künftige Planungen und Investitionen.
Bürgermeisterin Claudia Lindlahr betont: „Mit der Kommunalen Wärmeplanung schaffen wir eine verlässliche Orientierung für die zukünftige Wärmeversorgung in Emmerich am Rhein. Sie zeigt uns, welche Potentiale wir vor Ort haben, und ist ein wichtiger strategischer Fahrplan für die kommenden Jahre. Mir ist dabei besonders wichtig: Die Kommunale Wärmeplanung informiert und gibt Orientierung – sie verpflichtet die Bürgerinnen und Bürger nicht.“
Im ersten Schritt wurde die bestehende Wärmeversorgung im Stadtgebiet analysiert und untersucht, welche Potenziale beispielsweise durch erneuerbare Energien oder Abwärme genutzt werden können. „Aktuell haben wir die Bestandsanalyse und Potenzialanalyse inhaltlich abgeschlossen und befinden uns hier in der Verschriftlichung“, erklärt die Klimaschutzbeauftragte der Stadt Hanna Kirchner. Auf dieser Grundlage entwickelt die Stadt nun verschiedene Zukunftsszenarien.
Für den Technischen Beigeordneten Stephan Glapski ist der nächste Schritt klar: „Wir werden uns alle Möglichkeiten der dezentralen und zentralen Wärmeversorgung angucken. Unser Ziel ist es, unter der gegebenen Zielsetzung des Wärmeplanungsgesetztes eine nachhaltige und kosteneffiziente Wärmeversorgung aufzuzeigen. Mit den verschiedenen Szenarien als Grundlage wollen wir dann den weiteren Verlauf der Wärmewende planen und koordinieren.“
Neben der fachlichen Bearbeitung setzt die Stadt auf Transparenz und Beteiligung. Ein erster Workshop mit größeren Wärmeabnehmern und Unternehmen mit nutzbarer Abwärme hat bereits wichtige Erkenntnisse für die weitere Planung geliefert.
Auch die Öffentlichkeit wird in den weiteren Prozess eingebunden. Nach der Erstellung des Zielszenarios ist eine Informationsveranstaltung geplant, bei der Bürger Fragen stellen und Anregungen einbringen können. Darüber hinaus wird der fertige Wärmeplan öffentlich ausgelegt und kann im Rahmen des Beteiligungsverfahrens kommentiert werden.
Die Kommunale Wärmeplanung schafft keine unmittelbaren Verpflichtungen für Eigentümerinnen und Eigentümer, sondern dient als strategischer Fahrplan für die zukünftige Wärmeversorgung in Emmerich.
Weitere Informationen zur Kommunalen Wärmeplanung gibt es auf der Internetseite der Stadt Emmerich unter www.emmerich.de > Kommunale Wärmeplanung.