Sprechstunden mit örtlichen Schülervertretern
Sven Kaiser und Markus Grönheim widmen sich den Belangen junger Gelderner
GELDERN. Auch in diesem Jahr hat die Stadt Geldern wieder zur Schülersprechstunde an den weiterführenden Schulen in Geldern aufgerufen. Nach dem Auftakt an der Realschule An der Fleuth waren Bürgermeister Sven Kaiser und der für den Bereich Jugend und Familie zuständige Markus Grönheim, nun bei der Schülervertretung des Lise-Meitner-Gymnasiums (LMG) zu Gast. Das Ziel des Gesprächsformats: Jugendliche sollen ihre Anliegen und Ideen direkt an die Stadtverwaltung herantragen
können.
„Und sie tun dies immer mit großem Engagement“, freut sich Bürgermeister Sven Kaiser über die wertvollen Rückmeldungen. Die Schüler des LMG hatten sich für das Gespräch bestens vorbereitet und schon zahlreiche Fragen und Themenfelder zuvor notiert. Ein zentrales Thema: die Sicherheit der fahrradfahrenden Schüler auf dem Schulweg – etwa im Bereich des Kreisverkehrs am Harttor (bei Rewe) oder insbesondere am Friedrich-Nettesheim-Weg. Gerade auf dem Friedrich-Nettesheim-Weg, also unmittelbar vor der Schule, sei die Verkehrssituation morgens sehr unübersichtlich – Autos, Radfahrende und Fußgänger begegneten sich auf engem Raum. Besonders die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto direkt vor die Schule führen, wurden von den Schülern kritisch beäugt. „Das Problem sind nicht die Kinder, sondern die Eltern“, brachte Oberstufensprecherin Romy Lange die Situation auf den Punkt.
Ein weiteres Problem sei (zurzeit) der morgendliche Busverkehr. Zum einen aufgrund der aktuellen Baustelle von Straßen.NRW an der E-Dry-Kreuzung, wodurch die Busse morgens vielfach zu spät an den Schulen ankämen. Zum anderen kritisierten die Schüler aber auch die Schulbusfahrpläne im Allgemeinen. „Wir haben das Gefühl, dass sie zu oft nicht richtig mit den Stundenplänen der Schulen übereinstimmen.“ Markus Grönheim erläuterte den Schülern daraufhin die Komplexität des ÖPNV-Fahrplansystems und wie schwierig es aufgrund der engen Taktung ist, schon allein kleinere Veränderungen im Fahrplan vorzunehmen. „Es wäre wahrscheinlich einfacher, die Schulzeit etwas anzupassen als eine Änderung im Schulbusplan zu erreichen.“
Ein wichtiges Thema war für die LMG-Schüler auch die Erreichbarkeit der Sporthalle an der Pariser Bahn. Was aus ihrer Sicht fehlt: eine Brücke über die Fleuth direkt am Schulgelände. „Dann wären wir innerhalb weniger Minuten direkt an der Sporthalle. Aktuell müssen wir immer den Weg am Sportplatz, vorbei an der Skateanlage, laufen, da ein direkter Übergang fehlt“, erklärte Romy Lange.
Interessiert fragten die Schüler auch nach den aktuellen Schulmodernisierungen, insbesondere dem Neubau des Friedrich-Spee-Gymnasiums, oder nach den neuen Sitzmöbeln in der Innenstadt, die ihnen gut gefallen würden und die sie sich in der Nähe ihres Schulgeländes für die Pausenzeit ebenfalls gut vorstellen könnten. Gesprochen wurde aber etwa auch über die technische Ausstattung der Schulen, über die Bürgermeister Sven Kaiser berichtete. „In den vergangenen Jahren ist in die Ausstattung kräftig investiert worden“, sagte Kaiser. So sind mittlerweile allein knapp 3.000 iPads in den Gelderner Schulen im Einsatz.
Positiv erwähnt wurden auch die zuletzt erfolgten Neugestaltungen im Innenstadtbereich, so seien aus Sicht der Schüler insbesondere das Cacadoo oder das Cafe Extrablatt beliebte Treffpunkte. Lob gab es aber auch für den noch recht neu entwickelten Bereich rund um den Bahnhof, der nicht nur schön gestaltet worden sei, „sondern auch einladend aussieht“, hieß es von den Schülern. Fortgesetzt wird die Schülersprechstunde bei der Schülervertretung der Gelderner Gesamtschule.